{"id":41951,"date":"2025-08-28T07:11:54","date_gmt":"2025-08-28T05:11:54","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41951"},"modified":"2025-08-23T17:14:17","modified_gmt":"2025-08-23T15:14:17","slug":"way2k-2025-fuer-gute-loesungen-muessen-alle-player-in-der-wertschoepfungskette-zusammengebracht-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41951","title":{"rendered":"Way2K 2025 \u201cF\u00fcr gute L\u00f6sungen m\u00fcssen alle Player in der Wertsch\u00f6pfungskette zusammengebracht werden\u201d"},"content":{"rendered":"<p><strong><br \/>\nInterview mit Dr. Torsten Schmitz (Managing Director Business Unit Extrusion) und Hermann Veismann (Managing Director, Business Unit Printing und Finishing) bei Windm\u00f6ller &amp; H\u00f6lscher<\/p>\n<p>Warum wird W&amp;H auf der n\u00e4chsten K nicht nur mit dem Bereich Extrusion, sondern auch mit dem Bereich Druck vertreten sein?<\/strong><br \/>\n<strong>Hermann Veismann:<\/strong> Viele unserer Kunden sind in beiden Bereichen unterwegs. Deshalb haben wir uns entschlossen, erstmals unsere Leistungsf\u00e4higkeit in beiden Bereichen zu pr\u00e4sentieren. Das Angebot im Druck- wie im Extrusionsbereich ist sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal von W&amp;H.<br \/>\n<strong>Dr. Torsten Schmitz: <\/strong>Unsere Kunden stehen vor einem Umbruch: Die Forderungen nach mehr Monomaterialverpackungen, nach Verarbeitung von neuen Rohstoffen und vielem mehr zwingen sie, die ganze Weltsch\u00f6pfungskette zu betrachten. Bei jedem Prozessschritt muss ber\u00fccksichtigt werden, was der N\u00e4chste braucht. Und das treibt die Ver\u00e4nderungsgeschwindigkeit einfach hoch. Wir merken, dass da unser integrierender Fokus auf die Gesamtanwendung sehr gut ankommt. Auf unserer Hausmesse Expo war das schon immer ein Schl\u00fcssel. Das wollen wir jetzt nochmals sichtbarer auch in D\u00fcsseldorf transportieren.<\/p>\n<p><strong>Warum geht jetzt alles schneller?\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Dr. Schmitz: <\/strong>Die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR ist sicherlich ein Beschleuniger. Aber es gibt auch andere Zw\u00e4nge. Zum Beispiel der Ersatz der PFAS-Stoffe. Letztlich muss man seinen ganzen Rohstoffpark umstellen, muss andere Additive fahren. Hinzu kommt die Lieferkettenproblematik. Das sind alles Ver\u00e4nderungen, die mit einer sehr hohen Geschwindigkeit kommen. In Verbindung mit einem sehr starken Kostendruck zwingt das unsere Kunden dazu, ihre bisherige Arbeitsweise zu hinterfragen und Innovationen stark zu treiben.<br \/>\n<strong>Veismann: <\/strong>Das trifft auch f\u00fcr den Bereich Druck zu. Diese neuen Materialzusammensetzungen gehen einher mit neuen Materialeigenschaften, die m\u00fcssen wir beherrschen. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, \u00fcbergreifend zu arbeiten. Die Entwicklungen durch die nachhaltigere Ausrichtung fordert dies geradezu ein.<\/p>\n<p><strong>Das Motto der K ist ja selbstbewusst: Green \u2013 Smart &#8211; Responsible. Finden Sie das passend?\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Dr. Schmitz:<\/strong> Die Schlagw\u00f6rter Green, Smart, Responsible sind schon die richtigen. Sie klingen selbstbewusst. Das Selbstbewusstsein als Branche ist ein wichtiges Zeichen. Aber wir m\u00fcssen alle mit auf den Weg nehmen. Unsere t\u00e4glichen Gespr\u00e4che mit unseren Kunden zeigen, dass da jeder vor gro\u00dfen Herausforderungen steht: bei der Produktentwicklung, bei Produktentwicklungszyklen, bei Investitionen. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit unseren Kunden eine L\u00f6sung f\u00fcr sie zu finden. Das k\u00f6nnen wir gut, weil wir alle Player kennen.<\/p>\n<p><strong>Was sind denn konkrete Herausforderungen?<\/strong><br \/>\n<strong>Dr. Schmitz:<\/strong> Da steht jeder vor seiner individuellen Problemstellung. Viele fragen sich zum Beispiel, wie es mit PCR weitergeht, wieviel PCR-Content sie brauchen, wie es um die Recyclingf\u00e4higkeit steht, was bei den Exportm\u00e4rkten zu beachten ist. Viele Rahmenbedingungen sind noch gar nicht klar. Das verunsichert unsere Kunden sehr. Wir wollen sie in diesem Umfeld technologieoffen beraten, damit sie auch in f\u00fcnf Jahren noch wettbewerbsf\u00e4hig sind und m\u00f6glichst auch st\u00e4rker wachsen als der Markt. Ein Schl\u00fcssel ist da wiederum das Zusammenspiel der Bereiche.