{"id":6896,"date":"2018-05-23T09:50:18","date_gmt":"2018-05-23T07:50:18","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=6896"},"modified":"2018-05-23T10:18:14","modified_gmt":"2018-05-23T08:18:14","slug":"erfolgreiche-premiere-zur-npe-fiberform-mit-mehrkomponenten-technik-clever-kombiniert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=6896","title":{"rendered":"Erfolgreiche Premiere zur NPE:  FiberForm mit Mehrkomponenten-Technik clever kombiniert"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8211; Kombination aus thermoplastischen Leichtbau und TPE-Komponenten bietet zahlreiche Vorteile hinsichtlich Gewichtsreduktion und Haptik<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Live-Demonstration auf der NPE am Beispiel einer Mittelarmlehne und einer GXW 450 SpinForm<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Hoher Automatisierungsgrad und kurze Zykluszeiten<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr den Fahrzeugbau<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem FiberForm-Verfahren hat KraussMaffei den thermoplastischen Leichtbau auf ein neues Leistungsniveau gebracht und erfolgreich in der Gro\u00dfserienfertigung etabliert. Zur NPE in Orlando, USA (7. bis 11. Mai), pr\u00e4sentierte KraussMaffei erstmalig eine FiberForm-Anwendung in Verbindung mit einer Wendeplattentechnik f\u00fcr das Mehrkomponenten-Spritzgie\u00dfen. Durch die Kombination aus Hart- und Weichkomponenten bei gleichzeitig hoher Festigkeit der Bauteile ergeben sich ganz neue Einsatzm\u00f6glichkeiten\u00a0 \u2013 nicht nur f\u00fcr den Fahrzeugbau.<\/p>\n<p><strong>Neue Designm\u00f6glichkeiten und Gewichtsreduktion<\/strong><\/p>\n<p>Das von KraussMaffei entwickelte FiberForm-Verfahren kombiniert das Thermoformen von Organoblechen und das Spritzgie\u00dfen in einem Prozess. Das Ergebnis sind besonders leichte und zugleich mit einem hohen Festigkeitsniveau versehene faserverst\u00e4rkte Kunststoffbauteile, die vor allem im Fahrzeugbau eingesetzt werden \u201eUnsere FiberForm Technologie ist eindeutig die beste L\u00f6sung am Markt, wenn es um den thermoplastischen Leichtbau geht. Unsere Kunden sch\u00e4tzen die hohe Qualit\u00e4t, Zuverl\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung faserverst\u00e4rkter Leichtbauteile in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen und schnellen Zykluszeiten\u201c, erkl\u00e4rt Paul Caprio, President Krauss-Maffei Corporation.<\/p>\n<p>Dass sich das FiberForm-Verfahren auch mit dem Mehrkomponenten-Spritzgie\u00dfen effizient verbinden l\u00e4sst, demonstrierte KraussMaffei eindrucksvoll auf dem Messestand der NPE. Hier produzierte eine GXW 450-2000\/1400 SpinForm mit Wendeplattentechnik eine Mittelarmlehne f\u00fcr den Fahrzeuginnenraum. Ein 1 mm dickes endlosfaserverst\u00e4rktes Organoblech wurde zun\u00e4chst mit Polypropylen (PP) umspritzt und anschlie\u00dfend direkt mit einem thermoplastischen Elastomer (TPE) \u00fcberspritzt. \u201eDurch diese Kombination lassen sich ganz neue optische und haptische Bauteileigenschaften von thermoplastischen Composites in einem Prozess realisieren. So verf\u00fcgt die auf der NPE produzierte Mittelarmlehne dank der TPE-Komponente \u00fcber eine besonders weiche und optisch ansprechende Oberfl\u00e4che der Funktions- und Sichtteile, was den Komfort und die Optik im Fahrzeuginterieur erh\u00f6ht\u201c, so Caprio. Der Einsatz des Organoblechs wiederum f\u00fchrt zu einer h\u00f6heren Steifigkeit und Festigkeit des Bauteils. Dadurch k\u00f6nnen die Versteifungsrippen und das Bauteil selbst d\u00fcnnwandiger gestaltet werden, was eine Gewichtsreduzierung mit sich bringt. Gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr die Kombination aus FiberForm und die Mehrkomponententechnik sieht KraussMaffei zum Beispiel im Fahrzeugbau f\u00fcr semistrukturelle Leichtbaukomponenten im Interieur oder zwischen Fahrgastzelle und Motorraum.