{"id":41724,"date":"2025-07-22T07:06:26","date_gmt":"2025-07-22T05:06:26","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41724"},"modified":"2025-07-12T11:08:27","modified_gmt":"2025-07-12T09:08:27","slug":"way2k-2025bei-den-post-production-abfaellen-gibt-es-einen-druck-zum-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41724","title":{"rendered":"Way2K 2025:\u201cBei den Post-Production-Abf\u00e4llen gibt es einen Druck zum Recycling\u201d"},"content":{"rendered":"<p><strong>Interview auf dem Weg zur K 2025 mit Patrick Henzler, Sales Director bei WEIMA Maschinenbau<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Henzler, wie entwickelt sich das Post-Consumer-Recycling am Markt?<\/strong><br \/>\nDas Post-Consumer Recycling steht in Europa seit etwa zwei Jahren stark unter Druck. Viele unserer Kunden in diesem Bereich verlagern die Produktion ins kosteng\u00fcnstigere Ausland oder sie schlie\u00dfen ihren Betrieb nach 20 oder gar 30 Jahren ganz. Recycler, die im Post-Consumer-Bereich arbeiten, haben hohe Anforderungen an die Behandlung des Materials. Die Materialien sind verschmutzt, sie m\u00fcssen gewaschen werden, teils noch sortiert werden &#8211; selbst wenn sie von einer Sortieranlage gekauft werden. Dadurch entsteht ein hoher Energieaufwand und damit in Deutschland hohe Kosten. Hinzu kommt der Mangel an gut ausgebildetem Personal. Schlie\u00dflich setzen den Recyclern hierzulande die Str\u00f6me preisg\u00fcnstigen Recyclingmaterials aus Asien zu, vor allem aus China. Dieses Material wird unter anderen Marktvoraussetzungen produziert: Die Personalanforderungen sind geringer, ebenso die Lohnkosten und die Energiekosten.<\/p>\n<p><strong>Im Post-Production-Recycling sieht es besser aus?<\/strong><br \/>\nJa, hier sieht es grunds\u00e4tzlich anders aus. Wenn jemand zum Beispiel Rohre herstellt, hat er seinen eigenen Produktionsabfall. Dieser Abfall ist sauber. Es entstehen dort nicht die hohen Kosten wie beim Post-Consumer-Abfall. Positiv ist auch, dass man die Kontrolle \u00fcber den eigenen Abfallstrom hat. Zwar entwickelt sich dieser Bereich im Augenblick langsamer als fr\u00fcher. Aber nicht aus strukturellen Gr\u00fcnden, sondern wegen der weltweit schleppend laufenden Konjunktur. Projekte werden momentan h\u00e4ufig aufgeschoben, aber nicht abgesagt. Bei den Post-Production-Abf\u00e4llen gibt es einen Druck zum Recycling. Es geht zum Beispiel darum, Entsorgungskosten zu vermeiden. Die Firmen investieren lieber in eine Recycling-L\u00f6sung, als dass sie jeden Monat hohe Logistikkosten stemmen m\u00fcssen. F\u00fcr uns als Maschinenbauer sind beide Bereiche sehr wichtig.<\/p>\n<p><strong>Was halten Sie bei WEIMA von dem Trend der Systemintegration?<\/strong><br \/>\nDiesen Trend gibt es. Viele Kunden wollen bei einer neuen Anlage alles aus einer Hand kaufen. Sie wollen die Verantwortung f\u00fcr die reibungslose Produktion an einen Systemanbieter abgeben. Das kann aber zur Folge haben, dass sie Kompromisse eingehen m\u00fcssen, weil nicht jede Maschine in einer Anlage unbedingt die Beste ihrer Art sein muss. Wir gehen diesen Trend nicht mit und folgen stattdessen dem Motto \u201cSchuster bleib bei deinem Leisten\u201d. Wir sind der \u00dcberzeugung, wenn man alles macht, macht man es nicht so gut. Wir kennen unsere Produkte, aber wir nehmen auch neue Produkte hinzu und entwickeln sie weiter. Wir haben zum Beispiel eine Firma \u00fcbernommen, die Entw\u00e4sserungspressen herstellt. Fr\u00fcher wurden die haupts\u00e4chlich im Lebensmittelbereich eingesetzt. Wir haben diese Entw\u00e4sserungspresse jetzt so weiterentwickelt, dass sie auch in Waschanlagen eingesetzt werden kann. Am Ende der Anlage steht dann eine unserer klassischen Zerkleinerungsmaschinen. Das ist f\u00fcr uns eine Effizienzsteigerung.