{"id":6981,"date":"2018-05-25T11:48:16","date_gmt":"2018-05-25T09:48:16","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=6981"},"modified":"2018-05-25T11:48:16","modified_gmt":"2018-05-25T09:48:16","slug":"semperit-startet-jahr-2018-mit-verbessertem-ergebnis-bei-leichtem-umsatzrueckgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=6981","title":{"rendered":"Semperit startet Jahr 2018 mit verbessertem Ergebnis bei leichtem Umsatzr\u00fcckgang"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Konzernumsatz von 220,9 Mio. EUR um 3,7% unter Vorjahresniveau<\/strong><\/li>\n<li><strong>Umsatz w\u00e4chst im Sektor Industrie um 0,5% und sinkt im Sektor Medizin aufgrund geringeren Absatzvolumens um 10,3%<\/strong><\/li>\n<li><strong>Operativer EBITDA-Anstieg gegen\u00fcber Ergebnis der Vorjahresperiode (bereinigt um Sondereffekte) um 83,3% auf 15,8 Mio. EUR, EBITDA-Marge steigt von 4,2% (bereinigt) auf 7,1%<\/strong><\/li>\n<li><strong>EBIT 6,0 Mio. EUR, EBIT-Marge von 0,7% (bereinigt) auf 2,7% verbessert<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei leichten Umsatzeinbu\u00dfen konnte die b\u00f6rsennotierte Semperit Gruppe im ersten Quartal 2018 ihr operatives Ergebnis verbessern. \u201eWir blicken auf ein ertragsseitig starkes erstes Quartal zur\u00fcck\u201c, sagt Dr. Martin F\u00fcllenbach, Vorstandsvorsitzender der Semperit AG Holding. \u201eDies soll nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass wir uns nach wie vor in einer schwierigen Situation befinden. Ein erfolgreiches Quartal ist kein gelungener Turnaround. Mich freut aber, dass einzelne Ma\u00dfnahmen, die wir seit dem Start unseres umfassenden Restrukturierungs- und Transformationsprozesses initiiert haben, zu greifen beginnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsentwicklung im ersten Quartal war einerseits von positiven Faktoren wie der fortw\u00e4hrenden globalen Wachstumsdynamik und g\u00fcnstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gepr\u00e4gt. Andererseits sorgten jedoch steigende Inflation und massive W\u00e4hrungsentwertungen in einigen der gro\u00dfen aufstrebenden Volkswirtschaften zunehmend f\u00fcr Unsicherheit an den Rohstoff- und Finanzm\u00e4rkten. In den vergangenen Monaten hat sich ein verst\u00e4rkter Wettkampf bei einigen der von Semperit ben\u00f6tigten Rohstoffe herausgebildet.<\/p>\n<p>Semperflex und Semperform konnten sich im ersten Quartal 2018 gut behaupten und die abgesetzten Volumina steigern. Hingegen kam es im Sektor Medizin wie auch bei Sempertrans zu Absatzr\u00fcckg\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2018 mit 220,9 Mio. EUR um 3,7% unter jenem der Vorjahresperiode, wobei der Sektor Industrie eine Umsatzsteigerung von 0,5% erzielte. Dem entgegen stand ein Umsatzr\u00fcckgang im Sektor Medizin um 10,3%.<\/p>\n<p>Das EBITDA stieg im Vergleich zu dem um Sondereffekte aus der Joint Venture Transaktion bereinigten Wert im ersten Quartal 2017 um 83,3% auf 15,8 Mio. EUR und die bereinigte EBITDA-Marge von 4,2% auf 7,1% im ersten Quartal 2018. Entsprechend positiv entwickelte sich auch das EBIT, das von 1,5 Mio. EUR (bereinigter Wert des ersten Quartals 2017) auf 6,0 Mio. EUR stieg. Die EBIT-Marge erh\u00f6hte sich von 0,7% auf 2,7%. