{"id":44668,"date":"2026-11-05T07:02:18","date_gmt":"2026-11-05T06:02:18","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=44668"},"modified":"2026-10-30T11:03:26","modified_gmt":"2026-10-30T10:03:26","slug":"auslandsmaerkte-maschinenbau-indien-bleibt-spitzenreiter-usa-deutlich-verbessert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=44668","title":{"rendered":"Auslandsm\u00e4rkte Maschinenbau: Indien bleibt Spitzenreiter, USA deutlich verbessert"},"content":{"rendered":"<p>VDMA Business Climate Survey, zweites Halbjahr 2026<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Indien mit bester Gesch\u00e4ftslage und st\u00e4rkstem Ausblick<\/strong><\/li>\n<li><strong>USA mit deutlich verbesserter Gesch\u00e4ftslage und ausgepr\u00e4gt positiven Erwartungen<\/strong><\/li>\n<li><strong>China aktuell verhalten, aber mit zuversichtlicherem Ausblick<\/strong><\/li>\n<li><strong>Brasilien operativ weiter unter Druck<\/strong><\/li>\n<li><strong>Unternehmen in Indien und USA planen deutlichen Besch\u00e4ftigungsaufbau<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die internationalen Absatzm\u00e4rkte des Maschinen- und Anlagenbaus entwickeln sich weiterhin sehr unterschiedlich. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen, halbj\u00e4hrlich durchgef\u00fchrten VDMA Business Climate Survey unter Auslandst\u00f6chtern der Mitgliedsunternehmen in Brasilien, China, Indien und den USA. Indien bleibt sowohl bei der aktuellen Gesch\u00e4ftslage als auch beim Ausblick Spitzenreiter. Deutlich verbessert zeigt sich die Situation in den USA, verbunden mit ausgepr\u00e4gt positiven Erwartungen. Die Firmen in China blicken trotz verhaltener Gesch\u00e4ftslage zuversichtlicher nach vorn, w\u00e4hrend Brasilien weiterhin unter Druck steht.<\/p>\n<p><strong>Indien: Zuversicht bringt auch mehr Besch\u00e4ftigung<\/strong><br \/>\nIndien bleibt der st\u00e4rkste der vier untersuchten M\u00e4rkte. 58 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage \u2013 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2026 \u2013 als gut, lediglich 6 Prozent als schlecht. Auch der Ausblick ist klar positiv: 57 Prozent erwarten in den kommenden sechs Monaten eine Verbesserung der Gesch\u00e4ftslage, w\u00e4hrend nur 2 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen. Die Zuversicht spiegelt sich auch in den Besch\u00e4ftigungspl\u00e4nen wider: 58 Prozent der Unternehmen wollen ihre Mitarbeiterzahl erh\u00f6hen, nur 4 Prozent planen einen Abbau. \u201eDie j\u00fcngsten Ergebnisse unterstreichen das wachsende Vertrauen der VDMA-Mitgliedsunternehmen in Indien und ihr langfristiges Engagement in diesem Markt. Das verbesserte Gesch\u00e4ftsumfeld veranlasst viele Unternehmen, \u00fcber die reine Marktbearbeitung hinauszugehen und gezielt in lokale Fertigung, Kapazit\u00e4tserweiterungen sowie Forschung und Entwicklung zu investieren\u201c, so Rajesh Nath, Managing Director VDMA India.<\/p>\n<p><strong>USA: Jedes zweite Unternehmen rechnet mit weiterer Verbesserung<\/strong><br \/>\nAuch in den USA hat sich die Gesch\u00e4ftslage im Vergleich zum vorangegangenen Halbjahr deutlich verbessert. 41 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Situation als gut, 20 Prozent als schlecht. Gleichzeitig sind die Erwartungen ausgepr\u00e4gt positiv: F\u00fcr die kommenden sechs Monate rechnen 51 Prozent der Befragten mit einer weiteren Verbesserung der Gesch\u00e4ftslage und nur 4 Prozent mit einer Verschlechterung. Entsprechend expansiv sind die Besch\u00e4ftigungspl\u00e4ne: 54 Prozent der Unternehmen wollen ihre Mitarbeiterzahl erh\u00f6hen, lediglich 3 Prozent rechnen mit einem R\u00fcckgang. \u201eDie Ergebnisse der Umfrage zeigen die positivste Einsch\u00e4tzung der allgemeinen Gesch\u00e4ftslage seit zwei Jahren, auch wenn Z\u00f6lle und geopolitische Unsicherheiten weiterhin Anlass zur Sorge geben\u201c, kommentiert Camille Rowe, National Field Coordinator VDMA America.