{"id":44183,"date":"2026-08-24T06:22:35","date_gmt":"2026-08-24T04:22:35","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=44183"},"modified":"2026-08-21T10:24:28","modified_gmt":"2026-08-21T08:24:28","slug":"maschinenaussenhandel-deutschland-1-halbjahr-2026-starker-juni-begrenzt-exportminus-im-maschinenbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=44183","title":{"rendered":"Maschinenau\u00dfenhandel Deutschland 1. Halbjahr 2026: Starker Juni begrenzt Exportminus im Maschinenbau"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Ausfuhren sinken um 0,8 Prozent auf 99,3 Milliarden Euro<\/strong><\/li>\n<li><strong>Einfuhren steigen um 2,2 Prozent auf 47,9 Milliarden Euro<\/strong><\/li>\n<li><strong>EU und USA leicht im Plus, China deutlich im Minus<\/strong><\/li>\n<li><strong>Lichtblicke au\u00dferhalb Europas: Indien und Kanada<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Exportbilanz des ersten Halbjahrs 2026 f\u00e4llt f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland durchwachsen aus. Die Ausfuhren sanken\u00a0nominal um 0,8 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr, preisbereinigt um 2,5 Prozent. Insgesamt wurden Maschinen und Anlagen im Wert von 99,3 Milliarden Euro exportiert.\u00a0Die Maschinenimporte stiegen im gleichen Zeitraum um nominal 2,2 Prozent auf 47,9 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>\u201eGeopolitische Spannungen, die US-Zollpolitik und das weiterhin schwache Chinagesch\u00e4ft haben die Maschinenausfuhren im ersten Halbjahr belastet. Ein weitgehend stabiles zweites Quartal und insbesondere das kr\u00e4ftige Exportplus von 6,8 Prozent im Juni begrenzten das Halbjahresminus jedoch auf 0,8 Prozent\u201c, kommentiert VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig die Halbjahresbilanz der Exporte.<\/p>\n<p><strong>Regionale Entwicklung: USA stabil, China schwach, EU uneinheitlich<\/strong><br \/>\nIm Exportgesch\u00e4ft in die USA bremsten die US-Zollpolitik und der starke Euro sp\u00fcrbar. Dennoch konnten die Ausfuhren in die USA im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent zulegen, was auch auf eine Stabilisierung der Exporte im zweiten Quartal zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Ein anderes Bild zeigt sich bei den Ausfuhren nach China, die Exporte dorthin brachen um 13,8 Prozent ein. Die Europ\u00e4ische Union entwickelte sich ebenfalls besser als der Durchschnitt und konnte mit einem kleinen Plus von 1,3 Prozent ein stabiles Ergebnis erzielen. Auch hier ist das insgesamt positive Ergebnis auf ein positives Quartalsende zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Innerhalb der EU zeigte sich jedoch ein uneinheitliches Bild: Frankreich und die Niederlande, auf den Pl\u00e4tzen 3 und 5 der wichtigsten Ausfuhrl\u00e4nder, legten um 3,6 beziehungsweise 5,1 Prozent zu. Das auf Platz 4 der Rangliste liegende Italien musste einen leichten R\u00fcckgang von 0,5 Prozent verkraften. Mit einem Exportanteil von 45,9 Prozent blieb die EU die wichtigste Absatzregion f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland.<\/p>\n<p>Das sonstige Europa hat einen Exportanteil von 12,8 Prozent und konnte ebenfalls ein leichtes Plus von 0,5 Prozent im Vorjahresvergleich verbuchen. Unter den Einzelm\u00e4rkten lagen die USA mit einem Anteil von 13,1 Prozent weiter an der Spitze, gefolgt von China (7,1 Prozent) und Frankreich (6,9 Prozent). Bei den Importen aus den Top-10-Lieferl\u00e4ndern konnten Frankreich (plus 8,5 Prozent), China (plus 8,0 Prozent) und \u00d6sterreich (plus 4,7 Prozent) besonders stark zulegen.<\/p>\n<p>Lichtblicke innerhalb der EU sind insbesondere die Ausfuhren nach D\u00e4nemark (plus 22,5 Prozent) und Schweden (plus 11,4 Prozent). Au\u00dferhalb Europas stachen vor allem Indien (plus 11,1 Prozent) und Kanada (plus 10,0 Prozent) mit zweistelligen Wachstumsraten positiv hervor.<\/p>\n<p><strong>Ausblick verhalten \u2013 Unsicherheiten belasten<\/strong><br \/>\nDie Aussichten f\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte bleiben unsicher. Die milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen in der Golfregion belasten die Weltkonjunktur, im US-Gesch\u00e4ft wirken Z\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumderivate sowie drohende neue Zollschocks bremsend. Im China-Gesch\u00e4ft d\u00fcrfte sich der seit 2022 anhaltende Exportr\u00fcckgang fortsetzen. Der Markt verliert folglich f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland weiter an Gewicht. Dennoch bleibt China wegen seines weiterhin gro\u00dfen Anteils einer der zentralen Exportm\u00e4rkte. Der schwache Auftragseingang aus den Eurol\u00e4ndern d\u00e4mpft die Aussichten innerhalb der EU.<\/p>\n<p>\u201eHandels- und geopolitische Unsicherheiten bleiben eine Belastung f\u00fcr das Exportgesch\u00e4ft. Die j\u00fcngste Erholung der Ausfuhren in die USA steht weiterhin unter dem Vorbehalt einer unsicheren Zollpolitik. In China d\u00e4mpfen die schwache Nachfrage und der wachsende Wettbewerbsdruck die Absatzperspektiven. Zugleich versch\u00e4rft die zunehmende Pr\u00e4senz chinesischer Anbieter auf den Weltm\u00e4rkten den Wettbewerb. Um die Exportm\u00e4rkte breiter aufzustellen, braucht die Industrie z\u00fcgig weitere Freihandelsabkommen und einen leistungsf\u00e4higeren europ\u00e4ischen Binnenmarkt\u201c, res\u00fcmiert Uhlig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Exportbilanz des ersten Halbjahrs 2026 f\u00e4llt f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland durchwachsen aus. 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