{"id":7994,"date":"2018-07-12T14:25:01","date_gmt":"2018-07-12T12:25:01","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=7994"},"modified":"2018-07-12T14:25:01","modified_gmt":"2018-07-12T12:25:01","slug":"wirtschaftliche-lage-der-chemisch-pharmazeutischen-industrie-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=7994","title":{"rendered":"Wirtschaftliche Lage der chemisch-pharmazeutischen Industrie 2018"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>\u00a0\u00a0 Gute Zwischenbilanz \u2013 aber sorgenvoller Ausblick<\/li>\n<li><sub>\u00a0\u00a0\u00a0 <\/sub>Umsatz steigt im ersten Halbjahr um 5,5 %, Produktion legt um 5 % zu<\/li>\n<li><sub>\u00a0\u00a0\u00a0 <\/sub>Prognose Gesamtjahr 2018: Produktionsplus von 3,5 % erreichbar<\/li>\n<li><sub>\u00a0\u00a0\u00a0 <\/sub>Wirtschaftliche und politische Risikofaktoren h\u00e4ufen sich<\/li>\n<li><sub>\u00a0\u00a0\u00a0 <\/sub>Bundeshaushalt und Erfahrungswerte sprechen f\u00fcr steuerliche F\u00f6rderung von FuE<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Gesch\u00e4fte der chemisch-pharmazeutischen Industrie verliefen im ersten Halbjahr 2018 erfreulich, aber die Perspektive f\u00fcr den Rest des Jahres ist verhaltener. Wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in seiner Halbjahresbilanz berichtet, erh\u00f6hte sich der Umsatz von Januar bis Juni 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent auf gut 100 Milliarden Euro. Die Produktion der drittgr\u00f6\u00dften Branche in Deutschland legte insgesamt um 5 Prozent zu. Nicht alle Sparten konnten von der guten Wirtschaftslage gleicherma\u00dfen profitieren, stellt der VCI fest: W\u00e4hrend Spezialchemikalien ein Produktionsplus von 4,5 und Pharmazeutika sogar von \u00fcber 11 Prozent erzielten, legte die Produktionsmenge bei Petrochemikalien und Polymeren nur um 1,5 Prozent zu. Die Zahl der Besch\u00e4ftigten erh\u00f6hte sich leicht auf 455.200 Mitarbeiter (+0,5 Prozent).<\/p>\n<p>Die <strong>Gesch\u00e4ftserwartungen<\/strong> der Branche haben sich inzwischen etwas eingetr\u00fcbt. Die Unternehmen blicken weniger optimistisch in die Zukunft als noch zu Jahresbeginn, so der VCI. Wirtschaftliche und politische Risikofaktoren h\u00e4uften sich. Die Gefahr eines globalen Handelskrieges zwischen den USA, China und der EU, die Folgen eines harten Brexits und die st\u00fcrmische \u00d6lpreisentwicklung g\u00e4ben wenig Anlass, auf eine Fortsetzung des Aufschwungs zu hoffen. \u201eDas Tempo des Wachstums hat nachgelassen, gleichzeitig haben die konjunkturellen Risiken zugenommen. Der Gegenwind wird st\u00e4rker\u201c, bewertete VCI-Pr\u00e4sident Kurt Bock die Lage der Branche.<\/p>\n<p><strong>Prognose:<\/strong> In Erwartung einer schw\u00e4cheren zweiten Jahresh\u00e4lfte geht der VCI f\u00fcr das Gesamtjahr 2018 von einem Produktionswachstum von 3,5 Prozent aus. Bei einem h\u00f6heren Preisniveau von 1 Prozent d\u00fcrfte der Umsatz der Branche um 4,5 Prozent auf \u00fcber 204 Milliarden Euro zulegen.<\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung einer steuerlichen Forschungsf\u00f6rderung: Politische Stellschraube f\u00fcr mehr Innovationen <\/strong><\/p>\n<p>Dass die Einsch\u00e4tzung der Unternehmen f\u00fcr das zweite Halbjahr verhalten ausf\u00e4llt, liegt aus Sicht des VCI auch daran, dass die Bundesregierung den wachsenden konjunkturellen Risiken keine positiven industriepolitischen Impulse f\u00fcr die Wirtschaft entgegensetzt. Vor allem beim Thema Innovation bestehe Handlungsbedarf. Deutschland brauche mehr Innovationstempo, so Bock, um in einer Welt globalen Wettbewerbs durch hochwertige Arbeitspl\u00e4tze Wohlstand und