<br \/>\n<strong>Veismann:<\/strong> F\u00fcr unsere Kunden ist Modularit\u00e4t mit Blick auf die Zukunft von gro\u00dfer Bedeutung. Stichwort Retrofit-F\u00e4higkeit. Wenn eine Maschine f\u00fcr irgendein Material optimal ausgelegt ist, dann denken wir jetzt schon, wie wir sie anders einstellen oder nachr\u00fcsten k\u00f6nnen oder mit kleinem Invest umbauen k\u00f6nnen, um auch k\u00fcnftigen Anforderungen zu gen\u00fcgen. Die Kunden investieren viel Geld in eine Maschine und haben nat\u00fcrlich Bedenken, wenn sie selbst und ihre Lieferanten nicht exakt wissen, wo es hingeht.<\/p>\n<p><strong>Gibt es Materialien, die f\u00fcr Ihre Maschinen eine Herausforderung darstellen?<\/strong><br \/>\n<strong>Dr. Schmitz<\/strong>: Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen unsere Maschinen alle Materialen verarbeiten. Wichtig ist die Beratung unserer Kunden. Wir m\u00fcssen verstehen, was ihre Bedarfe sind, wohin sie sich entwickeln wollen. Wenn es zum Beispiel um das Thema MDO geht, haben wir Kunden, die bereits in der 24\/7- Produktion sind. Was aber nicht funktionieren wird, ist ein sehr breites Produktportfolio mit einer Maschine abzudecken. Man kann nicht heute PCR fahren und morgen MDO-PE. Es geht darum, auf einer Maschine sinnvoll und wirtschaftlich zu produzieren und dann die Richtige auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Wie ist die Regelungsdichte in der EU im Vergleich zu anderen M\u00e4rkten?<\/strong><br \/>\n<strong>Veismann: <\/strong>Auf den Wachstumsm\u00e4rkten in Asien, also in Indien und in China finden wir unterschiedliche Regulierungen, die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit angepasst werden. Aber die Regulierungsdichte in der EU ist besonders hoch. Sowohl was die Anforderungen an die Wirtschaftsunternehmen selbst als auch die Anforderungen an den Verpackungsmarkt angeht. Man denke nur an die Nachhaltigkeits-Reporting-Pflichten oder das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Das alles verursacht erhebliche Kosten f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen. Kosten, die nat\u00fcrlich an Kunden weitergegeben werden und damit ein Wettbewerbsnachteil sind.<br \/>\n<strong>Dr. Schmitz:<\/strong> Die Regeln in der EU sind alle gut gemeint. Insbesondere bei nachhaltiger Verpackung schauen alle ja auch auf Europa, was Monomaterialverbunde und Lebenszyklus der Verpackung insgesamt angeht. Diese Vorreiter-Position ist richtig f\u00fcr Europa. Aber es gibt auch Anforderungen, die v\u00f6llig unrealistisch sind. Warum zum Beispiel muss ich eine Lebensmittelverpackung zwingend wieder zu einer Lebensmittelverpackung machen?<\/p>\n<p><strong>Der European Green Deal scheint zugunsten einer wirtschaftsorientierteren Denkweise in den Hintergrund ger\u00fcckt.\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Veismann<\/strong>: Es gibt Hoffnung, dass eine Ver\u00e4nderung der politischen Schwerpunkte stattfindet. Bei aller Richtigkeit, die hinter der Regulierung steckt: Die Geschwindigkeit, die Konsequenz und die Sprungh\u00f6he, die wir in Europa generieren, sind eine Gef\u00e4hrdung f\u00fcr unseren Standort, und das bek\u00fcmmert uns nat\u00fcrlich. Meine \u00dcberzeugung ist: Es hilft niemandem, wenn wir Europa aus dem Spiel nehmen, weil es unwirtschaftlich wird.<\/p>\n<p><strong>Was erwarten Sie von der K?<\/strong><strong><br \/>\nDr. Schmitz:<\/strong> Die K ist f\u00fcr mich ein Familientreffen, die Gelegenheit sich auszutauschen, Orientierung zu geben. Diese pers\u00f6nlichen Treffen sind dabei sehr wertvoll und alle nehmen Impulse mit, nicht nur unsere Kunden, auch wir profitieren sehr davon.<br \/>\n<strong>Veismann:<\/strong> Wer die Messe besucht, kommt chancengetrieben. Wir wollen Begeisterung f\u00fcr die Maschinen vermitteln, f\u00fcr die Chancen, die sich daraus ergeben. Wir versuchen, Visionen zu transportieren. Wir definieren uns weniger \u00fcber den Maschinenverkauf, wir definieren uns \u00fcber die Partnerschaftlichkeit und die Mehrwerte, die sich daraus bieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele unserer Kunden sind in beiden Bereichen unterwegs. 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