{"id":7984,"date":"2018-07-12T10:53:34","date_gmt":"2018-07-12T08:53:34","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=7984"},"modified":"2018-07-12T10:54:25","modified_gmt":"2018-07-12T08:54:25","slug":"die-2020er-jahre-werden-eine-dekade-der-extreme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=7984","title":{"rendered":"Die 2020er-Jahre werden eine Dekade der Extreme"},"content":{"rendered":"<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Alternde Bev\u00f6lkerung, neue Technologien und wachsende Ungleichheit f\u00fchren im kommenden Jahrzehnt zu Verwerfungen in Wirtschaft und Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Automatisierung droht in den Industriestaaten bis zu einem Viertel der Jobs zu vernichten<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Deutsche Wirtschaft mit ihren f\u00fchrenden Investitionsg\u00fcterherstellern profitiert von der Modernisierungswelle<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Weltweit nehmen die Risiken f\u00fcr Unternehmen durch m\u00f6glichen Zinsanstieg, st\u00e4rkere Regulierung und h\u00f6here Steuern zu<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Gegen Ende der Dekade bremst die Erosion der Mittelschicht sowie das Abflauen der Investitionen die Weltwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber den Industriestaaten braut sich ein Sturm zusammen. In den 2020er-Jahren prallen eine rapide alternde Bev\u00f6lkerung, ein beispielloser Technologieboom und zunehmende Ungleichheit aufeinander und sorgen f\u00fcr enorme Turbulenzen sowie Instabilit\u00e4t in Wirtschaft und Gesellschaft. Die internationale Managementberatung Bain &amp; Company prognostiziert in ihrer Studie \u201e<a href=\"http:\/\/www.bain.de\/publikationen\/articles\/die-arbeitswelt-im-jahr-2030.aspx\">Labor 2030: The Collision of Demographics, Automation and Inequality<\/a>\u201c eine lang anhaltende Phase massiver \u00f6konomischer und politischer Umw\u00e4lzungen.<\/p>\n<p>\u201eDie kommende Dekade wird gepr\u00e4gt sein durch ein ungew\u00f6hnlich hohes Niveau an Volatilit\u00e4t\u201c, betont <a href=\"http:\/\/bain.de\/uber-uns\/menschen-und-werte\/unser-team\/Sinn.aspx\">Walter Sinn<\/a>, Deutschlandchef von Bain &amp; Company. Schon zu Beginn der 2020er-Jahre werden Arbeitskr\u00e4fte zur Mangelware. In den USA nimmt die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen dann nur noch minimal zu, in Westeuropa geht sie sogar zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Investitionsboom durch Digitalisierung<\/strong><\/p>\n<p>Um das Defizit am Arbeitsmarkt zu kompensieren, werden die Unternehmen in neue Technologien investieren. Die Digitalisierung von Produktion und Dienstleistungssektor steigert die Arbeitsproduktivit\u00e4t gegen\u00fcber 2015 im Schnitt um 30 Prozent. Da die Nachfrage deutlich langsamer w\u00e4chst als das Produktionspotenzial, gehen Arbeitspl\u00e4tze verloren. Bis zu 25 Prozent aller Jobs k\u00f6nnten in den USA abgebaut werden.<\/p>\n<p>Deutschland allerdings d\u00fcrfte sich von diesem Negativtrend signifikant abheben. Die heimische Industrie liefert Maschinen und Anlagen f\u00fcr die Modernisierung der Weltwirtschaft. Von der Digitalisierung profitieren indes auch hierzulande nur etwa 20 Prozent der Berufst\u00e4tigen. Das sind diejenigen, die f\u00fcr die Anforderungen der Zukunft passgenau qualifiziert sind. W\u00e4hrend ihre Geh\u00e4lter deutlich steigen, ger\u00e4t die breite Mittelschicht in der kommenden Dekade immer st\u00e4rker unter Druck. Die schon heute bestehende Ungleichheit bei den Einkommen und damit auch bei den Verm\u00f6gen wird weiter zunehmen.<\/p>\n<p>Die Erosion der Mittelschicht macht sich gegen Ende der 2020er-Jahre als echte Wachstumsbremse bemerkbar. Flaut dann auch noch die Investitionst\u00e4tigkeit ab, weil die Mehrheit der Unternehmen modernisiert ist, drohen weltweit Stagnation oder gar Rezession.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfe Risiken f\u00fcr Unternehmen <\/strong><\/p>\n<p>Die turbulenten 2020er-Jahre bergen hohe Risiken f\u00fcr Unternehmen. So besteht beispielsweise die Gefahr erheblicher Zinsschwankungen. Der Investitionsboom k\u00f6nnte zun\u00e4chst einen abrupten Zinsanstieg ausl\u00f6sen. Doch schw\u00e4cht sich die Wirtschaft zum Ende der Dekade ab, sinken die Zinsen wieder in Richtung Nulllinie.<\/p>\n<p>Auch die sozialen Folgen von Alterung, Arbeitslosigkeit und Ungleichheit stellen eine Bedrohung dar. Zudem kann es durch die schnell wachsende Zahl von Rentnern, die von immer weniger Berufst\u00e4tigen unterhalten werden m\u00fcssen, zu ernsthaften Finanzierungsproblemen in den Sozialsystemen kommen. Derartige Generationenkonflikte verschlechtern die durch die steigende Ungleichverteilung der Einkommen ohnehin instabile politische Situation weiter. Regierungen d\u00fcrften darauf mit strikterer Regulierung der M\u00e4rkte, versch\u00e4rftem Kartellrecht oder h\u00f6heren Steuern reagieren.<\/p>\n<p>\u201eUnternehmen k\u00f6nnen sich auf die extreme Volatilit\u00e4t der 2020er-Jahre vorbereiten\u201c, erkl\u00e4rt Sinn. \u201eGefragt sind Flexibilit\u00e4t und Widerstandsf\u00e4higkeit. Und sie m\u00fcssen insbesondere mit ihrem Produktportfolio ein breiteres sozio\u00f6konomisches Spektrum abdecken. Sich rein auf die Nachfrage einer relativ wohlhabenden Mittelschicht zu verlassen, reicht dann nicht mehr aus.\u201c<\/p>\n<p>Quelle: Bain &amp; Company<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den Industriestaaten braut sich ein Sturm zusammen. 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