{"id":6905,"date":"2018-05-23T10:54:22","date_gmt":"2018-05-23T08:54:22","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=6905"},"modified":"2018-05-23T10:54:22","modified_gmt":"2018-05-23T08:54:22","slug":"fraunhofer-lbf-auf-der-compounding-world-expo-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=6905","title":{"rendered":"Fraunhofer LBF auf der Compounding World Expo 2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kunststoff-Recycling und intelligentes Monitoring f\u00fcr Industrieprozesse 4.0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kunststoffe erobern die Erde &#8211; leider nicht immer zu ihrem Vorteil, wie die zunehmenden Meldungen \u00fcber Plastikm\u00fcll verhei\u00dfen. Dass sich demgegen\u00fcber das Upcycling von PET-Flaschen und das Recycling von flammgesch\u00fctzten Kunststoffen wirtschaftlich und zum Schutz der Umwelt lohnen, zeigen zwei aktuelle Forschungsprojekte am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Betriebsfestigkeit und Systemzuverl\u00e4ssigkeit LBF. N\u00e4heres hierzu pr\u00e4sentiert das Institut auf der Compounding World Expo 2018 in Essen vom 27. bis 28. Juni am Stand 707. Einen weiteren Schwerpunkt bilden neue Verfahren in der Prozesstechnik unter dem Stichwort Industrie 4.0. So sorgt ein auf intelligenten Sensorknoten basierendes \u00dcberwachungssystem f\u00fcr am Beispiel eines Doppelschneckenextrudern daf\u00fcr, dass vernetzte, autonome Arbeitsprozesse zuverl\u00e4ssig ablaufen. Mit einem anderen patentierten Verfahren l\u00e4sst sich die Korrosivit\u00e4t von Kunststoffschmelzen schnell bestimmen und zuk\u00fcnftig zur Vermeidung von Stillstandzeiten beitragen. <\/strong><\/p>\n<p>Auf der Compounding World Expo 2018 informiert das Fraunhofer LBF \u00fcber ein innovatives Verfahren f\u00fcr eine hochwertige Kreislaufnutzung von Polyethylenterephthalat (PET), das in dem neu gestarteten Forschungsvorhaben \u201eUpcyclePET\u201c entwickelt wird. Dieses erm\u00f6glicht die Verwertung von PET-Abf\u00e4llen aus gebrauchten Getr\u00e4nkeflaschen als Industriekunststoff und reduziert dadurch den Verbrauch von neuwertigem Kunststoff auf Basis von Polyamid. Das Projektteam besteht aus der Firma EASICOMP GmbH, dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Betriebsfestigkeit und Systemzuverl\u00e4ssigkeit LBF und dem \u00d6ko-Institut. Um einen integrierten Fertigungsprozess zur Herstellung glasfaser-verst\u00e4rkter PET-Bauteile zu entwickeln, kommt ein Strangziehverfahren (Pultrusionsprozess) zum Einsatz, mit dem der PET-Kunststoff mit Langglasfasern verst\u00e4rkt und dadurch technisch aufgewertet wird. Das Besondere dieses Ansatzes besteht darin, zwei in der heutigen Praxis entkoppelt laufende Prozessschritte zu kombinieren und die Eigenschaften des eingesetzten Recycling-PET durch Additivierung und Modifikation gezielt ma\u00dfzuschneidern.<\/p>\n<p><strong>Recycling halogenfrei flammgesch\u00fctzter Kunststoffe<\/strong><\/p>\n<p>Kunststoffabf\u00e4lle nach ihrem Gebrauch wiederzuverwerten wird immer bedeutsamer. Dies gilt auch f\u00fcr flammgesch\u00fctzte Kunststoffanwendungen, die aus Umweltgr\u00fcnden zunehmend mit halogenfreien Flammschutzmitteln ausger\u00fcstet werden. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens untersucht das Fraunhofer LBF das werkstoffliche Recycling verschiedener Flammschutzmittel\/Polymerkombinationen. Der Fokus der Arbeiten liegt in der Identifizierung auftretender Alterungs- und Sch\u00e4digungsmechanismen, die einen erheblichen Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften und das Brandverhalten haben k\u00f6nnen. Ferner erlaubt das Verst\u00e4ndnis der ablaufenden Prozesse eine gezielte Additiverung mit ma\u00dfgeschneiderten Rezyklat-Additiven, wodurch eine Verbesserung der Rezyklatqualit\u00e4t erreicht werden kann. