{"id":42969,"date":"2026-02-03T07:33:02","date_gmt":"2026-02-03T06:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=42969"},"modified":"2026-01-29T11:34:20","modified_gmt":"2026-01-29T10:34:20","slug":"wacker-schliesst-jahr-2025-in-schwachem-marktumfeld-im-rahmen-der-erwartungen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=42969","title":{"rendered":"WACKER schlie\u00dft Jahr 2025 in schwachem Marktumfeld im Rahmen der Erwartungen ab"},"content":{"rendered":"<section class=\"cc_press module_textBig cc_section headGroup cc_noMargin bgLightGrey\">\n<div class=\"container\">\n<div class=\"intro\">\n<div class=\"content big\">\n<ul>\n<li>Umsatz liegt bei rund 5,49 Mrd. \u20ac, EBITDA vor Sonderaufwendungen mit rund 530 Mio. \u20ac wie erwartet in der unteren Prognoseh\u00e4lfte<\/li>\n<li>Schwache Nachfrage f\u00fchrt zu geringerer Auslastung in allen Gesch\u00e4ftsbereichen; zum Teil niedrigere Absatzmengen und Preise sowie negative W\u00e4hrungseffekte belasten Umsatz und Ergebnis<\/li>\n<li>Projekt PACE in der Umsetzung, um Kosten im Produktionsumfeld und der Verwaltung global signifikant zu senken; Sonderaufwendungen in H\u00f6he von rund 100 Mio. \u20ac im 4. Quartal gebucht<\/li>\n<li>Jahresergebnis 2025 mit &#8211;<i class=\"cohesion\">800<\/i> Mio. \u20ac negativ, nach Wertberichtigungen in H\u00f6he von rund 600 Mio. \u20ac<\/li>\n<li>Netto-Cashflow aufgrund gezielter Reduzierung des Vorratsverm\u00f6gens deutlich verbessert<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Wacker Chemie AG hat das Gesch\u00e4ftsjahr 2025 angesichts des schwachen Marktumfelds bei Umsatz und Ergebnis unter den Vorjahreswerten abgeschlossen. Ausschlaggebend waren dabei eine geringere Auslastung in allen Gesch\u00e4ftsbereichen, zum Teil niedrigere Absatzmengen und Preise sowie negative W\u00e4hrungseffekte. Nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen betrug der Gesamtumsatz des Unternehmens im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr rund 5,49 Mrd. \u20ac. Das sind 4 Prozent weniger als im Jahr 2024 (5,72 Mrd. \u20ac). Das berichtete Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich nach vorl\u00e4ufigen Zahlen auf rund 430 Mio. \u20ac (2024: 744 Mio. \u20ac). Das ist ein Minus von 42 Prozent. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind neben den geringeren Absatzmengen und niedrigeren Preisen eine niedrigere Auslastung der Produktionsanlagen. Die Energiekosten in Deutschland, die im internationalen Vergleich weiterhin nicht wettbewerbsf\u00e4hig sind, haben sich zus\u00e4tzlich negativ ausgewirkt. Belastet wurde das Ergebnis zudem von einer R\u00fcckstellung in H\u00f6he von rund 100 Mio. \u20ac, die im Rahmen des laufenden Kostenprojekts PACE gebildet wurde. Vor Sonderaufwendungen lag das EBITDA entsprechend bei rund 530 Mio. \u20ac und damit 29 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Umsatz und das EBITDA vor Sonderaufwendungen liegen im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 damit im Rahmen der aktuellen Markterwartungen, die sich f\u00fcr den Konzernumsatz von WACKER im Schnitt auf 5,48 Mrd. \u20ac und f\u00fcr das EBITDA auf durchschnittlich 558 Mio. \u20ac belaufen (Quelle: Vara Research, 22. Januar 2026).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"cc_press module_textImage cc_coloredSection bgWhite cc_noMargin\">\n<div class=\"container\">\n<div class=\"module_accordion_entry panel-default\">\n<div class=\"container\">\n<div class=\"textMedia module left withImage\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"content big\">\n<p>Das vorl\u00e4ufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war aufgrund der oben beschriebenen Effekte im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 mit rund -180 Mio. \u20ac negativ (2024: 271 Mio. \u20ac). Die Abschreibungen betrugen rund 605 Mio. \u20ac und lagen damit deutlich \u00fcber dem Vorjahr (473 Mio. \u20ac), darin ist unter anderem eine Sonderabschreibung eines Gesch\u00e4ftswerts enthalten, die auch das Jahresergebnis belastet hat.<\/p>\n<p>Das Jahresergebnis 2025 liegt voraussichtlich bei &#8211;<i class=\"cohesion\">800<\/i> Mio. \u20ac (2024: 261 Mio. \u20ac). Zu ber\u00fccksichtigen sind hier eine Reihe von Wertberichtigungen, die WACKER vorgenommen hat und die sich negativ auf das Jahresergebnis auswirken. In Summe belaufen sich die Berichtigungen, die zum Jahresende 2025 wirksam wurden, voraussichtlich auf rund 600 Mio. \u20ac. Davon entfallen 310 Mio. \u20ac auf eine Wertminderung der Anteile an der Siltronic AG, deren B\u00f6rsenkurs dauerhaft unter dem gef\u00fchrten Buchwert lag. 195 Mio. \u20ac betreffen aktive latente Steuern in Deutschland, deren Werthaltigkeit nicht mehr gegeben ist. Rund 90 Mio. \u20ac ergeben sich aus der Sonderabschreibung eines Gesch\u00e4ftswerts, der im Rahmen der Akquisition des Unternehmens ADL Biopharma entstanden war.