{"id":43998,"date":"2026-07-29T07:20:49","date_gmt":"2026-07-29T05:20:49","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=43998"},"modified":"2026-07-24T09:23:13","modified_gmt":"2026-07-24T07:23:13","slug":"forschungsfoerderung-braucht-mehr-tempo-und-weniger-buerokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=43998","title":{"rendered":"Forschungsf\u00f6rderung braucht mehr Tempo und weniger B\u00fcrokratie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Maschinen- und Anlagenbau investiert stark in Forschung und Entwicklung, wird aber durch kleinteilige F\u00f6rderb\u00fcrokratie ausgebremst. Ein neues Positionspapier des VDMA zum angek\u00fcndigten Innovationsfreiheitsgesetz der Bundesregierung zeigt Wege auf, wie die Forschungsf\u00f6rderung optimiert werden kann. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Frankfurt, 16. Juli 2026<\/strong> \u2013 Der Maschinen- und Anlagenbau wird durch B\u00fcrokratie in seiner Innovationskraft gebremst. Bei kleinen Unternehmen k\u00f6nnen sich die B\u00fcrokratiekosten auf mehr als 6 Prozent des Umsatzes belaufen. Dies ist mehr als die durchschnittlichen Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung, die bei 4,3 Prozent liegen. Damit bindet B\u00fcrokratie, die auch aus F\u00f6rderprogrammen resultiert, jene Ressourcen, die f\u00fcr Innovation und Transfer gebraucht werden. Vor diesem Hintergrund hat sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag und in der Hightech Agenda Deutschland das Ziel gesetzt, Forschung von kleinteiliger F\u00f6rderb\u00fcrokratie zu entlasten. Abhilfe soll ein Innovationsfreiheitsgesetz schaffen.<\/p>\n<p><strong>K\u00fcrzere Antragsskizzen, digitale Prozesse und b\u00fcrokratiearme Pauschalen<\/strong><br \/>\n\u201eDie Zielrichtung f\u00fcr das Innovationsfreiheitsgesetz muss sein: Mehr Forschung und Innovation f\u00fcr jeden Euro F\u00f6rdergeld\u201c, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung des Positionspapiers. \u201eDie Forschungsf\u00f6rderung braucht weniger B\u00fcrokratie und mehr Tempo.\u201c Hohe Projektnebenkosten, aufw\u00e4ndige Antrags- und Nachweisverfahren und uneinheitliche Vorgaben senken die reale F\u00f6rderwirkung. \u201eDer Verwaltungsaufwand bindet hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte, die stattdessen produktiv f\u00fcr Forschung eingesetzt werden k\u00f6nnten\u201c, so Rauen. Verbesserungen liegen zum Beispiel in k\u00fcrzeren Antragsskizzen, durchg\u00e4ngig digitalen Prozessen und b\u00fcrokratiearmen Pauschalen, etwa bei Stundenabrechnungen und Gemeinkosten.<\/p>\n<p><strong>Flickenteppich im F\u00f6rdersystem beseitigen<\/strong><br \/>\nGro\u00dfer Aufwand in der Forschungsf\u00f6rderung entsteht f\u00fcr Unternehmen oft auch durch die kleinteilige Suche nach den richtigen Programmen und durch unterschiedliche Antragsportale. \u201eF\u00f6rderlandschaft und digitale Infrastrukturen m\u00fcssen \u00fcbersichtlicher gestaltet und geb\u00fcndelt werden\u201c, betont Rauen. \u201eEntscheidend ist, dass der Flickenteppich unterschiedlicher Systeme, Angebote und Portale beseitigt wird.\u201c Unternehmen ben\u00f6tigen einen klaren, verl\u00e4sslichen und nutzerfreundlichen Zugang zur Forschungsf\u00f6rderung. Zielbild sollte ein \u201eOne-Stop-Shop\u201c sein, der Informationen \u00fcber Programme, die Antragstellung sowie die Projektadministration auf einer zentralen, durchg\u00e4ngig digitalen Plattform b\u00fcndelt.<\/p>\n<p><strong>Ergebnistransfer in den Mittelstand st\u00e4rken<\/strong><br \/>\nDer Transfer \u00f6ffentlich gef\u00f6rderter Forschung in die Breite der Unternehmen ist bisher zu schwach ausgepr\u00e4gt. \u201eDamit aus Forschung Innovation und Markterfolg wird, muss Transfer fester Bestandteil der Projektf\u00f6rderung werden\u201c, fordert der stellvertretende VDMA-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. \u201eSonst entstehen isolierte staatliche F\u00f6rderleuchtt\u00fcrme, die am industriellen Mittelstand vorbeileuchten.\u201c Transferkonzepte sollten fester Bestandteil von F\u00f6rderprogrammen, Projektauswahl und Budgets werden. Beispielsweise wird in der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) der Transfer durch die Forschungsvereinigungen abgedeckt &#8211; ein entsprechender Mechanismus in der Projektf\u00f6rderung fehlt. Industrienahe Transferplattformen k\u00f6nnen Ergebnisse aus gef\u00f6rderter Forschung systematisch aufbereiten, verbreiten und in industrielle Anwendungen \u00fcberf\u00fchren. Zugleich machen solche Plattformen neue Forschungsbedarfe aus der Praxis fr\u00fchzeitig sichtbar.<\/p>\n<p><strong>Effizienzreserven im F\u00f6rdersystem heben<\/strong><br \/>\n\u201eDas Innovationsfreiheitsgesetz bietet die Chance, Forschungsf\u00f6rderung st\u00e4rker auf Wirksamkeit auszurichten: Weniger administrative Lasten, schnellere Verfahren, mehr Flexibilit\u00e4t und ein st\u00e4rkerer Transfer in die industrielle Breite\u201c, res\u00fcmiert Rauen. \u201eIn Zeiten knapper Kassen und eines rasanten globalen Technologiewettlaufs m\u00fcssen alle Effizienzreserven im System gehoben werden.\u201c Die Forschungsf\u00f6rderung sollte sich an der Realit\u00e4t industrieller Forschung orientieren und nicht umgekehrt.<\/p>\n<p>Das VDMA-Positionspapier steht unter dem Leitmotiv \u201eEntb\u00fcrokratisieren, Dynamisieren und wirksam Transferieren\u201c und speist sich direkt aus der Praxis des Maschinen- und Anlagenbaus: Unternehmen des VDMA-Ausschusses Forschung und Innovation haben zahlreiche Problemstellungen und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge, ausgehend von eigenen Erfahrungen, eingebracht.<\/p>\n<p>Das Positionspapier mit den zentralen Hemmnissen und Vorschl\u00e4gen finden Sie <a href=\"https:\/\/vdma.eu\/documents\/d\/group-34568\/pp_innovationsfreiheitsgesetz_forschung-und-innovation-entburokratisieren-dynamisieren-und-wirksam-transferieren-1\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Maschinen- und Anlagenbau investiert stark in Forschung und Entwicklung, wird aber durch kleinteilige F\u00f6rderb\u00fcrokratie ausgebremst&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-43998","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43998","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43998"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43998\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43999,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43998\/revisions\/43999"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43998"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=43998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}