{"id":44041,"date":"2026-08-05T07:24:20","date_gmt":"2026-08-05T05:24:20","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=44041"},"modified":"2026-07-30T11:25:45","modified_gmt":"2026-07-30T09:25:45","slug":"basf-staerkt-position-im-markt-und-macht-grosse-fortschritte-bei-restrukturierungen-und-portfoliomassnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=44041","title":{"rendered":"BASF st\u00e4rkt Position im Markt und macht gro\u00dfe Fort\u00adschritte bei Restruk\u00adturierungen und Portfolio\u00adma\u00df\u00adnahmen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Ergebnissteigerung gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal in fast allen Segmenten<\/strong><\/li>\n<li><strong>Prognose f\u00fcr Gesamtjahr 2026 angehoben: EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen zwischen 6,9\u00a0Milliarden<\/strong>\u00a0<strong>Euro und 7,7<\/strong>\u00a0<strong>Milliarden<\/strong>\u00a0<strong>Euro erwartet <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>BASF konnte im zweiten Quartal 2026 in fast allen Segmenten das Ergebnis steigern. Dazu haben h\u00f6here Preise ebenso beigetragen wie h\u00f6here Mengen. \u201eWir haben die Position von BASF im Markt weiter gest\u00e4rkt und gro\u00dfe Fortschritte bei unseren Restrukturierungsma\u00dfnahmen sowie bei der Weiterentwicklung unseres Portfolios erzielt\u201c, sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Kamieth bei der Vorstellung der Unternehmenszahlen zum ersten Halbjahr, gemeinsam mit Finanzvorstand Dr. Dirk Elvermann. Die BASF\u00ad-Gruppe hat bereits am 15. Juli 2026 vorl\u00e4ufige Zahlen f\u00fcr das zweite Quartal 2026 vorgelegt, da das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von 2,4 Milliarden Euro die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten deutlich \u00fcbertroffen hatte. Den Ergebnisausblick f\u00fcr das Gesamtjahr 2026 hat BASF angehoben.<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsentwicklung der BASF-Gruppe im zweiten Quartal 2026<\/strong><\/p>\n<p>Der <strong>Umsatz<\/strong> der BASF-Gruppe lag im zweiten Quartal 2026 mit 17,2 Milliarden Euro um 2,4 Milliarden Euro \u00fcber dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der erhebliche Preisanstieg (plus 11,5 Prozent) und das Mengenwachstum (plus 7,3\u00a0Prozent) waren hierf\u00fcr ausschlaggebend. Der Preisanstieg wurde von den Segmenten Chemicals, Surface Technologies, Materials sowie Industrial Solutions gepr\u00e4gt; die Preise von Agricultural Solutions und Nutrition &amp; Care gingen zur\u00fcck. In nahezu allen Segmenten stiegen die Mengen, nur das Segment Surface Technologies verzeichnete einen leichten Absatzr\u00fcckgang. W\u00e4hrungseinfl\u00fcsse belasteten den Umsatz aller Segmente.<\/p>\n<p>Das Ergebnis der Betriebst\u00e4tigkeit vor Abschreibungen und Sondereinfl\u00fcssen <strong>(EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen) <\/strong>verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 854 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro. Ma\u00dfgeblich hierf\u00fcr war der deutliche Ergebnisanstieg von Materials, Chemicals und Industrial Solutions, haupts\u00e4chlich aufgrund von verbesserten Deckungsbeitr\u00e4gen. Agricultural Solutions und Nutrition &amp; Care verzeichneten jeweils einen leichten Ergebnisanstieg. Im Segment Surface Technologies sank das Ergebnis deutlich infolge h\u00f6herer Fixkosten. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von Sonstige stieg deutlich \u00fcber das Niveau des Vorjahresquartals.<\/p>\n<p>Das <strong>EBITDA<\/strong> stieg auf 2,0 Milliarden Euro nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Im EBITDA fielen im zweiten Quartal 2026 Sondereinfl\u00fcsse in H\u00f6he von minus 484 Millionen Euro an. Sonderaufwendungen ergaben sich insbesondere im Zusammenhang mit Restrukturierungsma\u00dfnahmen, vor allem mit dem vorangetriebenen Kosteneinsparprogramm am Standort Ludwigshafen, sowie mit der Einf\u00fchrung neuer ERP-Systeme.<\/p>\n<p>Das <strong>EBIT<\/strong> betrug 937 Millionen Euro und lag 542 Millionen Euro \u00fcber dem Wert des Vorjahresquartals. Das <strong>Ergebnis vor Ertragsteuern <\/strong>belief sich auf 780\u00a0Millionen\u00a0Euro, und lag damit 560 Millionen Euro \u00fcber dem Wert des Vorjahresquartals.