{"id":7858,"date":"2018-07-06T10:25:23","date_gmt":"2018-07-06T08:25:23","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=7858"},"modified":"2018-07-10T15:44:56","modified_gmt":"2018-07-10T13:44:56","slug":"branchentreffpunkt-erema-discovery-days-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=7858","title":{"rendered":"Branchentreffpunkt EREMA Discovery Days 2018"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>\u00dcber 1.000 Teilnehmer folgten von 27. bis 29. Juni der Einladung von EREMA zu den Discovery Days 2018 nach Ansfelden, \u00d6sterreich. Namhafte Unternehmen der Kunststoffbranche wie beispielsweise Borealis, Engel, Greiner, Haidlmair oder Henkel boten den Teilnehmern Einblicke in ihre Vorstellung eines nachhaltigen Umgangs mit Kunststoff.<\/li>\n<li>In Kombination mit den technischen und strategischen Antworten von EREMA in Bezug auf Kunststoffrecycling entstand ein umfassender Perspektivenmix auf das Thema der Kunststoffindustrie \u2013 Circular Economy.<\/li>\n<li>Res\u00fcmee der Konferenz: nur durch eine intensivere Zusammenarbeit der Branche k\u00f6nnen erforderliche Technologien gemeinschaftlich entwickelt, die angestrebten Recyclingquoten erf\u00fcllt und somit mehr Regranulat in Endprodukten eingesetzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Konzipiert als dreit\u00e4giges Multi-Company-Event hielt EREMA seine Besucher auf den diesj\u00e4hrigen Discovery Days dazu an, gemeinsam der wohl aktuellsten Frage der Kunststoffbranche nachzugehen: Wie kann der Rezyklatanteil in bzw. die Rezyklierbarkeit von Endprodukten erh\u00f6ht werden. Manfred Hackl, CEO der EREMA Gruppe, fasste die Herausforderungen der Branche gleich zu Beginn wie folgt zusammen: \u201eUm das neue europ\u00e4ische Recyclingziel von 55 Prozent bis 2030 zu erreichen, m\u00fcssen mehr als 10 Mio. Tonnen an Rezyklat in den Endm\u00e4rkten eingesetzt werden. Im Vergleich zu 2014 entspricht dies mehr als der doppelten Menge des recycelten Materials. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir gemeinsam \u2013 Rohwarehersteller, Produzenten, Verarbeiter und Recycler \u2013 neue M\u00e4rkte identifizieren, bislang ungenutzte Kunststoffquellen erschlie\u00dfen, als auch langfristig gemeinschaftlich noch st\u00e4rker Design f\u00fcr Recycling in den Vordergrund stellen und umsetzen.\u201c<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation konkreter Leuchtturmprojekte aus den Bereichen des Post Consumer und Produktionsabfall-Recyclings zeigten eindrucksvoll, wie ausgereift die technischen Recyclingl\u00f6sungen bereits sind. Damit diese fixer Bestandteil der L\u00f6sungen von morgen werden, bedarf es eines intensiven Erfahrungsaustausches unter den Beteiligten entlang der gesamten Kunststoffkette. \u201eAls Markenartikelhersteller arbeiten wir konsequent mit unseren Partnern an der Optimierung unserer Verpackungen. Dabei setzen wir auf geringe Materialmengen, die einerseits mit Rezyklat hergestellt und gleichzeitig recyclingf\u00e4hig sind.<\/p>\n<p>Ressourceneffizienz und Premium-Produkte stehen f\u00fcr uns in keinem Widerspruch\u201c, h\u00e4lt Thorsten Leopold, Head of International Packaging Development Home Care bei Henkel, fest. Wie umfangreich die Produktpalette solcher aus Rezyklat hergestellten Endprodukte schon heute ist, wurde auf der begleitenden Produkt-Ausstellung im EREMA Headquarter gezeigt. Angefangen von Rohren f\u00fcr die Bauindustrie, \u00fcber Lifestyle-Produkte wie Sonnenbrillen bis hin zur Kaffeemaschine \u2013 Produkte mit Rezyklatanteil haben l\u00e4ngst Einzug in unseren Alltag gehalten. Voraussetzung daf\u00fcr ist eine hohe Rezyklatqualit\u00e4t, erm\u00f6glicht durch moderne Recyclingtechnologie. Davon konnten sich die Besucher w\u00e4hrend den gesamten Discovery Days selbst \u00fcberzeugen: insgesamt 10 Recyclingmaschinen von EREMA und dem Schwesterunternehmen PURE LOOP befanden sich rund um die Uhr im Live-Betrieb.<\/p>\n<p><strong>Kommunikation als Schl\u00fcssel zur Kreislaufwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens bei der Vorstellung von ausgew\u00e4hlten Pionierprojekten wurde deutlich, dass die Kunststoffkette nur durch Kommunikation zusammenw\u00e4chst. Engel beispielsweise verdeutlichte im Spritzgie\u00df- und Haidlmair im Werkzeugbau-Bereich, dass f\u00fcr die Verwendung von Regranulat nicht automatisch die Weiterentwicklung von bestehenden Technologien notwendig ist, sondern im ersten Schritt oftmals ein Know-how Transfer zwischen Produzenten und Recyclingspezialisten ausreicht. Neu- und Weiterentwicklungen der Maschinen- und Werkzeugbauer zielen vielmehr darauf ab, die Prozesskonstanz beim Einsatz von Regranulat zu erh\u00f6hen, um Regranulat noch breiter einsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie eine Produktion der Zukunft aussehen k\u00f6nnte, zeigte die Idee der LIT Factory, eine \u00f6ffentliche 4.0 Pilotfabrik unter der F\u00fchrung des Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes-Kepler-Universit\u00e4t. Heimische Unternehmen k\u00f6nnen in Zukunft in diesem Testlabor digitalisierte Produktionstechnologien erproben und parallel dazu Gesch\u00e4ftsmodelle entwickeln.