<\/p>\n<p><strong>China: Mehrheit sieht die Lage als \u201ezufriedenstellend\u201c an<\/strong><br \/>\nIn China bleibt die aktuelle Gesch\u00e4ftslage verhalten. 21 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Situation als gut, 25 Prozent als schlecht, w\u00e4hrend 55 Prozent sie als zufriedenstellend einsch\u00e4tzen. Der Blick nach vorn f\u00e4llt g\u00fcnstiger aus: 35 Prozent erwarten in den kommenden sechs Monaten eine Verbesserung der Gesch\u00e4ftslage, nur 11 Prozent eine Verschlechterung. Auch bei der Besch\u00e4ftigung \u00fcberwiegen die positiven Signale. 35 Prozent der Unternehmen planen zus\u00e4tzliche Stellen, w\u00e4hrend 10 Prozent mit einem R\u00fcckgang der Mitarbeiterzahl rechnen. \u201eDie Gesch\u00e4ftslage in China bleibt durchwachsen, doch die Erwartungen der Unternehmen machen Mut. Im Schnitt bleibt die Prognose von 10 Prozent Wachstum f\u00fcr dieses Jahr bestehen, auch wenn die Unterschiede zwischen den Fachzweigen unver\u00e4ndert gro\u00df sind\u201c, so Claudia Barkowsky, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des VDMA Beijing Representative Office.<\/p>\n<p><strong>Brasilien: Vorsichtige Stabilisierung, aber keine Belebung<\/strong><br \/>\nBrasilien weist im L\u00e4ndervergleich die schw\u00e4chste aktuelle Gesch\u00e4ftslage auf. 22 Prozent der Unternehmen berichten von einer guten, 30 Prozent von einer schlechten Situation. F\u00fcr die kommenden sechs Monate erwarten 33 Prozent eine Verbesserung und 15 Prozent eine Verschlechterung. Eine ausgepr\u00e4gte Belebung zeichnet sich damit bislang nicht ab. Auch bei der Besch\u00e4ftigung bleiben die Unternehmen zur\u00fcckhaltender: 21 Prozent wollen ihre Mitarbeiterzahl erh\u00f6hen, 17 Prozent planen einen Abbau. \u201eSeit dem 1. Mai 2026 wird das EU-Mercosur-Abkommen vorl\u00e4ufig angewendet. Es st\u00e4rkt die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Brasilien und Europa, gerade angesichts der Unsicherheiten im Handel mit den USA. Aber hohe Zinsen, Finanzierungsengp\u00e4sse, die Konkurrenz aus China und die Unsicherheit im Wahljahr bremsen weiterhin die Investitionen. F\u00fcr 2027 erwarten unsere Mitglieder wieder Wachstum\u201c, sagt Fabiane Wahlbrink, Leiterin der VDMA-Repr\u00e4sentanz in Brasilien.<\/p>\n<p><strong>Besch\u00e4ftigungsaufbau st\u00e4rkt lokale Pr\u00e4senz<\/strong><br \/>\nBesonders deutlich f\u00e4llt der geplante Besch\u00e4ftigungsaufbau in Indien und den USA aus. Mehr als jedes zweite befragte Unternehmen will dort seine Mitarbeiterzahl erh\u00f6hen. Auch in China \u00fcberwiegen die Unternehmen mit Expansionspl\u00e4nen deutlich. Damit setzen die Maschinen- und Anlagenbaufirmen weiter auf eine starke lokale Pr\u00e4senz in wichtigen Auslandsm\u00e4rkten. \u201eLokale Strukturen gewinnen an Bedeutung, um wettbewerbsf\u00e4hige Kosten, ein gutes Verst\u00e4ndnis der M\u00e4rkte und kurze Reaktionszeiten sicherzustellen\u201c, res\u00fcmiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br \/>\nDie halbj\u00e4hrliche VDMA Business Climate Survey basiert auf einer standardisierten Befragung von Auslandsgesellschaften der VDMA-Mitgliedsunternehmen in Brasilien, China, Indien und den USA. Die aktuelle Erhebung fand vom 28. September bis 16. Oktober 2026 statt, rund 500 Unternehmen nahmen teil. Die Ergebnisse liefern wichtige Indikatoren f\u00fcr die internationale Marktbeobachtung im Maschinen- und Anlagenbau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die internationalen Absatzm\u00e4rkte des Maschinen- und Anlagenbaus entwickeln sich weiterhin sehr unterschiedlich. 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