<\/p>\n<p>Das <strong>Ergebnis nach Steuern<\/strong> erh\u00f6hte sich deutlich auf 4,2 Milliarden Euro, nach 108 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Hierin enthalten war der Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn in H\u00f6he von 3,5\u00a0Milliarden Euro nach Steuern aus dem Verkauf des Coatings-Gesch\u00e4fts an Carlyle. Das <strong>Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen <\/strong>lag bei 4,1\u00a0Milliarden Euro nach 79\u00a0Millionen Euro im Vorjahresquartal.<\/p>\n<p>Der <strong>Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit <\/strong>betrug im zweiten Quartal 524 Millionen Euro und lag damit um 1,1 Milliarden Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr den R\u00fcckgang war die h\u00f6here Mittelbindung im Umlaufverm\u00f6gen, unter anderem aus einer um 654 Millionen Euro gestiegenen Mittelbindung in den Vorr\u00e4ten infolge h\u00f6herer Rohstoffpreise sowie einer Mittelbindung in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zu einer Mittelfreisetzung im Vorjahresquartal, die sich mit 843 Millionen Euro negativ auf den Cashflow auswirkte. Der <strong>Cashflow aus Investitionst\u00e4tigkeit <\/strong>betrug 5,5\u00a0Milliarden\u00a0Euro im zweiten Quartal 2026, nach minus 1,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr den Anstieg war die nach Abzug abgegebener Barmittel aus dem Verkauf von Coatings resultierende Kaufpreiszahlung in H\u00f6he von 5,6 Milliarden Euro. Dar\u00fcber hinaus ergaben sich aus der Ver\u00e4u\u00dferung von Anteilen an Harbour Energy Einzahlungen in H\u00f6he von 522 Millionen Euro im zweiten Quartal 2026. Die Auszahlungen f\u00fcr immaterielle Verm\u00f6genswerte und Sachanlagen verringerten sich um 340 Millionen Euro, insbesondere im Zusammenhang mit dem Verbundstandort in Zhanjiang. Der <strong>Free Cashflow<\/strong> lag im zweiten Quartal 2026 bei minus 189 Millionen Euro und sank damit um 721\u00a0Millionen\u00a0Euro unter das Niveau des Vorjahresquartals.<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsentwicklung der BASF-Gruppe im ersten Halbjahr 2026<\/strong><\/p>\n<p>Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 stieg der <strong>Umsatz <\/strong>der BASF-Gruppe um 1,9\u00a0Milliarden Euro auf 33,2 Milliarden Euro, insbesondere aufgrund von positiven Mengen- und Preiseinfl\u00fcssen. Die Mengen stiegen um 5,7\u00a0Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum, die Preise um 4,8\u00a0Prozent. W\u00e4hrungseinfl\u00fcsse belasteten den Umsatz aller Segmente.<\/p>\n<p>Das <strong>EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen<\/strong> der BASF-Gruppe verbesserte sich im ersten Halbjahr 2026 um 715 Millionen Euro auf 4,8 Milliarden Euro. Ma\u00dfgeblich hierf\u00fcr war der deutliche Ergebnisanstieg der Segmente Materials, Industrial Solutions, Chemicals sowie Surface Technologies. Das <strong>EBITDA<\/strong> verbesserte sich auf 4,2\u00a0Milliarden Euro, nach 3,4 Milliarden Euro in der Vorjahresperiode.<\/p>\n<p>Das <strong>EBIT<\/strong> lag mit 2,2 Milliarden Euro um 644 Millionen Euro \u00fcber dem Wert der Vorjahresperiode. Das <strong>Ergebnis vor Ertragsteuern<\/strong> erh\u00f6hte sich im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 645 Millionen Euro auf 1,9\u00a0Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Das <strong>Ergebnis nach Steuern<\/strong> erh\u00f6hte sich deutlich auf 5,1 Milliarden Euro, nach 945 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hierin enthalten war der Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn in H\u00f6he von 3,5\u00a0Milliarden Euro nach Steuern aus dem Verkauf von Coatings an Carlyle. Das <strong>Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen <\/strong>belief sich auf 5,1\u00a0Milliarden\u00a0Euro nach 887\u00a0Millionen\u00a0Euro im Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Der <strong>Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit <\/strong>betrug im ersten Halbjahr 2026 minus\u00a0273\u00a0Millionen Euro und lag damit um 876 Millionen Euro unter dem Wert der Vorjahresperiode. Der <strong>Cashflow aus Investitionst\u00e4tigkeit <\/strong>betrug 5,1\u00a0Milliarden\u00a0Euro im ersten Halbjahr 2026, nach minus 1,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend