{"id":42589,"date":"2025-11-24T07:33:14","date_gmt":"2025-11-24T06:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=42589"},"modified":"2025-11-20T09:34:52","modified_gmt":"2025-11-20T08:34:52","slug":"maschinenexporte-leiden-unter-zoellen-und-globaler-investitionsschwaeche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=42589","title":{"rendered":"Maschinenexporte leiden unter Z\u00f6llen und globaler Investitionsschw\u00e4che"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Maschinenexporte sinken in den ersten neun Monaten um 3,1 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>Drittes Quartal schlie\u00dft mit einem Minus von 4,1 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>EU-Handelsgespr\u00e4che mit US-Minister: Maschinenbau muss von Stahl- und Aluminiumz\u00f6llen befreit werden<\/strong><\/li>\n<li><strong>Exporte nach China deutlich schw\u00e4cher \u2013 Ausfuhren in die Mercosur- und Asean-Staaten wachsen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Handelspolitische Barrieren wie die US-Z\u00f6lle sowie eine globale Investitionsschw\u00e4che haben die Exportbilanz des Maschinen- und Anlagenbaus aus Deutschland in diesem Jahr bisher schwer belastet. In den ersten neun Monaten 2025 wurden Waren im Wert von 147,9 Milliarden Euro exportiert \u2013 ein R\u00fcckgang um 3,1 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum. Preisbereinigt ergibt sich ein Minus von 4,6 Prozent. Im dritten Quartal verzeichneten die Ausfuhren ein Minus von 4,1 Prozent, der September schloss mit einem R\u00fcckgang von 3,4 Prozent zum Vorjahr. Im Fokus steht dabei aktuell das Gesch\u00e4ft mit den USA: Von Januar bis September sanken die Maschinenexporte in die Vereinigten Staaten um 9,4 Prozent, wobei das dritte Quartal mit einem R\u00fcckgang von 14,2 Prozent besonders ins Gewicht fiel. Im August gingen die Ausfuhren in die USA um 18,5 Prozent zur\u00fcck, im September lag das Minus bei 10,8 Prozent.<\/p>\n<p>F\u00fcr das in der kommenden Woche geplante Treffen von EU-Handelskommissar Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d mit US-Handelsminister Howard Lutnick fordert der VDMA daher eine klare Botschaft der EU-Kommission. \u201eEU-Kommissar \u0160ef\u010dovi\u010d muss deutlich machen, dass europ\u00e4ische Maschinen ein zentraler Motor f\u00fcr die amerikanische Produktion, die US-Reindustrialisierung und den Export sind. EU-Maschinenbauprodukte m\u00fcssen deshalb von den amerikanischen Stahl- und Aluminiumz\u00f6llen sowie weiteren m\u00f6glichen Z\u00f6llen der sogenannten Section 232 ausgenommen werden\u201c, fordert Oliver Richtberg, Leiter VDMA Au\u00dfenwirtschaft.<\/p>\n<p>Schon jetzt sind rund 40 Prozent aller aus Deutschland und Europa in die USA exportierten Maschinen von diesen 50-Prozent-Sonderz\u00f6llen betroffen. Und durch die f\u00fcr Dezember geplante Ausweitung der Liste mit den von Stahl- und Aluz\u00f6llen betroffenen Maschinen w\u00fcrden k\u00fcnftig sogar rund 56 Prozent der EU-Maschinenexporte mit 50 Prozent Zoll auf den Metallanteil und zus\u00e4tzlich 15 Prozent auf den Restwert belastet. \u201eDas gef\u00e4hrdet die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und zahlreiche Arbeitspl\u00e4tze in einer europ\u00e4ischen Schl\u00fcsselbranche\u201c, warnt Richtberg.<\/p>\n<p><strong>Uneinheitliches Bild auf den Weltm\u00e4rkten<\/strong><br \/>\nDer zweitwichtigste Exportmarkt China entwickelt sich weiterhin entt\u00e4uschend. Besonders starker lokaler Wettbewerbsdruck belastet die Nachfrage nach europ\u00e4ischen Investitionsg\u00fctern. Zwischen Januar und September gingen die deutschen Maschinenexporte nach China um 8,8 Prozent zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der Euroraum zeigt leichte, aber fragile Tendenzen der Stabilisierung. Die Exporte lagen in den ersten drei Quartalen noch um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. \u00a0Einige positive Auftragseing\u00e4nge haben zwar Hoffnung geweckt, diese Entwicklung hat sich zuletzt jedoch wieder abgeschw\u00e4cht. F\u00fcr die EU insgesamt resultierte ein R\u00fcckgang der Ausfuhren aus Deutschland um 2,2 Prozent in den B\u00fcchern.<\/p>\n<p>Deutlich positiver pr\u00e4sentierten sich wichtige Schwellenl\u00e4nder. Die Ausfuhren in die Mercosur-Staaten legten in den ersten neun Monaten des Jahres um 8 Prozent zu, die Asean-Region verzeichnete ein Wachstum von 3,1 Prozent. Beide Regionen gewinnen weiter an Bedeutung und tragen zu einer leichten Entsch\u00e4rfung des Gesamtbilds bei.<\/p>\n<p>\u201eDie Unternehmen interessieren sich f\u00fcr Mercosur, Asean und Indien, um ihre Absatzm\u00e4rkte zu diversifizieren. Verl\u00e4ssliche handelspolitische Rahmenbedingungen und bessere internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit w\u00e4ren Impulse, die diese Entwicklung unterst\u00fctzen\u201c, sagt Dr. Tilmann H\u00e4rtl, VDMA Volkswirtschaft und Statistik.<\/p>\n<p><strong>Ausblick: Hoher Wettbewerbsdruck und wenig Entlastung in Sicht<\/strong><br \/>\nEine kurzfristige Entspannung der Lage ist nicht absehbar. Zwar w\u00e4chst die Weltwirtschaft weiterhin robust, doch ob und in welchem Umfang der europ\u00e4ische Maschinenbau daran partizipieren kann, h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab, darunter die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Branche, die Entwicklung der globalen Handelshemmnisse und die Rahmenbedingungen am Standort Europa.<\/p>\n<p>Mit Blick auf zunehmenden Protektionismus in der Welt und die sp\u00fcrbaren negativen Auswirkungen auf den exportorientierten deutschen und europ\u00e4ischen Maschinenbau w\u00e4re es umso wichtiger, bestehende Partnerschaften zu vertiefen und neue Freihandelsabkommen abzuschlie\u00dfen, wo immer dies m\u00f6glich ist. \u201eBesonders die z\u00fcgige Ratifizierung des Mercosur-Abkommens und der Abschluss der Verhandlungen mit Indien h\u00e4tten eine wichtige Signalwirkung\u201c, res\u00fcmiert Richtberg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Handelspolitische Barrieren wie die US-Z\u00f6lle sowie eine globale Investitionsschw\u00e4che haben die Exportbilanz des Maschinen- und Anlagenbaus&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-42589","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42589"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42589\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42590,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42589\/revisions\/42590"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42589"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=42589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}