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. So f\u00fchren beispielsweise Mehrfachverarbeitung und beschleunigte Alterung von flammgesch\u00fctzten Kunststoffen, basierend auf PA6 und PA6\/GF (= Glasfaser) sowie PA 66\/GF, zu keinem Verlust der flammhemmenden Eigenschaften.<\/p>\n<p><strong>Emissionen aus Kunststoffprodukten<\/strong><\/p>\n<p>Das Thema Emission und Geruch aus Kunststoffprodukten ist seit vielen Jahren eine wesentliche Fragestellung, vor allem f\u00fcr Kunststoffanwendungen in Innenr\u00e4umen. F\u00fcr viele Anwendungen gilt diese Fragestellung, trotz regelm\u00e4\u00dfiger Senkung erlaubter Grenzwerte, als gel\u00f6st. Durch den zunehmenden Einsatz von Recycle-Material steht die Kunststoffindustrie aktuell und zuk\u00fcnftig vor neuen Herausforderungen. Aufbauend auf den langj\u00e4hrigen Erfahrungen zu diesem Themenkomplex entwickelt das Fraunhofer LBF perspektivisch ein Verfahren zur In-Line Verfolgung der Emissionen, welche dann, chargenabh\u00e4ngig, w\u00e4hrend der Aufbereitung dokumentiert werden soll.<br \/>\n<strong><br \/>\nIntelligente Sensoren \u00fcberwachen und optimieren Industrieprozesse 4.0<\/strong><\/p>\n<p>Schon heute kommunizieren moderne Produktionssysteme mit ihrer Umgebung und organisieren sich selbst. Industrie 4.0 ist auf dem Vormarsch und cyber-physikalische Systeme (CMS) sind die stillen Helden dieser Entwicklung. Dabei sorgen intelligente Sensoren zur \u00dcberwachung und Regelung von Produktionsprozessen daf\u00fcr, dass vernetzte, autonome Arbeitsprozesse zuverl\u00e4ssig ablaufen. Wissenschaftler des Fraunhofer LBF haben diese Technologien im Rahmen des Projekts \u201eImProcess4.0\u201c genutzt und ein auf intelligenten Sensorknoten basierendes \u00dcberwachungs- und Optimierungssystem f\u00fcr Mischverfahren mit Doppelschneckenextrudern entwickelt. Das Ergebnis: Sch\u00e4den werden fr\u00fcher erkannt, der Verschlei\u00df reduziert und Wartungs- sowie Reparaturtermine optimiert.<\/p>\n<p><strong>Korrosivit\u00e4t von Kunststoffschmelzen schnell bestimmen<\/strong><\/p>\n<p>Verschlei\u00df und Korrosion sind gravierende Vorkommnisse in der Kunststoffverarbeitung, vor allem bei neuen flammgesch\u00fctzten Kunststoffcompounds oder bei der Weiterverwendung von Recycle-Material. Wer ein leistungsf\u00e4higes Compound entwickeln will, muss h\u00e4ufig eine Vielzahl an Formulierungen durch Schmelzecompoundierung zubereiten und im Hinblick auf die gew\u00fcnschten Eigenschaften und gegebenenfalls die Korrosivit\u00e4t der Schmelze testen. Analog stellt sich das Problem bei der Auswahl des Werkstoffes f\u00fcr ein Aggregat, mit dem eine korrosive Formulierung verarbeitet werden soll. Wissenschaftler am Fraunhofer LBF haben eine elektrochemische Screening-Methode entwickelt, die sie als vorteilhaft f\u00fcr die Entwicklung neuer Formmassen ansehen. Das patentierte Verfahren erm\u00f6glicht eine schnelle Aussage \u00fcber die Korrosivit\u00e4t einer Formulierung beziehungsweise \u00fcber die Best\u00e4ndigkeit von unterschiedlichen Legierungen gegen\u00fcber einer korrosiven Schmelze. Es sind nur rund 0,5 bis 1 Kilogramm an Formmasse erforderlich. Auf diese Weise k\u00f6nnen auch neue Rohstoffe oder Additive, die zun\u00e4chst nur in geringen Mengen zur Verf\u00fcgung stehen, getestet werden.<\/p>\n<p>Quelle: Fraunhofer LBF<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunststoffe erobern die Erde &#8211; leider nicht immer zu ihrem Vorteil, wie die zunehmenden Meldungen \u00fcber Plastikm\u00fcll verhei\u00dfen. Dass sich demgegen\u00fcber&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6906,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-6905","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6905"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6905\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6907,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6905\/revisions\/6907"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6905"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=6905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}