f\u00fcr den Anstieg war die nach Abzug abgegebener Barmittel aus dem Verkauf von Coatings resultierende Kaufpreiszahlung in H\u00f6he von 5,6\u00a0Milliarden Euro. Die Einzahlungen aus der Ver\u00e4u\u00dferung von Anteilen an Harbour Energy wirkten sich mit 831 Millionen Euro ebenfalls positiv aus. Die Auszahlungen f\u00fcr immaterielle Verm\u00f6genswerte und Sachanlagen verringerten sich gegen\u00fcber der Vorjahresperiode um 578\u00a0Millionen\u00a0Euro, vor allem im Zusammenhang mit dem Verbundstandort in Zhanjiang. Der <strong>Free Cashflow<\/strong> lag im ersten Halbjahr 2026 bei minus\u00a01,6\u00a0Milliarden\u00a0Euro, nach minus 1,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfe Fortschritte bei der \u201eWinning Ways\u201c-Strategie erzielt<\/strong><\/p>\n<p>Im Februar hatte BASF die Priorit\u00e4ten f\u00fcr 2026 vorgestellt. \u201eWir kommen dabei sehr gut voran und setzen unsere \u201aWinning Ways\u2018-Strategie erfolgreich um\u201c, sagte Kamieth: \u201eWir haben unsere Kosten gesenkt, die Investitionsausgaben reduziert und die Auslastung unserer Anlagen erh\u00f6ht. Unser Team in Zhanjiang hat den neuen Verbundstandort erfolgreich angefahren. Und wir sind bei unseren wertsteigernden Portfolio-Ma\u00dfnahmen mit dem Verkauf unserer Coatings-Aktivit\u00e4ten einen entscheidenden Schritt weiter.\u201c<\/p>\n<p>BASF verbessert ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit konsequent. Kamieth: \u201eWir haben das Tempo noch einmal erh\u00f6ht, um unsere Organisation schlanker und effizienter aufzustellen. Im ersten Halbjahr 2026 haben wir mehr Stellen abgebaut als in den beiden Vorjahren zusammen.\u201c Von Januar 2024 bis Ende Juni 2026 hat BASF die Zahl der Mitarbeitenden weltweit um rund 7.000 reduziert. Darin nicht enthalten sind Personalr\u00fcckg\u00e4nge infolge von Devestitionen sowie der Personalaufbau am Verbundstandort in Zhanjiang. Zudem senkte das Unternehmen im Mai 2026 die Zahl der Vollzeitstellen (FTE) bei BASF\u00a0SE in Ludwigshafen erstmals seit dem Jahr 1954 auf unter 30.000. \u201eDies ist ein wichtiger und notwendiger Schritt, um den Standort wieder wettbewerbsf\u00e4hig zu machen\u201c, so\u00a0Kamieth.<\/p>\n<p>Auch bei der notwendigen Restrukturierung der Anlagen in Ludwigshafen wurde viel erreicht. Seit 2024 ist der Anteil hoch wettbewerbsf\u00e4higer Produktionseinheiten am Standort von 78 Prozent auf 88 Prozent gestiegen. Au\u00dferdem hat sich die Auslastung der Anlagen durch Lieferunterbrechungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten verbessert.<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2026 f\u00fcr die BASF-Gruppe<\/strong><\/p>\n<p>BASF hat ihre Annahmen zu den weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr das Jahr 2026 wie folgt angepasst (bisherige Annahmen aus dem BASF-Bericht 2025 in Klammern):<\/p>\n<ul>\n<li>Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,5 Prozent (2,7 Prozent)<\/li>\n<li>Wachstum der Industrieproduktion: 2,0 Prozent (2,3 Prozent)<\/li>\n<li>Wachstum der Chemieproduktion: 1,8 Prozent (2,4 Prozent)<\/li>\n<li>US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,17 US-Dollar\/Euro\u00a0(1,20 US-Dollar\/Euro)<\/li>\n<li>\u00d6lpreis der Sorte Brent von 80 US$\/Barrel im Jahresdurchschnitt\u00a0(65 US-Dollar\/Barrel)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die im BASF-Bericht 2025 ver\u00f6ffentlichte Prognose f\u00fcr das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen der BASF-Gruppe f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2026 wurde vor dem Hintergrund der besser als erwarteten Gesch\u00e4ftsentwicklung angepasst (bisherige Prognose aus dem BASF-Bericht 2025 in Klammern):<\/p>\n<ul>\n<li>EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen zwischen 6,9 Milliarden Euro und 7,7\u00a0Milliarden\u00a0Euro (6,2 Milliarden Euro bis 7,0 Milliarden Euro)<\/li>\n<li>Free Cashflow zwischen 1,5 Milliarden Euro und 2,3 Milliarden Euro (unver\u00e4ndert)<\/li>\n<li>CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zwischen 17,2 Millionen Tonnen und 18,2 Millionen Tonnen (unver\u00e4ndert)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BASF konnte im zweiten Quartal 2026 in fast allen Segmenten das Ergebnis steigern. 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