{"id":41581,"date":"2025-07-01T07:04:59","date_gmt":"2025-07-01T05:04:59","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41581"},"modified":"2025-06-26T12:08:11","modified_gmt":"2025-06-26T10:08:11","slug":"herkunft-und-zusammensetzung-von-verpackungsmaterialien-sicher-beurteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41581","title":{"rendered":"Herkunft und Zusammensetzung von Verpackungsmaterialien sicher beurteilen"},"content":{"rendered":"<p>Das Projekt COPPA schafft eine Plattform f\u00fcr digitale Produktp\u00e4sse im Bereich Lebensmittelverpackungen. Damit k\u00f6nnen alle Beteiligten \u2013 vom Rohstoff \u00fcber die Verarbeitung bis zum Verkauf \u2013 kollaborieren und standardisiert Informationen austauschen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es auf Lebensmittelverpackungen zahlreiche Informationen \u00fcber die Inhaltsstoffe des Produkts gibt, fehlen Angaben zu Herkunft und Zusammensetzung der Verpackungen. Die EU fordert in der neuen europ\u00e4ischen Verpackungsverordnung (PPWR) sowohl Mindestrezyklatanteile in Kunststoffverpackungen als auch eine detaillierte Informationsbereitstellung zur Verpackung. Ankn\u00fcpfend an diese Ausgangslage erarbeitete das Forschungsprojekt COPPA als Konsortium aus sieben Projektpartnern einen Demonstrator zum Einsatz eines digitalen Produktpasses. Das vom Kunststoff-Zentrum SKZ geleitete fast abgeschlossene Projekt wird vom 15. Juli 2022 bis 14. Juli 2025 durch das Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Vom QR-Code zur Plattform f\u00fcr Verpackungen<br \/>\nDie Umsetzung des digitalen Produktpasses geschieht mittels einer offenen Circular Collaboration Plattform, um firmen\u00fcbergreifende Datentransfers zu erm\u00f6glichen. Der gesamte \u201eLebenslauf\u201c eines Produkts wird Schritt f\u00fcr Schritt mittels standardisierter und genormter Daten in der Plattform erfasst und kann \u00fcber einen QR-Code abgerufen und weitergegeben werden. Dadurch kann zum Beispiel im Falle einer Trinkflasche das Grundmaterial, sowohl von Deckel wie auch Flaschenk\u00f6rper sowie der jeweils verwendeten Farbe, dem Verarbeitungsverfahren und vielem mehr einfach und konsequent nachverfolgt werden.<br \/>\n\u201eEntscheidende Herausforderung f\u00fcr eine solche Plattform ist es, f\u00fcr die Daten\u00fcbergabe standardisierte, digitalisierte und sichere Wege des Datentransfers zu entwickeln. Nur so kann eine Vereinbarkeit der digitalen Systeme und Zusammenarbeit der Unternehmen gew\u00e4hrleistet werden. Dies ist eine Grundvoraussetzung f\u00fcr die sinnvolle Nutzung des digitalen Produktpasses. Nur so ist es m\u00f6glich alle Daten zu Teilprodukten und Informationen bez\u00fcglich der Rezyklate nachvollziehbar zu erfassen.\u201c erkl\u00e4rt Sophia Botsch, Scientist am SKZ.<\/p>\n<p>Das Besondere: Neben einer Darstellung der Materialzusammensetzung der Verpackung und der Materialherkunft k\u00f6nnen Nutzende auch den kompletten CO\u2082-Fu\u00dfabdruck mittels digitalem Produktpass (DPP) erfassen und weitergeben. Da die COPPA-Plattform au\u00dferdem ein SSI-basiertes (Self-Sovereign Identity) Vertrauenssystem nutzt und damit Daten digital signieren und verifizieren kann, sind Sicherheit wie Transparenz gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Bisher Herkunft und Zusammensetzung von Lebensmittelverpackungen schwer nachzuvollziehen<br \/>\nVerantwortungsbewusste Verbraucher*innen sind beim Supermarktbesuch daran gew\u00f6hnt, auf eine F\u00fclle von Informationen zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen, um Kaufentscheidungen zu treffen. Ein Ampelsystem (Nutri-Score) zeigt, welchen N\u00e4hrwert das Produkt hat. Bei Obst und Gem\u00fcse ist die Angabe verpflichtend, woher das Produkt kommt, und die Zutaten m\u00fcssen auf dem Produktlabel angegeben werden. Bei der Verpackung von Produkten ist dies allerdings noch nicht in gleichem Umfang der Fall. So sind Verpackungen zwar auf die Lebensmittelvertr\u00e4glichkeit gepr\u00fcft \u2013 woher der Kunststoff, das Aluminium oder auch Papier kommt, ist jedoch nicht ersichtlich. Oftmals ist selbst f\u00fcr den Hersteller des Produktes im Detail nur schwer nachvollziehbar, woher die Verpackungsmaterialien stammen.