{"id":44587,"date":"2026-10-23T06:31:08","date_gmt":"2026-10-23T04:31:08","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=44587"},"modified":"2026-10-16T12:35:06","modified_gmt":"2026-10-16T10:35:06","slug":"kunststoffrecycling-im-automobilbau-zf-gewinnt-materialica-award","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=44587","title":{"rendered":"Kunststoffrecycling im Automobilbau: ZF gewinnt MATERIALICA Award"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Vom Altteil zur neuen Stabilisator-Anbindung: Projektteam testet erfolgreich den Einsatz von Polyamid 6 aus ausgedienten ZF-Getriebe\u00f6lwannen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Seriennahe Erprobung auf bestehenden ZF-Produktionsanlagen best\u00e4tigt technische Verarbeitbarkeit des aufbereiteten Materials<\/strong><\/li>\n<li><strong>Technologiekonzern verantwortet im Projekt Materialauswahl, Bauteilkonzept, Fertigungsversuche und die seriennahe Validierung<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Gemeinsam mit BASF und Mercedes-Benz hat ZF gezeigt, wie Polyamid 6 (PA6) aus ausgedienten Getriebe\u00f6lwannen zu einem neuen, technisch anspruchsvollen Fahrwerkbauteil wird. Das Ergebnis: ein Stabilizer Link \u2013 eine Stabilisator-Anbindung f\u00fcr das Fahrwerk \u2013 aus hochwertigem Polyamid 6, dessen Polymeranteil zu 100 Prozent aus Rezyklat besteht. F\u00fcr die im Projekt geleistete Forschung ist ZF nun mit dem MATERIALICA Award 2026 in der Kategorie \u201eCO2-Efficiency\u201c ausgezeichnet worden.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir konnten im Projekt zeigen, dass Kreislaufwirtschaft im Automobilbau m\u00f6glich ist \u2013 ohne Kompromisse bei Qualit\u00e4t oder Performance. Die Auszeichnung w\u00fcrdigt diesen Erfolg\u201c, sagt Dr. Michael Lohrmann, Leiter des Bereichs Werkstofftechnik bei ZF.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt waren gebrauchte ZF-Getriebe\u00f6lwannen, welche bisher als kontaminierter Abfall behandelt werden. Es handelt sich um Bauteile aus Fahrzeugen, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben und nicht mehr im regul\u00e4ren Betrieb verwendet werden \u2013 sogenannte End-of-Life-Fahrzeugkomponenten (EoL). Die Teile wurden bei BASF depolymerisiert, also in ihre Ausgangsbausteine zerlegt, aufgereinigt und zu einem hochwertigen Kunststoffmaterial verarbeitet. Die Auswahl des passenden Materialsystems sowie die Festlegung des Demonstratorbauteils erfolgten am ZF-Kunststofftechnologiezentrum in Dielingen in Kooperation mit dem Bereich \u201eMaterials Technology\u201c, einer Einheit der zentralen Forschung und Entwicklung in Friedrichshafen. Dort wurden auch vergleichende Fertigungsversuche durchgef\u00fchrt, bei denen das recycelte Material mit dem standardm\u00e4\u00dfigen Material von BASF an Probek\u00f6rpern getestet wurde.<\/p>\n<p>Die seriennahe Erprobung des Materials an der Stabilisator-Anbindung \u2013 einem Bauteil f\u00fcr den Kunden Mercedes-Benz \u2013 best\u00e4tigte die technische Machbarkeit und die hohe Qualit\u00e4t des Rezyklats: \u201eDamit haben wir mit unseren Projektpartnern einen konkreten werkstofflichen Kreislauf von einem ZF-Altteil zu einer neuen ZF-Fahrwerkkomponente erprobt\u201c, sagt Lohrmann.<\/p>\n<p><strong>Starke Partnerschaften als Erfolgsfaktor<\/strong><br \/>\nDas ausgezeichnete Projekt ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit von ZF mit BASF und Mercedes-Benz. Gemeinsam konnten erstmals reale Automobilbauteile aus recyceltem PA6 entwickelt und im Pilotma\u00dfstab erfolgreich validiert werden. ZF verantwortete die Auswahl des Materialsystems und des Demonstratorbauteils sowie Fertigungsversuche und die seriennahe Erprobung. BASF \u00fcbernahm die Depolymerisation und Aufbereitung des Polyamids. Die Stabilisator-Anbindung wurde f\u00fcr die Anwendung bei Mercedes-Benz untersucht. Das Projekt zeigt, wie innovative Recyclingtechnologien und industrie\u00fcbergreifende Kooperationen die Kreislaufwirtschaft f\u00fcr technische Kunststoffe voranbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit BASF und Mercedes-Benz hat ZF gezeigt, wie Polyamid 6 (PA6) aus ausgedienten Getriebe\u00f6lwannen zu einem neuen, technisch anspruchsvollen Fahrwerkbauteil&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":44588,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-44587","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44587"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44589,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44587\/revisions\/44589"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/44588"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44587"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=44587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}