<\/p>\n<p><strong>Wendeplattentechnik SpinForm \u00fcberzeugt<\/strong><\/p>\n<p>Hohe St\u00fcckzahlen sind eine der St\u00e4rken der FiberForm-Technologie. Daher hat sich KraussMaffei bei der Auswahl der passenden Mehrkomponenten-Technologie bewusst f\u00fcr die Wendeplattentechnik SpinForm entschieden, die im Vergleich zu anderen Technologien wie Drehtisch, Indexplatte oder Schiebetisch zahlreiche Vorteile bietet. So lassen sich durch den Einsatz von zwei Trennebenen doppelt so viele Kavit\u00e4ten bei gleicher Schlie\u00dfkraft realisieren. Das erh\u00f6ht die Wirtschaftlichkeit. Da zwischen dem vertikalen Holmpaar gedreht wird, bietet die SpinForm-Technologie viel Platz auch f\u00fcr gro\u00dfe Werkzeuge und ist damit ideal f\u00fcr die Produktion von gro\u00dffl\u00e4chigen oder mehreren Bauteilen. Dar\u00fcber hinaus erlaubt die Technologie die Integration von Sonderverfahren wie das Pr\u00e4gen.<\/p>\n<p><strong>Intelligente Automationsl\u00f6sungen unterst\u00fctzen kurze Zykluszeiten<\/strong><\/p>\n<p>Die Mehrkomponententechnik beansprucht normalerweise zus\u00e4tzlich Zykluszeit. KraussMaffei setzt daher bewusst auf die wirtschaftliche Wendeplattentechnik und kombiniert diese mit intelligenten Automationsl\u00f6sungen und einer dem Spritzgie\u00dfprozess optimal angepassten Aufheiztechnologie. \u201eDadurch erzielen wir auch f\u00fcr diese Mehrkomponenten-Anwendung Zykluszeiten von unter 60 Sekunden\u201c, so Dr. Mesut Cetin, Produkt- und Projektmanager Leichtbau der KraussMaffei Automation.<\/p>\n<p>Das Organoblech wird zun\u00e4chst \u00fcber ein einfaches Schubladensystem in die Produktionszelle \u00fcbergeben. F\u00fcr eine positionsgenaue \u00dcbergabe an das Werkzeug erfolgt eine optische Inspektion des Organoblechs. Damit wird gew\u00e4hrleistet, dass nur einwandfreie Halbzeuge an den Einlegeroboter, ein Industrieroboter IR 600 R3000 K\/S, \u00fcbergeben und diese vom Roboter immer gleich aufgenommen werden. Anschlie\u00dfend wird das Organoblech in der Infrarot-Heizstation beidseitig aufgeheizt und vertikal an das Werkzeugsystem \u00fcbergeben. \u201eDie Infrarot-Heizstation befindet sich direkt \u00fcber der Werkzeug-Trennebene. Dadurch konnten wir die Transferzeit des Organoblechs noch einmal reduzieren und die Gesamtzykluszeit minimieren\u201c, erkl\u00e4rt Cetin.<\/p>\n<p>Im ersten Zyklusschritt werden nun auf der einen Seiten der Wendeplatte mit der ersten Spritzgie\u00dfeinheit die Grundkomponenten der Mittelarmlehne hergestellt (Ober- und Unterschale). Die Oberschale entsteht durch die Umspritzung des Organoblechs mit PP, wohingegen die Unterschale aus reinem PP urgeformt wird. F\u00fcr den zweiten Zyklusschritt dreht sich die Wendeplatte und es erfolgt ein \u00dcberfluten der Bauteile mit TPE mit der zweiten Spritzgie\u00dfeinheit. W\u00e4hrend die Oberschale (Sicht- und Funktionsfl\u00e4che) vollfl\u00e4chig mit TPE geflutet wird, wird die Unterschale punktuell geflutet. Anschlie\u00dfend erfolgt die Bauteilentnahme (Ober- und Unterschale) \u00fcber den zweiten Industrieroboter, ein IR 600 R2030 F\/K. \u201eDas Aufheizen der Organobleche und die Entnahme der Bauteile erfolgen parallel, die einzelnen Prozessschritte werden also zeitlich voneinander entkoppelt. Das spart wiederum wertvolle Zykluszeit\u201c, so Cetin.