{"id":44264,"date":"2026-09-10T07:18:03","date_gmt":"2026-09-10T05:18:03","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=44264"},"modified":"2026-09-04T12:19:36","modified_gmt":"2026-09-04T10:19:36","slug":"fuer-einen-kleinen-co2-fussabdruck-mit-hoechster-kosteneffizienz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=44264","title":{"rendered":"F\u00fcr einen kleinen CO2-Fu\u00dfabdruck \u2013 mit h\u00f6chster Kosteneffizienz"},"content":{"rendered":"<p>WITTMANN Gruppe auf der Fakuma 2026<\/p>\n<p><strong>Leicht, materialsparend, energieeffizient \u2013 und aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR). Genau solche Anwendungen bringen die Kreislaufwirtschaft nach vorne. Wie sich Nachhaltigkeit mit einer hohen Wirtschaftlichkeit vereinen l\u00e4sst, demonstriert die WITTMANN Gruppe auf der Fakuma 2026 vom 12. bis 16. Oktober in Friedrichshafen mit der Herstellung von stapelbaren Pflanzgef\u00e4\u00dfen. Die Produktionszelle spart Platz, Energie und Material ein und reduziert damit die St\u00fcckkosten. Smart Choices, Smart Savings \u2013 so hei\u00dft es bei WITTMANN auf der Fakuma 2026.<\/strong><\/p>\n<p>Die SmartPower Spritzgie\u00dfmaschine mit 300 Tonnen Schlie\u00dfkraft arbeitet mit einem Werkzeug von Schicktanz und der Cellmould Schaumspritzgie\u00dftechnologie. Verarbeitet wird ein Recycling-Polypropylen von Borouge, das aus Post-Consumer-Sammlungen stammt. Auf diese Weise punkten die Pflanzgef\u00e4\u00dfe, die \u00fcber das F\u00f6rderband die integrierte Produktionszelle verlassen, mit einem besonders kleinen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck. Hierzu tragen die fossilfreie Rohstoffquelle und die sehr hohe Energieeffizienz der servohydraulischen SmartPower Spritzgie\u00dfmaschine ebenso bei wie das physikalische Sch\u00e4umen mittels Cellmould. Im Cellmould Verfahren von WITTMANN wird beim Plastifizieren Stickstoffgas in die Kunststoffschmelze injiziert, das beim Einspritzen der Schmelze in die Kavit\u00e4t entweicht. Auf diese Weise entsteht eine mikrozellul\u00e4re Schaumstruktur im Inneren des Bauteils. Es wird weniger Rohmaterial ben\u00f6tigt und das Bauteilgewicht sinkt. In vielen F\u00e4llen weisen im Schaumspritzguss produzierte Bauteile bessere mechanische Eigenschaften auf als kompakt produzierte Teile. Da beim Schaumspritzgie\u00dfen gegen\u00fcber dem Kompaktspritzguss ein geringerer Einspritzdruck ausreicht und zudem die Schlie\u00dfkraft reduziert werden kann, sinkt der Energieaufwand.<\/p>\n<p>Ein weiteres Augenmerk bei der Entwicklung der Cellmould Technologie lag auf der sehr einfachen Anwendbarkeit. So l\u00e4sst sich der gesamte Prozess \u00fcber die B8X Steuerung der Spritzgie\u00dfmaschine bedienen. Der Anwender bleibt innerhalb der gewohnten WITTMANN Steuerungslogik, die ein sehr intuitives Arbeiten unterst\u00fctzt.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>PCR sicher im Schaumspritzguss verarbeiten<\/strong><\/p>\n<p>In umfangreichen Versuchsreihen konnte WITTMANN zeigen, dass sich recycelte Kunststoffmaterialien ebenso effizient und stabil im Cellmould Verfahren verarbeiten lassen wie Neuware. Die Herstellung der Pflanzgef\u00e4\u00dfe auf der Fakuma 2026 belegt die hohe Pr\u00e4zision und Ma\u00dfhaltigkeit beim Verarbeiten des Recycling-PPs. Die hohe Abformpr\u00e4zision ist hier besonders wichtig, damit sich die Pflanzgef\u00e4\u00dfe zum Gestalten vertikaler Gartenelemente stabil stapeln lassen. Geometrische Abweichungen w\u00fcrden schnell zu Ausschuss f\u00fchren. Da sich das Stickstoffgas beim Ausdehnen der Schmelze innerhalb der Kavit\u00e4t quasi explosionsartig verteilt, werden mittels Cellmould auch geometrisch anspruchsvolle Formen mit sehr kleinen Wanddickenbereichen und Hinterschnitten zuverl\u00e4ssig gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>WITTMANN hat gezielt f\u00fcr das physikalische Sch\u00e4umen eine eigene Plastifiziereinheit entwickelt. Die patentierte Cellmould 3-Zonen-Schnecke wird f\u00fcr alle Anwendungen im eigenen Haus produziert. Sie eignet sich f\u00fcr ein breites Spektrum an Kunststoffmaterialien und f\u00fchrt auch bei schwer homogenisierbaren Polymeren zu einer reproduzierbaren Bauteilqualit\u00e4t. Die einzelnen Zonen der Schnecke lassen sich unabh\u00e4ngig voneinander austauschen, was Instandhaltungsarbeiten einfacher und kosteng\u00fcnstiger macht.