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich von \u20132,0 Mio. EUR (bereinigter Wert des ersten Quartals 2017) auf \u20132,6 Mio. EUR im gleichen Zeitraum 2018. Das Ergebnis je Aktie betrug damit in der relevanten Berichtsperiode f\u00fcr 2018 \u20130,14 EUR nach \u20130,10 EUR (bereinigter Wert des ersten Quartals 2017).<\/p>\n<p>Die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Verm\u00f6genswerte lagen im ersten Quartal 2018 mit 24,5 Mio. EUR um 12.7% \u00fcber dem Vorjahresniveau von 21,7 Mio. EUR. Den Schwerpunkt bildeten Erweiterungs- und Optimierungsinvestitionen in den Segmenten Semperflex (Erweiterung der Schlauchproduktion am Standort Odry, Tschechien) und Sempertrans (vor allem zur Erweiterung des Mischbetriebes in Belchatow, Polen).<\/p>\n<p>Mit einer Eigenkapitalquote von 43,7% (Jahresende 2017: 32,6%) verf\u00fcgte Semperit zum Bilanzstichtag \u00fcber eine weiterhin solide Kapitalausstattung, die durch die Vereinbarung einer Hybridkapital-Linie mit dem Kernaktion\u00e4r im Dezember 2017 weiter gest\u00e4rkt wurde. Das Hybridkapital ist bilanzrechtlich nach den Vorschriften der IFRS als Eigenkapital zu qualifizieren. Im M\u00e4rz 2018 erfolgte die Aufnahme von 130,0 Mio. EUR aus dem Hybridkapital. Die liquiden Mittel lagen per 31. M\u00e4rz 2018 bei 213,9 Mio. EUR und damit deutlich \u00fcber dem Niveau per Jahresende 2017 von 165,5 Mio. EUR.<\/p>\n<p>Aufgrund des negativen Ergebnisses nach Steuern im Jahr 2017 und der Fortsetzung des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses hat die Hauptversammlung am 25. April 2018 mehrheitlich beschlossen, f\u00fcr das Jahr 2017 keine Dividende (2016: 0,70 EUR je Aktie) auszusch\u00fctten.<\/p>\n<p>SEKTOR INDUSTRIE: H\u00d6HERER ABSATZ UND STEIGENDES ERGEBNIS<\/p>\n<p>Der Sektor Industrie (Segmente Semperflex, Sempertrans und Semperform) entwickelte sich weiterhin differenziert. Die Absatzzahlen (verkaufte Volumina) bei Semperflex und Semperform stiegen im Gegensatz zu jenen bei Sempertrans. Der Umsatz wuchs um 0,5% auf 140,9 Mio. EUR, wobei der gr\u00f6\u00dfte Anteil auf das Segment Semperflex zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Das EBITDA verbesserte sich gegen\u00fcber dem Vorjahr um 9,1% auf 18,8 Mio. EUR und das EBIT um 6,2% auf 13,1 Mio. EUR. Entsprechend erh\u00f6hte sich die EBITDA-Marge um 1,0 Prozentpunkte auf 13,3% und die EBIT-Marge um 0,5 Prozentpunkte auf 9,3%.<\/p>\n<p>SEKTOR MEDIZIN: R\u00dcCKL\u00c4UFIGER ABSATZ<\/p>\n<p>Die Entwicklung des Segments Sempermed im Sektor Medizin war durch ein kompetitives Marktumfeld gekennzeichnet. Der R\u00fcckgang des Umsatzes um 10,3% wurde gepr\u00e4gt von einer geringeren Absatzentwicklung als Folge des ver\u00e4nderten Fokus auf profitablere Kundensegmente sowie des Konkurrenzdrucks.<\/p>\n<p>Dabei wurde das eingeleitete Kostensenkungsprogramm (Produktion, Marketing, Vertrieb) f\u00fcr das Segment fortgesetzt. In Summe war die Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2018 ma\u00dfgeblich durch den r\u00fcckl\u00e4ufigen Absatz gepr\u00e4gt. Im Vergleich mit den bereinigten Werten des Vorjahres lagen EBITDA mit 1,4 Mio. EUR und EBIT mit \u20132,2 Mio. EUR im ersten Quartal 2018 zwar \u00fcber den Vorjahreswerten, jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau.