{"id":41613,"date":"2025-07-04T07:57:30","date_gmt":"2025-07-04T05:57:30","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41613"},"modified":"2025-06-26T15:00:35","modified_gmt":"2025-06-26T13:00:35","slug":"41613","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41613","title":{"rendered":"Nachhaltige Produktentwicklung im Prototypenspritzguss: Die siegelbare Mehrwegschale"},"content":{"rendered":"<p><em>Im Rahmen dieses Projekts arbeitete die BARLOG Plastics GmbH in enger Abstimmung mit der reCup GmbH zusammen, um mithilfe des Prototypenspritzgussverfahrens das Design, die Handhabung und die Materialeigenschaften des Produkts umfassend zu testen. Ziel war es, die siegelbare Mehrwegschale vor dem Start der Serienproduktion intensiv zu erproben und auf ihre Praxistauglichkeit hin zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die reCup GmbH verfolgt die Vision, ein nachhaltiges und zirkul\u00e4res \u00d6kosystem zu etablieren \u2013 f\u00fcr eine Welt ohne Einwegverpackungen. Zu diesem Zweck wurde ein innovatives Pfandsystem f\u00fcr Mehrweggeschirr entwickelt, das die gewohnte \u201eTo-go-Philosophie\u201c beibeh\u00e4lt und zugleich eine unkomplizierte, umweltfreundliche Mehrwegalternative bietet.<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Projektbeschreibung: Bauteil und Anforderungen<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen einer Kooperation zwischen der BARLOG Plastics GmbH und der reCup GmbH wurde die Entwicklung einer nachhaltigen Mehrwegschale \u2013 der siegelbaren Mehrwegschale &#8211; vorangetrieben. Ziel des Projekts war es, das Bauteil vor der Serienproduktion hinsichtlich Design, Handhabung und Materialverhalten zu evaluieren. Gefertigt wurde die Schale im Prototypenspritzgussverfahren, um schnell und praxisnah Erkenntnisse zur Geometrie, Funktionalit\u00e4t und Herstellbarkeit zu gewinnen.<\/p>\n<p><strong>Herausforderungen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kleinserie: <\/strong>Statt direkt in ein Serienwerkzeug zu investieren, sollte das Produkt erstmal in einer Kleinserie getestet werden. Dieses erm\u00f6glichte eine flexible Anpassung der Bauteilgeometrie und eine effiziente Testphase, ohne hohe Werkzeugkosten zu verursachen. Ziel war es, fundierte Erkenntnisse f\u00fcr eine sp\u00e4tere Serienfertigung zu sammeln.<\/li>\n<li><strong>Anforderungen:\u00a0<\/strong>Die Schale sollte sowohl funktionale als auch \u00e4sthetische Anforderungen erf\u00fcllen. Ziel war es, eine L\u00f6sung zu entwickeln, die f\u00fcr den Einsatz in der Lebensmittelindustrie zugelassen ist.<\/li>\n<li><strong>Nachhaltigkeit im Fokus:\u00a0<\/strong>Ein zentrales Anliegen des Projekts war es, einen Beitrag zur Reduktion von Einwegverpackungen zu leisten. Die siegelbare Mehrwegschale ist Teil eines durchdachten Pfandsystems, das den Komfort von To-go-Angeboten mit den Vorteilen eines zirkul\u00e4ren Mehrwegsystems vereint. Die Entwicklungsphase stellte somit nicht nur technische, sondern auch \u00f6kologische Anforderungen an das Produkt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>L\u00f6sungsans\u00e4tze und Prozessgestaltung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong>Kleinserie durch Prototypenspritzgussverfahren<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Kleinserie zum vorherigen testen konnte durch das Prototypenspritzgussverfahren realisiert werden. Das Prototypenspritzgussverfahren ist eine Methode zur schnellen und kosteneffizienten Herstellung von funktionsf\u00e4higen Kunststoffbauteilen in kleinen St\u00fcckzahlen. Dabei kommen vereinfachte oder tempor\u00e4re Werkzeuge, meist aus Aluminium oder weicherem Stahl zum Einsatz, die deutlich g\u00fcnstiger und schneller herstellbar sind als Serienwerkzeuge.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>GMP-Fertigung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Durch die \u201eGood Manufacturing Practice-Fertigung\u201c (GMP-Fertigung) konnten die hohen Qualit\u00e4ts- und Sicherheitsstandards, die die Lebensmittelindustrie vorsieht, erreicht werden. GMP ist ein international anerkanntes Regelwerk, das sicherstellen soll, dass Produkte:<\/p>\n<ol>\n<li>gleichbleibend hochwertig\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3. frei von Verunreinigungen<\/li>\n<li>sicher f\u00fcr Verbraucher\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 4. r\u00fcckverfolgbar<\/li>\n<\/ol>\n<p>hergestellt werden. Die Produktion erfolgte gem\u00e4\u00df den GMP-Richtlinien sowie der Verordnung (EG)<br \/>\nNr. 2023\/2006 \u00fcber gute Herstellungspraxis f\u00fcr Materialien und Gegenst\u00e4nde, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Ber\u00fchrung zu kommen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Nachhaltigkeit im Fokus<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Da Nachhaltigkeit im gesamten Projekt eine zentrale Rolle spielte, wurde auch der Herstellungsprozess entsprechend ausgerichtet. Zudem kam ein recycelbares Material (PP Neuware) zum Einsatz, um den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck des Projekts weiter zu minimieren.