Besch\u00e4ftigung zu sichern. \u201eGenauso wie bei Migration und Integration oder demografischem Wandel geht es auch bei Innovationsf\u00e4higkeit um die Zukunft unseres Landes. Das scheint bei den politischen Priorit\u00e4ten in Berlin aber immer mehr in den Hintergrund zu r\u00fccken\u201c, kritisierte der VCI-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Dies treffe zum Beispiel auf die Einf\u00fchrung einer steuerlichen F\u00f6rderung von Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland zu, f\u00fcr die sich der VCI zusammen mit vielen anderen Wirtschaftsverb\u00e4nden und wissenschaftlichen Organisationen seit Jahren vergeblich einsetzt. Fast alle Industrienationen der Welt \u2013 darunter gro\u00dfe Volkswirtschaften wie USA, Japan und Kanada \u2013 sowie 20 von 28 der EU-Mitgliedstaaten gew\u00e4hren inzwischen Unternehmen eine steuerliche FuE-F\u00f6rderung, um ihre Innovationskraft zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Bei der Standortwahl f\u00fcr Investitionen in forschungsintensive Projekte spielt dieses Kriterium eine erhebliche Rolle. Das zeigt die Bilanz von \u00d6sterreich: Mit einem Anteil von 3,14 Prozent der FuE-Aufwendungen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) belegt die Alpenrepublik inzwischen einen der vorderen Pl\u00e4tze in der EU f\u00fcr Forschungsintensit\u00e4t \u2013 noch vor Deutschland (2,93 Prozent). \u00d6sterreich hat Anfang des Jahres wegen der erfolgreichen Wirkung des Instrumentes auf Arbeitspl\u00e4tze und Unternehmensansiedlungen die Steuergutschrift um weitere 2 auf 14 Prozent der Forschungsaufwendungen erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>VCI-Pr\u00e4sident Bock forderte die Bundesregierung auf, im Herbst einen konkreten Gesetzentwurf f\u00fcr eine steuerliche FuE-F\u00f6rderung vorzulegen. \u201eDie Glaubw\u00fcrdigkeit politischen Handelns steht hier auf dem Spiel \u2013 nicht nur innerhalb unserer Branche\u201c, betonte er. Der finanzielle Gestaltungsspielraum des Bundeshaushalts sei durch die stark steigenden Steuereinnahmen in der Legislaturperiode so gro\u00df wie nie zuvor.<\/p>\n<p>Eine steuerliche F\u00f6rderung ist ein wichtiges Instrument, um das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel von 3,5 Prozent des BIP f\u00fcr die Ausgaben von Forschung und Entwicklung bis 2025 in Deutschland zu erreichen. Diese Messlatte bedeutet eine Kraftanstrengung f\u00fcr die Wirtschaft: Sie bringt zwei Drittel aller finanziellen Mittel auf. Die chemisch-pharmazeutische Industrie tr\u00e4gt das 3,5-Prozent-Ziel mit. Die Branche investiert derzeit j\u00e4hrlich knapp 11 Milliarden Euro in die Forschung.<\/p>\n<p>Quelle: VCI<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gesch\u00e4fte der chemisch-pharmazeutischen Industrie verliefen im ersten Halbjahr 2018 erfreulich, aber die Perspektive f\u00fcr den Rest des Jahres&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6501,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-7994","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7994","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7994"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7994\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7995,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7994\/revisions\/7995"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6501"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7994"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7994"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7994"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=7994"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}