<\/p>\n<p><strong>L\u00fcckenlose R\u00fcckverfolgung der Prozessdaten<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiteres Highlight der GXW 450 FiberForm zur NPE war der DataXplorer, ein offenes in die MC6-Steuerung integriertes System von KraussMaffei, das kontinuierlich bis zu 500 Signale an der Maschine erfasst. Wie ein Flugschreiber gibt der DataXplorer damit Auskunft \u00fcber alle wesentlichen Anlagen- und Prozessdaten. Anders als bei Euromap 63 und dem Ist-Wertprotokoll einer Maschine geschieht dies kontinuierlich, also im Kurvenverlauf, statt als diskreter Wert in einem bestimmten Moment. \u201eAus den Verl\u00e4ufen lassen sich ma\u00dfgeschneiderte Kennzahlen gewinnen, mit deren Hilfe tief greifende Prozessanalysen und Dokumentationen m\u00f6glich sind. Das ist besonders bei sicherheitsrelevanten Bauteilen von Vorteil\u201c, so Cetin.<\/p>\n<p>Wie gr\u00fcndlich sich die Daten der Produktion auf diese Weise erfassen und r\u00fcckverfolgen lassen, zeigte KraussMaffei mit der FiberForm-Technologie auf der NPE. Ein individueller QR-Code auf der vor Ort gefertigten Mittelarmlehne f\u00fchrte Smartphone-Besitzer zum jeweiligen Reports ihres Artikels. Hier konnte man neben Massedruck und Schneckenposition beispielsweise auch die Aufheizzeit des Organoblechs und seine Transferzeit von der Heizstation in das Spritzgie\u00dfwerkzeug erfahren. Dar\u00fcber hinaus wurden auch die Kurvenverl\u00e4ufe der verschiedenen Heizzonen der Infrarot-Heizstation erfasst.<\/p>\n<p><strong>Teil der KraussMaffei Plastics 4.0 Familie<\/strong><\/p>\n<p>Der DataXplorer ist Teil der Plastics-4.0-L\u00f6sungen, mit denen KraussMaffei seine Kunden bei der Umsetzung der Potenziale und Chancen im Zuge von Industrie 4.0 unterst\u00fctzt. Im Mittelpunkt von Plastics 4.0 stehen die Digitalisierung und Vernetzung der weltweiten Produktionsprozesse mit dem Ziel einer h\u00f6heren Produktionseffizienz, Flexibilit\u00e4t, Automatisierung, Verf\u00fcgbarkeit und Qualit\u00e4t. Das Angebot der Plastics-4.0-Produkte von KraussMaffei reicht von intelligenten, sich selbst optimierenden Maschinen und Funktionen \u00fcber die l\u00fcckenlose Analyse und Vernetzung unterschiedlicher Komponenten des Produktionsprozesses bis hin zu weltweiten Serviceangeboten.<\/p>\n<p>Quelle: KraussMaffei<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem FiberForm-Verfahren hat KraussMaffei den thermoplastischen Leichtbau auf ein neues Leistungsniveau gebracht und erfolgreich in&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6897,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-6896","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6896","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6896"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6896\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6901,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6896\/revisions\/6901"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6896"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6896"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6896"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=6896"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}