{"id":7016,"date":"2018-05-28T14:34:55","date_gmt":"2018-05-28T12:34:55","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=7016"},"modified":"2018-05-28T14:34:55","modified_gmt":"2018-05-28T12:34:55","slug":"strohhalm-verbot-loest-marine-litter-problem-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=7016","title":{"rendered":"Strohhalm-Verbot l\u00f6st Marine Litter-Problem nicht"},"content":{"rendered":"<h2>IK fordert Ursachenbek\u00e4mpfung statt Symbolpolitik<\/h2>\n<div class=\"content\">\n<div class=\"content_block\">\n<div class=\"singlenews\">\n<div class=\"news_content\">\n<p>Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. lehnt die heute von der EU Kommission vorgeschlagenen Verbote von ausgew\u00e4hlten Kunststoffprodukten ab. \u201eMit ihrer weitreichenden Plastics Strategy hat die EU Kommission Anfang des Jahres s\u00e4mtliche Akteure der Wertsch\u00f6pfungskette im Sinne einer nachhaltigen Kreislauff\u00fchrung in die Pflicht genommen und die Messlatte dabei hoch gelegt\u201c, so IK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. J\u00fcrgen Bruder. \u201eMit dem Verbot einzelner Produkte wird dieser ganzheitliche Ansatz, den auch unsere Industrie \u00fcberzeugt mittr\u00e4gt, \u00fcber Bord geworfen. Statt echter nachhaltiger Sammel- und Verwertungsl\u00f6sungen, statt Ressourceneffizienz und statt Aufkl\u00e4rung der Verbraucher \u00fcber nachhaltigen Konsum und umweltgerechten Umgang mit unvermeidbarem Abfall wird jetzt eine unn\u00f6tige Symbolpolitik betrieben. \u201c<\/p>\n<p><strong>Produktverbote schaffen kein grunds\u00e4tzliches Verst\u00e4ndnis<\/strong><\/p>\n<p>Wenn es darum geht, das Bewusstsein der Menschen f\u00fcr einen schonenden Umgang mit Ressourcen aller Art zu sch\u00e4rfen und ihr Verhalten langfristig zu ver\u00e4ndern, sind Verbote kaum der richtige Weg. Sie schaffen kein wirkliches Verst\u00e4ndnis f\u00fcr nachhaltigen Konsum und umweltbewusstes Verhalten. \u201eEigentlich geht es doch um die Frage, wie wir leben und konsumieren wollen\u201c, so Dr. Bruder. \u201eWenn es zu einem weit verbreiteten Trend geworden ist, unterwegs zu essen und zu trinken, gilt es nachhaltige L\u00f6sungen daf\u00fcr zu st\u00e4rken \u2013 ohne von vornherein bestimmte Materialien zu diskriminieren. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen derartige Verbote auch zu einem Ausweichen auf Materialien f\u00fchren, die am Ende sogar \u00f6kologisch nachteiliger sind.\u201c \u00d6kobilanzielle oder auch funktions- bzw. verwendungsspezifische Aspekte zum Beispiel bei der Bewertung von Einweggeschirr bleiben bei pauschalen Produktverboten g\u00e4nzlich unber\u00fccksichtigt. Nur ein Beispiel: Einweggeschirr auf Gro\u00dfveranstaltungen. Hier leisten Plastikteller- oder Bestecke in Sachen Funktionalit\u00e4t, Sicherheit und Hygiene einen deutlichen Mehrwert und werden im Anschluss gesammelt und verwertet. Warum sollte man diese Anwendungen verbieten? Die IK erwartet von Aufkl\u00e4rung und auch Kennzeichnung der Produkte zur umweltgerechten Entsorgung eine nachhaltigere Wirkung \u2013 so wie es im Gesetzentwurf f\u00fcr eine Reihe von Produkten \u2013 vom Getr\u00e4nkebecher \u00fcber Fast- Food- Verpackungen bis hin zu Hygieneartikeln vorgesehen ist. \u00a0\u201eDas Verbot einzelner Produkte ist aus unserer Sicht v\u00f6llig unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. Der Gesetzgeber sollte sich vielmehr um die Rahmenbedingungen der Kreislauff\u00fchrung k\u00fcmmern und letztendlich das Littering generell st\u00e4rker sanktionieren\u201c, so Dr. Bruder.<\/p>\n<p><strong>Zielf\u00fchrender: EU-Unterst\u00fctzung f\u00fcr Schwellenl\u00e4nder und EU-weites Deponieverbot von Kunststoffabf\u00e4llen<\/strong><\/p>\n<p>Ca. 80 % des weltweiten Plastikm\u00fclls in den Meeren wird von L\u00e4ndern aus Asien eingetragen, ca. 0,02 % kommt aus Deutschland und ca. 1 % aus Europa. \u201eSelbstverst\u00e4ndlich ist jede Tonne zu viel. Die EU sollte aber vor allem diejenigen Schwellenl\u00e4nder beim Aufbau von nachhaltigen Abfallwirtschaftsstrukturen unterst\u00fctzen, die erheblich zum globalen Problem beitragen.\u201c<\/p>\n<p>Aber auch innerhalb der EU sollte sich nach Auffassung der IK die EU-Kommission besser mit der konsequenten Umsetzung bestehender Abfallgesetze in allen EU-Mitgliedsstaaten und mit einem EU-weiten Deponieverbot von Kunststoffabf\u00e4llen befassen. Kunststoffe sind viel zu wertvoll f\u00fcr die Deponierung. Und die Erfahrungen zeigen, dass EU-Mitgliedsstaaten, die ein Deponieverbot erlassen haben, auch die besten Ergebnisse beim Kunststoffrecycling aufweisen. \u201eIm Deponieverbot liegt f\u00fcr uns unter Umweltschutzaspekten das viel h\u00f6here Potenzial. Aus Sicht der IK w\u00e4re es zielf\u00fchrender, die politische Energie in das Schlie\u00dfen der Kreisl\u00e4ufe und die Aufkl\u00e4rung der B\u00fcrger zu investieren statt in Verbote\u201c, fasst Dr. Bruder die IK-Position zusammen.<\/p>\n<p><strong>Single use \u2013 Ein irref\u00fchrender Begriff im Entwurf der EU-Direktive<\/strong><\/p>\n<p>Wir halten \u201eSingle use plastics\u201c, vor allem auch in der deutschen \u00dcbersetzung, f\u00fcr einen irref\u00fchrenden Begriff f\u00fcr eine Vielzahl von Anwendungen. Dabei wird nicht selten der Eindruck erweckt, dass es sich bei Einwegprodukten generell um zu vermeidende \u201eWegwerf-Produkte\u201c handelt. Die Einmalverwendung ist jedoch h\u00e4ufig das sinnvolle Ergebnis einer besonderen Anforderung an die Eigenschaften und Hygiene eines Produktes, die oft nur Kunststoffanwendungen erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Man denke an Blutbeutel, Einmallinsen oder Verpackungen f\u00fcr Frischfleisch.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Quelle: IK<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. 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