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse und Erkenntnisse<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt verdeutlicht, wie durch den Einsatz des Prototypenspritzgussverfahrens praxisnahe Tests und wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die sp\u00e4tere Serienproduktion gewonnen werden k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Realit\u00e4tsnahe Funktionspr\u00fcfung<\/strong>:\u00a0Die fr\u00fche Fertigung von Prototypenteilen erm\u00f6glichte umfassende Tests unter realen Bedingungen. Insbesondere hinsichtlich Handhabung, Stabilit\u00e4t und Materialverhalten der Schale.<\/li>\n<li><strong>GMP-Fertigung:\u00a0<\/strong>Die Entwicklung der Schale verfolgte das Ziel, sowohl funktionale als auch \u00e4sthetische Anforderungen zu erf\u00fcllen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Schale nun f\u00fcr den Einsatz in der Lebensmittelindustrie zugelassen ist, wodurch sie den hohen Anforderungen an Sicherheit und Hygiene entspricht. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Wichtigkeit, bei der Produktentwicklung sowohl technische als auch regulatorische Vorgaben von Anfang an zu ber\u00fccksichtigen, um eine breite Einsatzf\u00e4higkeit und Akzeptanz zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<li><strong>Nachhaltige Entwicklung: <\/strong>Durch den Einsatz eines recycelbaren Materials konnte dem Nachhaltigkeitsanspruch des Projekts gerecht wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Vorteile der Zusammenarbeit mit BARLOG Plastics<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong>Flexible und kosteneffiziente Prototypenfertigung: <\/strong>Durch den Einsatz des Prototypenspritzgussverfahrens konnte eine schnelle und kosteng\u00fcnstige Kleinserienfertigung erm\u00f6glicht werden. Diese Methode erm\u00f6glichte es, das Bauteil praxisnah zu testen und wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die sp\u00e4tere Serienproduktion zu sammeln, ohne hohe Werkzeugkosten zu verursachen.<\/li>\n<li><strong>Hohe Qualit\u00e4tsstandards durch GMP-Fertigung: <\/strong>Dank der Good Manufacturing Practice (GMP)-Fertigung stellte BARLOG Plastics sicher, dass die entwickelten Produkte den h\u00f6chsten Qualit\u00e4ts- und Sicherheitsstandards der Lebensmittelindustrie entsprechen. Dies erm\u00f6glichte eine l\u00fcckenlose R\u00fcckverfolgbarkeit, die Sicherheit der Verbraucher und die Einhaltung strenger Hygienevorgaben.<\/li>\n<li><strong>Nachhaltigkeit als zentrales Projektziel: <\/strong>Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit setzte BARLOG Plastics beim gesamten Projekt auf umweltfreundliche L\u00f6sungen. Das von der reCup GmbH zur Verf\u00fcgung gestellte recycelbare Material half dabei, den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck, im Vergleich zu Einwegverpackungen, zu reduzieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt zeigt, wie durch vorausschauende Planung, flexible Prototypenentwicklung und eine nachhaltige Denkweise innovative Produkte effizient realisiert werden k\u00f6nnen. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten eine wertvolle Grundlage f\u00fcr die Umsetzung weiterer nachhaltiger Verpackungsl\u00f6sungen im Mehrwegsystem.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber BARLOG Plastics<\/strong><\/p>\n<p>BARLOG Plastics bearbeitet im\u00a0Rapid Tooling Verfahren\u00a0jedes Jahr \u00fcber 300 Kundenprojekte \u2013 von der Lebensmittelverpackung, \u00fcber Elektrohaushaltsger\u00e4te und Automobilkomponenten bis zur Medizintechnik \u2013 und verarbeitet dabei eine breite Palette an thermoplastischen Kunststoffen von PE bis\u00a0PEEK\u00a0und von TPE bis\u00a0LSR. Die Ber\u00fccksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten spielt eine entscheidende Rolle sowohl bei der Materialauswahl als auch bei der Konzeption des Bauteils. BARLOG Plastics bietet seinen Kunden ein breites Dienstleistungs- und Materialportfolio an, das f\u00fcr eine nachhaltige Produktentwicklung unerl\u00e4sslich ist. Neben der hohen Geschwindigkeit des Rapid Tooling Verfahrens ist insbesondere die ganzheitliche Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen, wie z.B. CAE-Services, CT-Messtechnik, Pr\u00fcflabor oder Materialentwicklung ein wichtiger Erfolgsfaktor, um die Kunden dabei zu unterst\u00fctzen, Ihre Produkte schnellstm\u00f6glich auf den Markt bringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen dieses Projekts arbeitete die BARLOG Plastics GmbH in enger Abstimmung mit der reCup GmbH zusammen, um mithilfe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":41614,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-41613","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41613","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41613"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41613\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41617,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41613\/revisions\/41617"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/41614"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41613"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41613"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41613"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=41613"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}