<\/p>\n<p>Einen weiteren Beitrag zur Reduktion von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen leistet N<sub>2<\/sub>easy. Die Stickstoffgaserzeugungsanlagen aus der eigenen Entwicklung und Produktion von WITTMANN gewinnen den Stickstoff aus der Umgebungsluft und k\u00f6nnen das Gas bei Bedarf mehreren Verbrauchern gleichzeitig zur Verf\u00fcgung stellen. N<sub>2<\/sub>easy rechnet sich bereits ab einem Stickstoffverbrauch von einer Gasflasche am Tag. Damit ersetzt die WITTMANN Entwicklung die aufw\u00e4ndige N<sub>2<\/sub>-Logistik \u00fcber die Stra\u00dfe.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Inline-Thermografie best\u00e4tigt Qualit\u00e4tskonstanz<\/strong><\/p>\n<p>Die Pflanzgef\u00e4\u00dfe werden von einem WITTMANN Linearroboter vom Typ WX142 entformt, einer vollautomatisierten 100-Prozent-Qualit\u00e4tspr\u00fcfung zugef\u00fchrt und die Gutteile auf dem F\u00f6rderband abgelegt. Die Qualit\u00e4tskontrolle erfolgt mittels Inline-Thermografie, die die Infrarotstrahlung der Bauteile in W\u00e4rmebilder umwandelt. Wurde die Thermografie lange Zeit zur manuellen Qualit\u00e4tskontrolle eingesetzt, erlauben es die moderne Kameratechnik und Bildverarbeitung die thermografische Bauteilpr\u00fcfung inline in den Prozess zu integrieren. Die<br \/>\nInfrarotkamera ist hierf\u00fcr auf dem Z-Tr\u00e4ger des Roboters montiert. Jedes aufgenommene Bild wird von der Software mit dem hinterlegten Referenzbild verglichen. Von den Sollvorgaben abweichende Bauteile werden \u00fcber eine Qualit\u00e4tsweiche ausgeschleust. Das W\u00e4rmebild gibt Auskunft sowohl \u00fcber die Oberfl\u00e4chenhomogenit\u00e4t als auch die internen Strukturen. Auf diese Weise l\u00e4sst sich die Qualit\u00e4t des Sch\u00e4umprozesses beurteilen.<\/p>\n<p><strong>Auf sehr kleiner Stellfl\u00e4che<\/strong><\/p>\n<p>Ausgef\u00fchrt als FlexCell primus, bilden Roboter, F\u00f6rderband und Schutzeinhausung eine feste Einheit. Die von WITTMANN entwickelten FlexCell Automatisierungszellen basieren auf einem standardisierten Konzept und sind dennoch sehr flexibel. Alle Automatisierungskomponenten haben in der FlexCell ihren festen Platz und sind sicher umschlossen. Die Zellen sind modular erweiterbar.<\/p>\n<p>Da die Zellen direkt an die Spritzgie\u00dfmaschine andocken und die Produktion bei offener Maschinenschutzt\u00fcr erlauben, kann die Automatisierung besonders nah an das Werkzeug heranr\u00fccken und damit den Platzbedarf der gesamten Arbeitszelle reduzieren. Die Automatisierungszellen FlexCell sind in drei Ausf\u00fchrungen erh\u00e4ltlich. In der hier pr\u00e4sentierten Primus Ausf\u00fchrung ist die Schutzeinhausung auf dem F\u00f6rderband montiert und ben\u00f6tigt keine separate Stellfl\u00e4che. Sie l\u00e4sst sich mitsamt dem F\u00f6rderband sehr einfach zur Seite wegschieben und bietet jederzeit freien Zugang zum Werkzeugraum.<\/p>\n<p>Aufgrund des standardisierten Aufbaus zeichnen sich die FlexCell Automatisierungszellen durch kurze Lieferzeiten und ein sehr gutes Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis aus. Sie sind kompatibel mit Spritzgie\u00dfmaschinen aller Marken und k\u00f6nnen in bestehenden Produktionen nachger\u00fcstet werden.<\/p>\n<p><strong>WITTMANN auf der Fakuma 2026: Halle B1, Stand 1204<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leicht, materialsparend, energieeffizient \u2013 und aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR). 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