{"id":41898,"date":"2025-08-21T07:29:01","date_gmt":"2025-08-21T05:29:01","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41898"},"modified":"2025-08-17T15:32:57","modified_gmt":"2025-08-17T13:32:57","slug":"lanxess-steuert-gegen-schwaches-marktumfeld-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41898","title":{"rendered":"LANXESS steuert gegen schwaches Marktumfeld an\u00a0"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Umsatz sinkt im zweiten Quartal durch Portfolio- und Mengeneffekte um 12,6 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro \u00a0<\/strong><\/li>\n<li><strong>EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen mit 150 Millionen Euro um 17,1 Prozent unter Vorjahr<\/strong><\/li>\n<li><strong>Positiver Free Cashflow von 31 Millionen Euro<\/strong><\/li>\n<li><strong>Nettofinanzverschuldung um 18 Prozent weiter deutlich gesenkt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Weitere Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks<\/strong><\/li>\n<li><strong>Prognose f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2025 angepasst: EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen zwischen 520 und 580 Millionen Euro erwartet<\/strong><\/li>\n<li><strong>CEO Matthias Zachert: \u201eWeiter voller Fokus auf die bestm\u00f6gliche Aufstellung. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, sind wir bereit.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein weltweit schwaches Marktumfeld hat das Ergebnis von LANXESS im zweiten Quartal 2025 gepr\u00e4gt. Der Spezialchemie-Konzern erzielte ein EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von 150 Millionen Euro, ein R\u00fcckgang von 17,1 Prozent gegen\u00fcber dem Wert des Vorjahresquartals von 181 Millionen Euro. Eine generell schw\u00e4chere Nachfrage ging mit geringeren Absatzmengen in allen Segmenten einher. Auch der Verkauf des Gesch\u00e4ftsbereichs Urethane Systems zum 1. April 2025 hatte einen wesentlichen Anteil am Ergebnisr\u00fcckgang. Der Umsatz im zweiten Quartal lag bei 1,466 Milliarden Euro und somit 12,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,678 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>\u201eDas konjunkturelle Umfeld hat sich in den vergangenen Monaten nochmal deutlich eingetr\u00fcbt. Zus\u00e4tzlich sorgen die anhaltenden Zolldiskussionen mit den USA f\u00fcr hohe Unsicherheit in den M\u00e4rkten und erschweren die Lage f\u00fcr die europ\u00e4ische Chemieindustrie. Und aktuell ist keine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Sicht\u201c, sagte Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von LANXESS. \u201eF\u00fcr uns bedeutet das: weiter voller Fokus auf die bestm\u00f6gliche Aufstellung \u2013 am Markt genauso wie bei den Kosten, Strukturen und Prozessen. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, sind wir bereit und k\u00f6nnen die zus\u00e4tzliche Nachfrage sehr viel effizienter und profitabler bedienen.\u201c<\/p>\n<p>Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen f\u00fcr das zweite Quartal lag \u00a0bei 10,2 Prozent nach 10,8 Prozent im Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Aufgrund der erwarteten, anhaltend schwachen Nachfrage f\u00fcr den weiteren Jahresverlauf passt LANXESS die Prognose f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2025 an und rechnet nun mit einem EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen zwischen 520 und 580 Millionen Euro. Darin ist auch eine Belastung in H\u00f6he von 10 Millionen durch Liefereinschr\u00e4nkungen eines Chlorlieferanten enthalten. Bislang war der Konzern von einem Ergebnis zwischen 600 und 650 Millionen Euro ausgegangen.<\/p>\n<p><strong>Weitere deutliche Schuldenreduktion durch Verkauf von Urethane Systems\u00a0<\/strong><br \/>\nAm 1. April 2025 hat LANXESS sein Urethane-Systems-Gesch\u00e4ft an die japanische UBE Corporation verkauft und sich damit von seinem \u00a0letzten verbliebenen Polymergesch\u00e4ft getrennt. Die Transaktion war der letzte wesentliche Schritt beim Umbau des Portfolios in Richtung Spezialchemie.