<br \/>\nInsbesondere bei Kunststoffen ist dies eine Herausforderung, da im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zuk\u00fcnftig wesentlich mehr Rezyklat eingesetzt werden muss. Gerade f\u00fcr lebensmittelnahe Anwendungen spielt die Herkunft des Rezyklats, die Additive und Zusammensetzung des Kunststoffes und auch potenzielle Verunreinigungen durch vorherige Nutzungen eine wichtige Rolle. Die EU hat diese Notwendigkeit erkannt und fordert in der neuen europ\u00e4ischen Verpackungsverordnung (PPWR) sowohl Mindestrezyklatanteile in Kunststoffverpackungen als auch eine detaillierte Informationsbereitstellung zur Verpackung, die die gleiche Granularit\u00e4t aufweist, wie die Informationen zu den Inhaltsstoffen der Produkte.<\/p>\n<p>COPPA stellt Plattform vor<\/p>\n<p>COPPA finalisierte die Ergebnisse beim Abschlusstreffen am 16. und 17. Juni 2025 am Kunststoff-Zentrum SKZ stellt diese am 08. Juli 2025 in einer Online-Veranstaltung der \u00d6ffentlichkeit vor. Hierbei k\u00f6nnen Teilnehmer*innen von 14 Uhr \u2013 15:30 Uhr erleben, wie der fertiggestellte Demonstrator eine sichere und nachvollziehbare Datenweitergabe zwischen Unternehmen erm\u00f6glicht und damit Material und Produktherkunft erfasst, sowie den CO\u2082-Fu\u00dfabdruck berechnet. Das Konsortium pr\u00e4sentiert im begleitenden Workshop weitere Projektergebnisse. Dazu z\u00e4hlen ein Self-Check-Tool, bei dem vor allem KMU ihre Digitale Readiness testen k\u00f6nnen und Empfehlungen erhalten, was sie intern umsetzen m\u00fcssen, um an der Plattform COPPA teilnehmen zu k\u00f6nnen. Des Weiteren erhalten die Workshop-Teilnehmer*innen Input zur Ver\u00e4nderung von Gesch\u00e4ftsmodellen durch die Nutzung der Plattform und digitaler Produktp\u00e4sse. \u201eWir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer*innen an unserer Veranstaltung und m\u00f6chten dort wertvollen Inhalt f\u00fcr die Weiterentwicklung der Plattform und k\u00fcnftige Projekte mitnehmen\u201c so Botsch.<\/p>\n<p>COPPA ist Teil des RePack-Netzwerks<\/p>\n<p>Das RePack-Netzwerk unterst\u00fctzt, begleitet und evaluiert zw\u00f6lf Projekte der F\u00f6rderma\u00dfnahme von Innovationen zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen entlang der Lebensmittelkette. Die Vernetzungs- und Transferma\u00dfnahme RePack-Netzwerk im Auftrag des BMLEH hat das Ziel, Innovationsprozesse zu unterst\u00fctzen und Handlungsempfehlungen f\u00fcr Politik, Wirtschaft sowie Verbraucher*innen auszusprechen. Das Transfernetzwerk soll Synergien zwischen den Projekten schaffen, um weitere Potenziale zu heben und Lebensmittelverpackungen f\u00fcr die Zukunft zu entwickeln.<\/p>\n<p>Das COPPA Konsortium<br \/>\nDas Forschungsprojekt COPPA als Konsortium besteht aus sieben Projektpartnern: SKZ \u2013 Das Kunststoff-Zentrum, Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Umwelt, Energie, Forschungsinstitut f\u00fcr Rationalisierung e.V., Infosim Gruppe, GS1 Germany, European EPC Competence Center GmbH und Reifenh\u00e4user Gruppe.<\/p>\n<p>N\u00e4here Informationen zu COPPA: <a href=\"https:\/\/coppa.praqtics.com\/home\">https:\/\/coppa.praqtics.com\/home<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/events.teams.microsoft.com\/event\/b49cbe4f-ebc9-4b6a-af91-6ec7e90db959@2893b1ad-200e-4cda-b9be-dde5a21996f2\">Anmeldung zum Workshop<\/a><\/p>\n<p><em><br \/>\nDas <a href=\"https:\/\/www.skz.de\/\"><strong>SKZ<\/strong><\/a> ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabh\u00e4ngiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Projekt COPPA schafft eine Plattform f\u00fcr digitale Produktp\u00e4sse im Bereich Lebensmittelverpackungen. 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