{"id":43633,"date":"2026-05-26T09:46:37","date_gmt":"2026-05-26T07:46:37","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=43633"},"modified":"2026-05-26T09:46:37","modified_gmt":"2026-05-26T07:46:37","slug":"globale-unsicherheit-kriege-und-us-zollpolitik-belasten-maschinenausfuhren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=43633","title":{"rendered":"Globale Unsicherheit, Kriege und US-Zollpolitik belasten Maschinenausfuhren"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Maschinenexporte sinken im ersten Quartal um 2,0 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>Wichtigste Einzelm\u00e4rkte USA und China bleiben unter Druck<\/strong><\/li>\n<li><strong>Lichtblick: Europa bleibt wichtigste Absatzregion<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Kriege, unterbrochene Lieferketten, Z\u00f6lle: Die globalen M\u00e4rkte waren zu Jahresbeginn gepr\u00e4gt von Unsicherheiten und ausbleibenden Investitionen. Dies hat L\u00f6cher in die Exportbilanz des Maschinen- und Anlagenbaus gerissen. Im ersten Quartal 2026 wurden aus Deutschland Waren im Wert von 48,9 Milliarden Euro exportiert \u2013 ein R\u00fcckgang um 2,0 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum. Preisbereinigt ergab sich ein Minus von 3,5 Prozent. W\u00e4hrend die Ausfuhren im Januar und Februar noch ein Minus von 6,6 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent zum Vorjahr verzeichneten, gelang im M\u00e4rz ein kleines Plus von 1,2 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eDas erste Quartal war gepr\u00e4gt von hoher Unsicherheit. Aktuell setzt der Krieg im Nahen Osten den Maschinen- und Anlagenbau sp\u00fcrbar unter Druck. Je l\u00e4nger der Krieg andauert, desto mehr wird sich das auch auf die globale Konjunktur auswirken \u2013 und damit auch auf unsere Exporte\u201d, sagt VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig.<\/p>\n<p><strong>USA bleiben vorn, China rutscht ab<\/strong><br \/>\nDer gr\u00f6\u00dfte Einzelmarkt waren auch im ersten Quartal die USA mit einem Exportanteil von 12,7 Prozent an den Gesamtmaschinenausfuhren. Allerdings sanken die Ausfuhren dorthin um 6,7 Prozent. Die Exporte in die USA d\u00fcrften in den n\u00e4chsten Monaten aufgrund der aktuellen Zollentwicklungen und den deutlich sp\u00fcrbaren Auswirkungen auf den Maschinen- und Anlagenbau weiterhin unter Druck bleiben, prognostiziert das Team der VDMA Volkswirtschaft und Statistik.<\/p>\n<p>Der zweitwichtigste Exportmarkt China entwickelte sich abermals entt\u00e4uschend. Besonders starker lokaler Konkurrenzdruck und unfaire Wettbewerbsbedingungen vor Ort belasten die Nachfrage nach europ\u00e4ischen Investitionsg\u00fctern \u2013 und das schon seit Jahren. Zwischen Januar und M\u00e4rz gingen die Maschinenexporte aus Deutschland nach China zweistellig um 12,0 Prozent zur\u00fcck. Zwar verblieb China mit einem Exportanteil von 7,2 Prozent immer noch auf Platz 2 in der Rangfolge der wichtigsten Ausfuhrl\u00e4nder. \u00a0Es ist aber absehbar, dass die Volksrepublik diese Position zeitnah an Frankreich (7,0 Prozent Exportanteil) verlieren wird.<\/p>\n<p><strong>Exporte nach Europa leicht im Plus<\/strong><br \/>\nDie Ausfuhren nach Europa haben sich mit einem kleinen Plus von 1,6 Prozent zuletzt leicht positiv entwickelt. Auch in die EU-L\u00e4nder, mit 46,2 Prozent Exportanteil die wichtigste Absatzregion, haben sich die Maschinenexporte im Vorjahresvergleich mit einem Plus von 1,2 Prozent gut entwickelt. Diese erfreuliche Entwicklung hatte sich bereits in den positiven Auftragseing\u00e4ngen aus den Eurol\u00e4ndern im Jahr 2025 angedeutet. Frankreich, die Niederlande (Exportanteil 4,9 Prozent) und Italien (Exportanteil 4,9 Prozent) liegen auf Platz 3, 4 und 5 im Exportranking der wichtigsten Ausfuhrl\u00e4nder. W\u00e4hrend die Ausfuhren nach Frankreich im ersten Quartal um 5,6 Prozent zulegen konnten, standen f\u00fcr die Niederlande ein Plus von 0,3 Prozent und f\u00fcr Italien ein Minus von 0,2 Prozent in den B\u00fcchern. Die beiden letztgenannten L\u00e4nder zeigten jedoch im M\u00e4rz eine positive Entwicklung (Niederlande: plus 4,0 Prozent, Italien: plus 6,0 Prozent).<\/p>\n<p>In den Schwellenl\u00e4ndern zeigten sich Licht und Schatten. Die Ausfuhren in die Mercosur-Staaten sind erwartungsgem\u00e4\u00df im ersten Quartal um 13,6 Prozent gesunken. Viele Unternehmen rechneten dort mit schrittweise sinkenden Handelshemmnissen und verschoben Investitionen beziehungsweise Lieferungen entsprechend. Auch die Exporte in den Nahen und Mittleren Osten gingen um 10,0 Prozent zur\u00fcck, wobei das Minus im M\u00e4rz aufgrund des Kriegs wenig \u00fcberraschend mit 17,9 Prozent besonders gro\u00df ausfiel. Die Ausfuhren in die an Bedeutung gewinnende Asean-Region waren mit einem kleinen Minus von 0,2 Prozent leicht r\u00fcckl\u00e4ufig. Indien war mit einem Exportwachstum von 8,5 Prozent ebenfalls ein Lichtblick (M\u00e4rz: plus 16,7 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Ausblick: Angespannte Weltlage setzt Exporte weiter unter Druck<\/strong><br \/>\nDie Weltwirtschaft w\u00e4chst zwar weiterhin robust, das Wachstum findet jedoch insbesondere in Asien und anderen Teilen der Welt statt. Ob und wie stark der europ\u00e4ische Maschinenbau davon partizipieren kann, h\u00e4ngt von vielen Einflussfaktoren ab &#8211; insbesondere, ob weitere Handelshemmnisse und zunehmender Protektionismus die exportorientierte Branche noch st\u00e4rker unter Druck setzen oder ob es gelingt, neue Handelsabkommen abzuschlie\u00dfen und bestehende Partnerschaften zu vertiefen. Dies k\u00f6nnte f\u00fcr etwas neuen Exportschwung sorgen. \u201eUnter dem Strich d\u00fcrften die Maschinenausfuhren aus Deutschland aber aufgrund der angespannten Weltlage auch in den n\u00e4chsten Monaten unter Druck bleiben, denn eine kurzfristige Entsch\u00e4rfung der Lage ist nicht in Sicht. Die Politik in Berlin und Br\u00fcssel muss daher schnellstm\u00f6glich die Rahmenbedingungen f\u00fcr den Standort verbessern, um die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Maschinenbaus und damit Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland und Europa zu sichern\u201c, fordert Uhlig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kriege, unterbrochene Lieferketten, Z\u00f6lle: Die globalen M\u00e4rkte waren zu Jahresbeginn gepr\u00e4gt von Unsicherheiten und ausbleibenden Investitionen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-43633","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43633","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43633"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43633\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43634,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43633\/revisions\/43634"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43633"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43633"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43633"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=43633"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}