{"id":6997,"date":"2018-05-28T10:31:57","date_gmt":"2018-05-28T08:31:57","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=6997"},"modified":"2018-05-28T10:31:57","modified_gmt":"2018-05-28T08:31:57","slug":"fossile-ressourcen-schonen-den-kohlenstoff-kreislauf-schliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=6997","title":{"rendered":"Fossile Ressourcen schonen, den Kohlenstoff-Kreislauf schlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Covestro &#8211; ein Pionier f\u00fcr alternative Rohstoffe<br \/>\nVortrag auf der UTECH Europe 2018 Conference<\/p>\n<p>Rund 4 bis 6 Prozent des weltweit gef\u00f6rderten Erd\u00f6ls werden f\u00fcr die Herstellung von Kunststoffen verwendet. Da die \u00d6lreserven begrenzt sind, stehen alternative Kohlenstoffquellen hoch im Kurs. Seit Jahren nutzt Covestro verst\u00e4rkt alternative Rohstoffe zur Herstellung seiner Produkte, auch um seine eigene Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Ressourcen zu verringern. Damit kommt der Werkstoffhersteller dem steigenden Interesse an Produkten auf dieser Basis entgegen und pr\u00e4sentiert sich als ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit.<\/p>\n<p>Bereits seit 2016 nutzt Covestro Kohlendioxid als Baustein f\u00fcr hochwertige Kunststoffe und spart damit einen Teil des bisher genutzten Erd\u00f6ls ein. Auf der UTECH Europe 2018 Fachmesse zeigt das Unternehmen Beispiele f\u00fcr solche rundum nachhaltigen Entwicklungen, die einen Beitrag zur Erhaltung des Planeten leisten und zugleich einen Mehrwert f\u00fcr Kunden und Gesellschaft bieten.<\/p>\n<p>CO2-Plattform-Technologie: breite Rohstoffbasis f\u00fcr die Zukunft<br \/>\nAm Standort Dormagen betreibt Covestro eine Produktionsanlage f\u00fcr Polyol, ein Vorprodukt f\u00fcr Polyurethan (PU)-Weichschaum, der in Polsterm\u00f6beln und Matratzen eingesetzt wird. Dank der neuen Technologie k\u00f6nnen im Polyol bis zu 20 Prozent CO2 chemisch gebunden werden, wodurch eine entsprechend gro\u00dfe Menge an Erd\u00f6l eingespart wird. Die Produkte werden unter dem Namen cardyon\u00ae angeboten.<\/p>\n<p>Doch dies ist erst der Anfang: Covestro arbeitet eng mit anderen Unternehmen und Universit\u00e4ten zusammen, um weitere Nutzungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die CO2-Plattform-Technologie zu erschlie\u00dfen; viele der Projekte werden \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert. Ein Schwerpunkt ist CO2-basierter PU-Hartschaum f\u00fcr die W\u00e4rmed\u00e4mmung von Geb\u00e4uden, aber auch Anwendungen im Automobil und im Sport r\u00fccken in den Blickpunkt.<\/p>\n<p>Den Kohlenstoff-Kreislauf schlie\u00dfen<br \/>\n&#8220;Alternative Rohstoffe wie Kohlendioxid sind ein wichtiger Teil unseres ganzheitlichen Ansatzes, der die ganze Wertsch\u00f6pfungskette unserer Produkte abdeckt&#8221;, sagt Hermann-Josef D\u00f6rholt, Vertriebsleiter im Segment Polyurethanes in der Region Europa, Nahost und Afrika bei Covestro. &#8220;Mit der Nutzung von CO2 bringen wir das wichtige chemische Element Kohlenstoff wieder in die Wertsch\u00f6pfungskette zur\u00fcck und beginnen damit, den Kohlenstoff-Kreislauf zu schlie\u00dfen.&#8221;<\/p>\n<p>Das Verfahren ist auch im Hinblick auf den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck vorteilhafter als die herk\u00f6mmliche Technik und tr\u00e4gt zur Erf\u00fcllung gleich mehrerer UN-Nachhaltigkeitsziele &#8211; abgek\u00fcrzt SDGs &#8211; bei. Es ist damit auch ein erfolgreiches Beispiel f\u00fcr das Ziel von Covestro, bis zum Jahr 2025 mindestens 80 Prozent seiner Forschungsausgaben in die Erreichung der SDGs zu investieren. Anders ausgedr\u00fcckt: Die Technologie hat eine hohe Kohlenstoff-Produktivit\u00e4t, wenn man das Verh\u00e4ltnis von eingesetzter CO2-Menge zum erzielten Nutzen in Form hochwertiger Kunststoffe betrachtet.<\/p>\n<p>Am 30. Mai ab 15.45 Uhr halten Dr. Christoph G\u00fcrtler und Dr. Jochen Norwig dar\u00fcber einen Vortrag auf der UTECH Europe 2018 Conference, mit dem Titel &#8220;Broadening the raw material base of polyurethanes: new developments with CO2 and pFA&#8221;.<\/p>\n<p>Bio-Anilin komplett aus pflanzlichen Rohstoffen<br \/>\nDar\u00fcber hinaus hat Covestro zusammen mit Partnern eine einzigartige Methode entwickelt, um das chemische Schl\u00fcsselprodukt Anilin aus pflanzlichen Rohstoffen zu gewinnen. Der gesamte Kohlenstoffgehalt stammt dabei aus Biomasse &#8211; eine Verknappung von pflanzlichen Nahrungsmitteln tritt aufgrund der geringen Menge nicht auf. W\u00fcrden alle weltweit erzeugten Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, h\u00e4tte das daf\u00fcr ben\u00f6tigte Ackerland nach externen Studien nur einen Anteil von lediglich 0,9 Prozent an der weltweit landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che.<\/p>\n<p>Im Labor wurde die neue zweistufige Herstellung von Bio-Anilin bereits erfolgreich getestet. Zurzeit laufen weitere Entwicklungen, um es auch in einem gr\u00f6\u00dferen technischen Ma\u00dfstab zu nutzen. Anilin ist ein wichtiger Ausgangsstoff in der chemischen Industrie. Es wird unter anderem als Komponente f\u00fcr die Herstellung von MDI eingesetzt, einem wichtigen Vorprodukt f\u00fcr PU-Hartschaum zur W\u00e4rmed\u00e4mmung.<\/p>\n<p>Covestro hat auch neue biobasierte H\u00e4rter f\u00fcr PU-Lacke und -Klebstoffe sowie f\u00fcr Polyurethan-Dispersionen entwickelt. So stammen 70 Prozent des Kohlenstoffgehalts des H\u00e4rters Desmodur\u00ae eco N 7300 aus pflanzlichen Rohstoffen.<br \/>\nQuelle: Covestro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 4 bis 6 Prozent des weltweit gef\u00f6rderten Erd\u00f6ls werden f\u00fcr die Herstellung von Kunststoffen verwendet. 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