<\/p>\n<p>VER\u00c4NDERUNGEN IN DER ORGANISATIONSSTRUKTUR ZUR UNTERST\u00dcTZUNG DER TRANSFORMATION<\/p>\n<p>Die Komplexit\u00e4t der Restrukturierung und die Vielzahl der Handlungsfelder erfordern auch im Bereich der Organisationsstruktur eine Optimierung und verst\u00e4rkte Fokussierung: Daher hat Martin F\u00fcllenbach neben der Gesamtverantwortung f\u00fcr den Sektor Industrie und den Transformationsprozess auf Vorstandsebene auch die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr das Thema Pricing \u00fcbernommen, das nun zentral gesteuert wird.<\/p>\n<p>Der ebenfalls im Zentrum der Restrukturierungsma\u00dfnahmen stehende Bereich Procurement wird nun von Chief Financial Officer (CFO) Frank Gumbinger verantwortet. Michele Melchiorre, Chief Operating Officer (COO) der Semperit AG Holding, hat zus\u00e4tzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Leitung des Sektors Medizin \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Der Aufsichtsrat hat au\u00dferdem beschlossen, das Vorstandsmandat von Michele Melchiorre bis zum 31.05.2022 zu verl\u00e4ngern. Damit ist eine kontinuierliche Verantwortung und Umsetzung des Transformationsprozesses im Segment Sempermed auf Vorstandsebene \u00fcber die geplante Transformationsdauer hinaus sichergestellt.<\/p>\n<p>AUSBLICK 2018<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses wird der Vorstand Schritt f\u00fcr Schritt entscheiden, ob es \u00c4nderungen im Portfolio der bestehenden Segmente sowie weitere Anpassungen im Produktionsfootprint geben wird. Fortlaufende und potenziell neue Ma\u00dfnahmen zur Erh\u00f6hung der Rentabilit\u00e4t und zur St\u00e4rkung der Bilanzstruktur stehen unver\u00e4ndert ganz oben auf der Agenda des Vorstands. Daher k\u00f6nnen weitere erhebliche Einmalbelastungen neben den bereits gesetzten und den noch in Analyse befindlichen Ma\u00dfnahmen auch in den n\u00e4chsten Quartalen nicht ausgeschlossen werden. Aus diesen Gr\u00fcnden ist das Jahr 2018 als \u00dcbergangsjahr zu sehen. Bedingt durch die angef\u00fchrten Entwicklungen bleibt der Ausblick f\u00fcr die n\u00e4chsten Quartale ausgesetzt.<\/p>\n<p>Semperit fokussiert weiterhin auf organisches Wachstum. Neben den laufenden Optimierungsma\u00dfnahmen im Segment Sempermed hat Semperit zu Jahresbeginn weitere Umsetzungsschritte bei Sempertrans und Semperform gestartet. Im Segment Semperflex und im Mischbetrieb (Mixing) stehen die Beschleunigung der profitablen Umsetzung der unver\u00e4ndert erforderlichen Investitionsprojekte und des damit verbundenen organischen Wachstumskurses im Vordergrund. Die Investitionen in den Ausbau der Kapazit\u00e4ten werden daher fortgesetzt. Insgesamt sind f\u00fcr das Jahr 2018 Anlageninvestitionen (CAPEX) von rund 80 Mio. EUR (2017: 74,5 Mio. EUR) vorgesehen.<\/p>\n<p>Seit dem Start des Analyse- und Transformationsprozesses im Herbst 2017 hat der Vorstand signifikante Potenziale zur Ergebnisverbesserung identifiziert und entsprechende Umsetzungsma\u00dfnahmen in die Wege geleitet. Der Abschluss der Transformation der Semperit Gruppe ist f\u00fcr Ende 2020 geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll die Semperit Gruppe als zentrale Steuerungsgr\u00f6\u00dfe eine EBITDA-Marge von rund 10% erzielen.<\/p>\n<p>Quelle: Semperit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei leichten Umsatzeinbu\u00dfen konnte die b\u00f6rsennotierte Semperit Gruppe im ersten Quartal 2018 ihr operatives Ergebnis verbessern. 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