\u00a0Der Ergebnisbeitrag des Gesch\u00e4ftsbereichs ist in den Quartalszahlen nicht mehr enthalten. LANXESS hat den Verkaufserl\u00f6s genutzt, um die im Mai 2025 f\u00e4llig gewordene Benchmark-Anleihe \u00fcber 500 Millionen Euro zur\u00fcckzuzahlen. Durch den Verkaufserl\u00f6s hat das Unternehmen seine Nettofinanzverschuldung von 2,512 Milliarden Euro im ersten Quartal 2025 um 18 Prozent auf 2,069 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2025 gesenkt. Trotz der schwierigen Marktbedingungen hat das Unternehmen im zweiten Quartal einen positiven Free Cashflow von 31 Millionen Euro erzielt.<\/p>\n<p><strong>Weitere Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks<\/strong><br \/>\nUm gegen die weltweite Nachfrageschw\u00e4che aktiv anzusteuern, optimiert LANXESS sein weltweites Produktionsnetzwerk weiter. So hat der Konzern die Schlie\u00dfung der Hexan-Oxidation am Standort Krefeld-Uerdingen bereits auf Ende des zweiten Quartals 2025 vorgezogen. Weiterhin plant das Unternehmen, sein globales Anlagennetzwerk f\u00fcr Aromachemikalien effizienter aufzustellen und die Produktion am Standort Widnes (UK) im Laufe des Jahres 2026 zu beenden. Aufgrund der hohen Kosten kann LANXESS den Standort nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig betreiben. Und am Standort El Dorado (USA) soll die Herstellung von Brom-Produkten effizienter gestaltet werden. Alle Ma\u00dfnahmen sollen ab Ende des Jahres 2027 zu dauerhaften j\u00e4hrlichen Einsparungen von 50 Millionen Euro f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsentwicklung in den Segmenten<\/strong><\/p>\n<p>Das Segment <strong>Consumer Protection<\/strong> erreichte im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 489 Millionen Euro, das entspricht einem R\u00fcckgang von 12,8 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreswert von 561 Millionen Euro. Trotz Umsatzr\u00fcckgang stieg das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen an: Nach 80 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erreichte es 87 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 8,8 Prozent entspricht. Ein besserer Produktmix, eine Versicherungsleistung und Kosteneinsparungen aus dem Aktionsplan \u201eFORWARD!\u201c wirkten sich positiv auf das Ergebnis und die Profitabilit\u00e4t aus. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen stieg auf 17,8 Prozent, nach 14,3 Prozent im Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Das Segment<strong> Specialty Additives<\/strong> verzeichnete einen Umsatz von 528 Millionen Euro und lag damit 7,0 Prozent unter dem Wert des zweiten Quartals 2024 von 568 Millionen Euro. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen sank um 17,1 Prozent von 70 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 58 Millionen Euro. Vor allem die schwache Nachfrage aus der Bauindustrie sorgte f\u00fcr den Ergebnisr\u00fcckgang, h\u00f6here Energiekosten belasteten zus\u00e4tzlich. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen betrug 11,0 Prozent, nachdem sie im Vorjahr bei 12,3 Prozent gelegen hatte.<\/p>\n<p>Im Segment<strong> Advanced Intermediates<\/strong> sank der Umsatz im zweiten Quartal 2025 auf 446 Millionen Euro, was einem R\u00fcckgang von 6,7 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreswert von 478 Millionen Euro entspricht. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen erreichte 44 Millionen Euro und sank damit um 24,1 Prozent von 58 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Eine schwache Nachfrage und die geringere Auslastung wirkten sich negativ auf das Ergebnis und die Marge aus. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen lag bei 9,9 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert von 12,1 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein weltweit schwaches Marktumfeld hat das Ergebnis von LANXESS im zweiten Quartal 2025 gepr\u00e4gt. 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