<\/p>\n<p><strong>Was tr\u00e4gt WEIMA zur L\u00f6sung des Fachkr\u00e4ftemangels bei?<\/strong><br \/>\nWir erm\u00f6glichen dem Kunden einen effizienten Einsatz seines Personals an unseren Maschinen. Stichwort Wartungsfreundlichkeit. Die Kunden m\u00f6chten die notwendige Wartung der Maschinen so schnell wie m\u00f6glich durchf\u00fchren und sie m\u00f6chten immer h\u00e4ufiger auch zur Maschinen\u00fcberwachung \u00fcbergehen. Denn der Mangel an Wartungspersonal ist in ganz Europa heute schon gravierend und wird sich weiter vergr\u00f6\u00dfern. Da haben wir ein spezielles Tool, WE.monitor, entwickelt, das St\u00f6rungen erkennt und auch ein automatisches Gegensteuern erm\u00f6glicht. Wir vereinfachen und optimieren also die Wartung. Die Kunden geben sehr viel Geld f\u00fcr eine Maschine aus, deshalb bitten sie uns, die Maschinen so zu entwickeln, dass sie so wenig wie m\u00f6glich von Personal abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p><strong>Welchen Beitrag leistet WEIMA zur Nachhaltigkeit?<\/strong><br \/>\nWEIMA legt als Firma sehr gro\u00dfen Wert darauf. Wir haben zum Beispiel alle Hallend\u00e4cher in unserer Produktion mit Solaranlagen ausgestattet und versorgen uns selbst mit Strom. Bezogen auf unsere Produkte tragen wir durch eine hohe Energieeffizienz zur Nachhaltigkeit bei. Unsere Maschinen verbrauchen wenig Strom, sie k\u00f6nnen Material sehr resourcenschonend verarbeiten. Allerdings sind die Auflagen f\u00fcr das Recycling in Europa sehr hoch und f\u00fchren zu hohen Kosten. Diese Kosten haben Wettbewerber anderswo nicht. In vielen L\u00e4ndern wird das Brauchwasser einer Waschanlage einfach in den n\u00e4chsten Fluss geleitet. Je mehr aber in diesen L\u00e4ndern das Bewusstsein f\u00fcr nachhaltiges Wirtschaften steigt, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Chance f\u00fcr europ\u00e4ische Maschinenbauer, dort eine Vorreiterrolle einzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Was erwartet WEIMA von der K?<\/strong><br \/>\nWir sind recht optimistisch und erwarten daher eine Reihe von Anfragen. Trotz der genannten Probleme im Post-Consumer-Bereich. Die betreffen Europa und die USA, aber man darf nicht vergessen, dass die M\u00e4rkte in Asien Wachstumsm\u00e4rkte sind. Die Welt ist nicht homogen und ein international aufgestelltes Unternehmen wie wir hat immer den Vorteil, Gesch\u00e4ft \u00fcber die verschiedenen Regionen der Welt auszugleichen. Wir erwarten auf der K auch neue Anfragen im Bereich des Post-Industrial Recycling. Grunds\u00e4tzlich erwarten wir weniger Gesch\u00e4ftsabschl\u00fcsse als bei den vorherigen Messen. Viele Unternehmen warten erst einmal ab und realisieren ein geplantes Projekt ein oder zwei Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Foto Patrick Henzler, Bildquelle: WEIMA Maschinenbau GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Post-Consumer Recycling steht in Europa seit etwa zwei Jahren stark unter Druck. 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