{"id":42629,"date":"2025-12-01T07:38:19","date_gmt":"2025-12-01T06:38:19","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=42629"},"modified":"2025-11-27T09:41:30","modified_gmt":"2025-11-27T08:41:30","slug":"wie-umweltfreundlich-ist-ein-produkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=42629","title":{"rendered":"Wie umweltfreundlich ist ein Produkt?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nachhaltigkeit messbar machen<\/strong><\/p>\n<p>Unternehmen stehen unter wachsendem Druck, ihre Produkte und Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Regulatorische Anforderungen, gesellschaftliche Erwartungen und \u00f6kologische Notwendigkeiten verlangen nach belastbaren Daten, transparenten Methoden und praxisnahen L\u00f6sungen. Das Kunststoff-Zentrum SKZ unterst\u00fctzt Unternehmen mit einem umfassenden Portfolio dabei, Nachhaltigkeit nicht nur zu dokumentieren, sondern strategisch umzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Wachsender regulatorischer Druck<\/strong><br \/>\nPolitische Initiativen wie der Europ\u00e4ische Green Deal, die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) oder neue Produktstandards ver\u00e4ndern die Materialnachfrage und setzen klare Vorgaben f\u00fcr nachhaltiges und zirkul\u00e4res Wirtschaften. Unternehmen sind gefordert, Produktionsabf\u00e4lle zu reduzieren, Sekund\u00e4rmaterialien und biobasierte Rohstoffe einzusetzen und kritische Stoffe zu substituieren. Das SKZ bietet fundierte Methoden zur Bewertung und Optimierung von Produkten anhand relevanter Nachhaltigkeitskriterien \u2013 von CO\u2082-Bilanzen \u00fcber Umweltproduktdeklarationen bis hin zu ma\u00dfgeschneiderten Softwarel\u00f6sungen.<\/p>\n<p>\u201eNachhaltigkeit ist l\u00e4ngst kein freiwilliger Zusatz mehr \u2013 sie ist zur unternehmerischen Pflicht geworden\u201c, erkl\u00e4rt Jan Werner, Gruppenleiter Nachhaltige und Zirkul\u00e4re Produkte am SKZ \u2013 Das Kunststoff-Zentrum. \u201eWir unterst\u00fctzen Unternehmen dabei, konkrete L\u00f6sungen zur Reduzierung der Umweltauswirkungen ihrer Produkte zu entwickeln und umzusetzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>CO2-Bilanzierungen f\u00fcr Produkte<\/strong><br \/>\nDie Ermittlung des Product Carbon Footprint (PCF) nach ISO 14067 und dem GHG Protocol bildet die Basis f\u00fcr eine effektive Klimastrategie. Das SKZ berechnet PCFs gem\u00e4\u00df internationaler Normen und Branchenstandards wie Catena-X, PACT und TfS. Die Ergebnisse liefern spezifische Produktbewertungen und somit eine belastbare Grundlage f\u00fcr strategische Entscheidungen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette.<\/p>\n<p><strong>Umweltproduktdeklarationen (EPD) f\u00fcr Bauprodukte<\/strong><br \/>\nEPDs (Environmental Product Declarations) nach ISO 14025 und EN 15804 dokumentieren die Umwelteigenschaften von Bauprodukten in einheitlicher und gepr\u00fcfter Form. Gerade nachhaltig gestaltete Produkte und Herstellungsprozesse gewinnen durch EPDs an Sichtbarkeit und Glaubw\u00fcrdigkeit. EPDs sind f\u00fcr Hersteller von Bauprodukten von zentraler Bedeutung \u2013 insbesondere bei Ausschreibungen, der Geb\u00e4udezertifizierung sowie im Rahmen von Nachhaltigkeitsstrategien gro\u00dfer Bauprojekte. Sie bieten klare und verl\u00e4ssliche Informationen \u00fcber die Umweltwirkungen von Produkten w\u00e4hrend ihres gesamten Lebenszyklus und bilden die Grundlage f\u00fcr eine ganzheitliche und \u00f6kologische Geb\u00e4udeplanung. Nationale und internationale Geb\u00e4udezertifizierungssysteme f\u00fcr nachhaltiges Bauen wie das DGNB-, BNB-, LEED- oder BREEAM-System basieren auf den in EPDs bereitgestellten Informationen.<\/p>\n<p>\u201eDurch die vom SKZ erstellten EPDs k\u00f6nnen wir unsere Produkte noch erfolgreicher am Markt platzieren\u201c, betont Florian Dittert, Leiter Marketing &amp; \u00d6ffentlichkeitsarbeit der MAINCOR Rohrsysteme GmbH &amp; Co. KG.<\/p>\n<p>Das SKZ erstellt diese EPDs im Rahmen nationaler und internationaler Programme \u2013 darunter das Institut Bauen und Umwelt e. V. sowie EPD International \u2013 und begleitet Unternehmen durch den gesamten Verifizierungsprozess.