<\/p>\n<p><strong>Erfahrungsaustausch von heute f\u00fchrt zu L\u00f6sungen von morgen<\/strong><\/p>\n<p>Dass Nachhaltigkeit eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle in Unternehmensvisionen einnimmt, zeigte einmal mehr die Diskussion der Rohwarehersteller. Unter dem Titel \u201eCircular economy and raw material producers \u2013 parallel worlds or a complementary concept?\u201c gingen die Diskutanten auf ihre jeweiligen Strategien der Zukunft ein. Das Ergebnis: Recycling ist kein Widerspruch, sondern eine Erg\u00e4nzung zur Rohwareproduktion. Erst durch das Know-how von Rohwareherstellern in Kombination mit den Erfahrungswerten von Recyclingspezialisten werden nachhaltige Endprodukte entstehen. Die Ausf\u00fchrungen von Plastics Recyclers Europe (PRE) r\u00fcckten europ\u00e4ische Initiativen wie etwa EuCertPlast und RecyClass in den Fokus, wodurch einheitliche Qualit\u00e4tsstandards beim Einsatz von Kunststoff-Materialien bzw. Design for Recycling vorangetrieben werden sollen. Die europ\u00e4ische Recyclingindustrie kann im Bereich innovativer Kreislaufwirtschaft bereits auf einen gro\u00dfen Erfahrungsschatz zur\u00fcckgreifen und erzielt dadurch, laut Manfred Hackl, einen wichtigen Vorsprung: \u201eCircular Economy ist n\u00e4mlich nicht nur ein \u00f6kologisches Muss, sondern bietet gleichzeitig die Chance f\u00fcr Europa sich als Pionier der Green Economy zu positionieren.\u201c<\/p>\n<p>Einblick in die Aktivit\u00e4ten von Kunststoffunternehmen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette erhielten die Besucher bei parallel organisierten Veranstaltungs- bzw. Unternehmensbesuchen bei Engel und Greiner Packaging. Auch Borealis lud Discovery Day Teilnehmer am zweiten Veranstaltungstag in ihr Innovation Headquarter in Linz. Ein Science Walk durch das Technikum (die \u201eApplication Hall\u201c) des Unternehmens legte den Fokus auf die Verarbeitung von recycelbarem Polyolefin und Regranulaten.<\/p>\n<p>Der dritte Veranstaltungstag widmete sich voll und ganz den Trends in der Wiederaufbereitung von Produktionsabf\u00e4llen. Vortragende von SML oder Br\u00fcckner best\u00e4tigten, dass immer mehr Verpackungshersteller bereits bei ihrer Neuanschaffung auf eine Kombination aus Produktions- und Recyclingl\u00f6sung setzen. \u201eEREMA hat vor 35 Jahren mit der Herstellung von Recyclinganlagen f\u00fcr Produktionsabfall begonnen. Mittlerweile macht diese Sparte \u00fcber 50 Prozent unseres Umsatzes aus und wir sind stolz darauf, dass immer mehr internationale Verpackungshersteller auf unsere Qualit\u00e4t vertrauen\u201c, so Manfred Hackl.<\/p>\n<p><strong>Mit innovativer Recyclingtechnologie zu ganzheitlichen Recyclingkonzepten<\/strong><\/p>\n<p>EREMA setzte bereits fr\u00fchzeitig bei der Technologieentwicklung auf Qualit\u00e4t und Prozesstransparenz. Der ReFresher etwa sorgt in Kombination mit der INTAREMA\u00ae f\u00fcr eine thermisch-physikalische Geruchsminimierung von Rezyklaten. Dadurch wird das Anwendungsfeld f\u00fcr Rezyklate aus Post Consumer Material wesentlich erweitert. Im Bereich Smart Factory bietet EREMA mit dem QualityOn Paket eine online Qualit\u00e4ts\u00fcberwachung von Farbe und MVR-Wert bereits w\u00e4hrend des Verarbeitungsprozesses. F\u00fcr den digitalen \u00dcberblick \u00fcber Produktionsdaten sorgt das Manufacturing Execution System, re360. Dieses ist nicht nur f\u00fcr EREMA Maschinen, sondern f\u00fcr den gesamten Maschinenpark eines Unternehmens einsetzbar \u2013 im Idealfall vom Kunststoffballen bis zum Rezyklat.<\/p>\n<p>Um mit dem Know-how von EREMA die Nachfrage nach gesamtheitlichen Recyclingkonzepten erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, erweiterte der \u00f6sterreichische Recyclingspezialist erst k\u00fcrzlich sein Portfolio um die Business Unit KEYCYCLE. Somit kann die EREMA Gruppe ab sofort auch komplette Engineering- und Integrationsdienstleistungen f\u00fcr Kunststoff-Recycling-Anlagen anbieten. Au\u00dferdem werden Kunden bereits im fr\u00fchen Planungsstadium durch gezielte Beratung und im Bedarfsfall mit Machbarkeitsstudien dabei unterst\u00fctzt, die f\u00fcr ihren Gebrauch geeignete Recyclingl\u00f6sung zu integrieren.<\/p>\n<p>Quelle: EREMA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber 1.000 Teilnehmer folgten von 27. bis 29. 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