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die allgemeine Gesch\u00e4ftsentwicklung hat WACKER ein weltweites Projekt mit dem Ziel gestartet, die Kosten im Produktionsumfeld und in der Verwaltung um j\u00e4hrlich \u00fcber 300 Millionen Euro zu senken. \u201e2025 ist die chemische Industrie insbesondere in Deutschland und Europa massiv unter Druck geraten\u201c, sagt WACKER Vorstandschef Christian Hartel. \u201eDarauf m\u00fcssen wir reagieren. Wir konzentrieren uns auf Wachstum, Cash und Kosten. So haben wir im Oktober 2025 mit PACE das gr\u00f6\u00dfte Kostenprojekt in der Geschichte von WACKER gestartet. Erste Ma\u00dfnahmen sind mittlerweile in der Umsetzung.\u201c Gleichzeitig sch\u00e4rfe das Unternehmen sein Gesch\u00e4ftsmodell, f\u00fchrt Hartel weiter aus: \u201eIn unseren Chemiebereichen fokussieren wir uns auf Spezialit\u00e4ten, im Polysilicum-Gesch\u00e4ft auf den Halbleitermarkt und in unserer Life-Science-Sparte Biosolutions auf innovative Biotech-Anwendungen. Damit sind wir f\u00fcr die Zukunft gut aufgestellt, um unsere Kunden bestm\u00f6glich zu bedienen und perspektivisch weiter profitabel zu wachsen.\u201c Zugleich appelliert Hartel an die Politik: \u201eWir machen unsere Hausaufgaben. Damit die Chemiebranche am Standort Deutschland weiterhin eine Zukunft hat, muss aber auch die Politik handeln und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Wir brauchen vor allem international wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise und einen konsequenten B\u00fcrokratieabbau.\u201c<\/p>\n<h3 class=\"h3\">Investitionen, Netto-Cashflow und Nettofinanzschulden<\/h3>\n<p>Die Investitionen von WACKER im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 lagen nach vorl\u00e4ufigen Zahlen bei rund 465 Mio. \u20ac (2024: 666 Mio. \u20ac). Das sind 30 Prozent weniger als vor einem Jahr.<\/p>\n<p>Der Netto-Cashflow hat sich im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 verbessert und war mit &#8211; 5 Mio. \u20ac ann\u00e4hernd ausgeglichen (2024: -326 Mio. \u20ac). Grund f\u00fcr die Verbesserung war vor allem die deutliche Reduzierung des Vorratsverm\u00f6gens.<\/p>\n<p>Zum Stichtag 31. Dezember 2025 wies WACKER Nettofinanzschulden in H\u00f6he von rund 885 Mio. \u20ac aus (31.Dezember 2024: 691 Mio. \u20ac).<\/p>\n<h3 class=\"h3\">Gesch\u00e4ftsbereiche<\/h3>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsbereich <strong>Silicones<\/strong> erzielte nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen einen Jahresumsatz von 2,73 Mrd. \u20ac und liegt damit 3 Prozent unter dem Wert des Vorjahres (2,81 Mrd. \u20ac). Das EBITDA belief sich auf 335 Mio. \u20ac und lag mit -2 Prozent nur leicht unter dem Wert des Vorjahrs (2024: 341 Mio. \u20ac). Das EBITDA wurde durch negative Mengen-\/Mix- und W\u00e4hrungseffekte sowie durch eine geringe Auslastung der Produktionsanlagen belastet.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsbereich <strong>Polymers<\/strong> erwirtschaftete nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen einen Umsatz von 1,38 Mrd. \u20ac (2024: 1,46 Mrd. \u20ac). Das entspricht einem Minus von 6 Prozent. Das EBITDA belief sich voraussichtlich auf 160 Mio. \u20ac (2024: 194 Mio. \u20ac). Ausschlaggebend f\u00fcr dieses Minus von 18 Prozent waren geringere Volumina, negative W\u00e4hrungseffekte und niedrigere Absatzpreise.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsbereich <strong>Biosolutions<\/strong> erzielte nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen einen Umsatz von rund 360 Mio. \u20ac, ein Minus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 375 Mio. \u20ac). Das EBITDA lag mit 20 Mio. \u20ac um 43 Prozent und damit deutlich unter dem Vorjahreswert (35 Mio. \u20ac). Gr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckgang waren unter anderem ein R\u00fcckgang im Projektgesch\u00e4ft im Bereich der Biopharma-Auftragsfertigung sowie eine geringe Auslastung der Anlagen.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsbereich <strong>Polysilicon<\/strong> schloss das Gesch\u00e4ftsjahr nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen mit einem Umsatz in H\u00f6he von 885 Mio. \u20ac ab. Das ist ein Minus in H\u00f6he von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (949 Mio. \u20ac). Das EBITDA ging voraussichtlich um 50 Prozent auf rund 95 Mio. \u20ac zur\u00fcck (2024: 193 Mio. \u20ac). Gr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckgang waren vor allem niedrigere Absatzmengen f\u00fcr Solarpolysilicium, W\u00e4hrungseffekte sowie eine sehr niedrige Auslastung der Anlagen. Das Gesch\u00e4ft mit h\u00f6chstreinem Polysilicium f\u00fcr Halbleiteranwendungen hat sich dagegen sehr positiv entwickelt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wacker Chemie AG hat das Gesch\u00e4ftsjahr 2025 angesichts des schwachen Marktumfelds bei Umsatz und Ergebnis unter den Vorjahreswerten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":39351,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-42969","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42969"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42969\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42970,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42969\/revisions\/42970"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/39351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42969"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=42969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}