<\/p>\n<p><strong>Digitale Tools f\u00fcr skalierbare Nachhaltigkeit<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Unternehmen mit umfangreichen Produktportfolios bietet das SKZ flexible Softwarel\u00f6sungen zur Erstellung von CO\u2082-Bilanzen, \u00d6kobilanzen und EPDs. Das Online-Tool LCA-SKZ.de erm\u00f6glicht die automatisierte Berechnung von PCFs \u2013 effizient, transparent und skalierbar. Die Datenbasis wird kontinuierlich erweitert und deckt eine Vielzahl von Materialien und Prozessen ab.<\/p>\n<p>Mit dem EPD-Tool \u201eConnie Calculator\u201c steht ein etabliertes Werkzeug zur Verf\u00fcgung, das Stoff- und Energiefl\u00fcsse erfasst und EPD-Ergebnisse tabellarisch sowie grafisch nach EN 15804 auswertet \u2013 ideal f\u00fcr die Anforderungen der novellierten Bauproduktenverordnung.<\/p>\n<p>\u201eMit unseren Tools k\u00f6nnen die erforderlichen PCFs und EPDs in Eigenregie berechnet und somit Nachhaltigkeit nicht nur messbar, sondern auch wirtschaftlich umsetzbar gemacht werden\u201c, betont Jan Werner. \u201eWir begleiten den Roll-out, bieten technischen Support und regelm\u00e4\u00dfige Updates \u2013 alles in einem flexiblen Lizenzmodell.\u201c<\/p>\n<p><strong>Life Cycle Assessment (LCA) und Critical Review<\/strong><br \/>\nAu\u00dferdem erstellt und pr\u00fcft das Institut \u00d6kobilanzen nach ISO 14040\/44 \u00fcber alle Lebenszyklusphasen hinweg. Sensitivit\u00e4tsanalysen und unabh\u00e4ngige Critical Reviews sichern die Aussagekraft der Studien und erm\u00f6glichen fundierte Produktvergleiche. Dies ist ein entscheidender Vorteil f\u00fcr Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsstrategie auf belastbare Daten st\u00fctzen wollen. Unternehmen k\u00f6nnen zudem eigene, skalierbare Berechnungsmodelle und -systeme durch das SKZ kritisch pr\u00fcfen lassen, um die Erf\u00fcllung der Normanforderungen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><strong>Design for Circularity (DfC) &#8211; Nachhaltigkeit beginnt beim Produktdesign<\/strong><br \/>\nDas Produktdesign entscheidet ma\u00dfgeblich \u00fcber die Zirkularit\u00e4t eines Kunststoffprodukts. Das SKZ unterst\u00fctzt Unternehmen dabei, Prinzipien wie Wiederverwendbarkeit, Reparierbarkeit und Recyclingf\u00e4higkeit bereits in der fr\u00fchen Entwicklungsphase zu verankern.<\/p>\n<p>\u201eMit unserem DfC-Modell machen wir zirkul\u00e4re Potenziale sichtbar und nutzbar\u201c, so Heicke Gaedecke, Senior Engineer Nachhaltige und Zirkul\u00e4re Produkte am SKZ. Ziel ist es, Materialien und Produkte so zu gestalten, dass sie \u00fcber ihren gesamten Lebenszyklus hinweg ressourcenschonend und r\u00fcckf\u00fchrbar sind. Gesch\u00e4ftsmodelle sollen dabei die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft unterst\u00fctzen und f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Nachhaltigkeit verstehen und anwenden<\/strong><br \/>\nMit praxisnahen Schulungen st\u00e4rkt das Kunststoff-Zentrum SKZ den Kompetenzaufbau der Mitarbeitenden. Das Kursangebot umfasst Trainings zu den Themen Energiesparen in der Extrusion, Klima- und Nachhaltigkeitsmanagement, PCF-Berechnung, Nutzung von Umweltproduktdeklarationen (EPDs), Design for Circularity sowie ma\u00dfgeschneiderte Inhouse-Schulungen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><em>Das <a href=\"https:\/\/www.skz.de\/\"><strong>SKZ<\/strong><\/a> ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabh\u00e4ngiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>BU<\/strong>: Das SKZ unterst\u00fctzt die Kunststoffindustrie seit vielen Jahren mit umfangreichen Dienstleistungen zur Nachhaltigkeit. (Deemerwha studio &#8211; stock.adobe.com)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmen stehen unter wachsendem Druck, ihre Produkte und Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Regulatorische Anforderungen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":42630,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-42629","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42629"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42629\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42631,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42629\/revisions\/42631"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/42630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42629"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=42629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}