{"id":7997,"date":"2018-07-12T14:37:53","date_gmt":"2018-07-12T12:37:53","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=7997"},"modified":"2018-07-12T14:38:47","modified_gmt":"2018-07-12T12:38:47","slug":"3-bia-fachtagung-kunststoff-und-galvanotechnik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=7997","title":{"rendered":"3. BIA Fachtagung Kunststoff- und Galvanotechnik"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"\">Die dritte Fachtagung der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik in Solingen bot Ende Juni 2018 Neuigkeiten und Innovationen rund um die Kunststoff- und Galvanotechnik. \u00dcber 80 Besucher erhielten hier Einblicke in neue Entwicklungen bei BIA als auch in Trends im Automobildesign. Die Pr\u00e4sentation der BIA Produktion am Solinger Standort mit neuem, vollautomatischen Hochregallager sowie gerade bezugsfertig gewordenem Verwaltungsgeb\u00e4ude rundeten die Tagung ab.<br \/>\n<\/span><span class=\"\"><br \/>\n<\/span><span class=\"\">BIA Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00f6rg P\u00fcttbach er\u00f6ffnete die Tagung mit einem klaren Statement f\u00fcr Chrom als optisch und haptisch wertiges und zukunftsf\u00e4higes Designelement im Automobilbereich. \u201eChrom ist nach wie vor wettbewerbsf\u00e4hig und wie die Tagung zeigen wird, haben wir unsere Prozesse enorm weiterentwickelt, so dass die galvanische Verchromung auch in der Zukunft die beste Technologie f\u00fcr metallische Oberfl\u00e4chen im Fahrzeugbau darstellt. Sie ist kosteneffizient und bietet durch unsere stetigen Entwicklungen immer wieder neue Designm\u00f6glichkeiten.\u201c<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span class=\"\"><b>REACh-Autorisierung<\/b><\/span><\/p>\n<div>\n<h4 class=\"line\"><\/h4>\n<\/div>\n<p><span class=\"\">Zum Thema EU-REACh-Verordnung gab BIA Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Markus Dahlhaus einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber den Stand der Autorisierung von Chromtrioxid (Chrom-VI), die BIA mit dem Fachverband Galvanisierte Kunststoffe (FGK) beantragt hat. Die von der Europ\u00e4ischen Chemikalienagentur (ECHA) vorgenommene Empfehlung einer Autorisierung f\u00fcr die FGK-Mitgliedsunternehmen von zw\u00f6lf Jahren liege seit mehr als einem Jahr zur Best\u00e4tigung bei der EU Kommission, da diese \u00fcberlastet sei. \u201eAber in 100 Prozent aller Antr\u00e4ge ist die Kommission bisher der Empfehlung der ECHA gefolgt\u201c, zeigte sich Dr. Dahlhaus zuversichtlich. \u201eNeben der Sicherung der aktuellen Produktion aus Chrom-VI-B\u00e4dern produziert BIA bereits heute erfolgreich Chromoberfl\u00e4chen aus Chrom-III in Serie und ist intensiv an der Prozessentwicklung f\u00fcr eine Chrom-VI-freie Vorbehandlung mit den Chemikalienherstellern beteiligt\u201c, so Dr. Dahlhaus \u00fcber die aktuellen Forschungsanstrengungen bei BIA.<br \/>\n<\/span><span class=\"\"><br \/>\n<\/span><span class=\"\"><b>Neue Technologien in der Kunststoffgalvanik<\/b><\/span><\/p>\n<p><span class=\"\">Bei neuen Entwicklungen setzte auch Heiko Viecenz, Key Account Manager Vertrieb Automotive vom Spezialchemielieferanten HSO, in seinem Vortrag an. Chromoberfl\u00e4chen aus Chrom-III Elektrolyten, so Viecenz, seien heute prozesssicher entwickelt und wie die Produktion bei BIA in der Slowakei bereits zeige, auch serientauglich. Alle Automobilanforderungen w\u00fcrden erf\u00fcllt. \u201eAllerdings ist die Prozessf\u00fchrung deutlich anspruchsvoller und die Farbe der Schicht ist ein Thema. Da die Chrom-III-Schicht aus dem Kation abgeschieden wird, kann es durch Fremdmetalle in der Schicht zu Farbschwankungen kommen\u201c, so der HSO Experte. Dies sah er aber auch als Entwicklungschance, da so bewusst mit Zus\u00e4tzen von Legierungsbestandteilen neue, dunkle Oberfl\u00e4chen m\u00f6glich seien. \u201eDamit kommen wir dem Wunsch der OEM nach neuen dunklen Designoberfl\u00e4chen nach, die weiterhin die metallische Haptik bieten. So wird die Kunststoffgalvanik zum Trendsetter. In Kombination mit strukturierten Oberfl\u00e4chen wie dem BIA Texture Chrome erweitern sich die Designm\u00f6glichkeiten enorm\u201c, gab Viecenz einen Ausblick auf m\u00f6gliche Oberfl\u00e4chentrends. Zum Thema Chrom-VI-freies Beizen berichtete er \u00fcberdies von enormen Fortschritten bei der Entwicklung. \u201eWir sind hier auf einem guten Weg, brauchen aber noch etwas Zeit bis zur prozesssicheren Qualifizierung.\u201c<br \/>\n<\/span><span class=\"\"><br \/>\n<\/span><span class=\"\"><b>Neue Materialien f\u00fcr den Spritzguss<\/b><\/span><\/p>\n<p><span class=\"\">Die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsans\u00e4tze zu neuen Materialien und Anforderungen in der Kunststoffgalvanisierung erl\u00e4uterte Dr. Felix Heinzler, Leiter Entwicklung und Prozesstechnik bei BIA. \u201eDie Anforderungen an Bauteile\u201c, so Dr. Heinzler, \u201esind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Zunehmende Funktionsintegration bei Durchleuchtung, Verbau und Oberfl\u00e4chendesign, aber auch Geometrien mit scharfen Radien sowie die wachsenden Testanforderungen bringen die Materialien und Prozesse in Grenzbereiche\u201c, fasste der Experte die Problematik in der Materialentwicklung zusammen. Hier setzt die BIA Entwicklung mit systematischer Suche nach passenden Kunststoffen an. Heinzler pr\u00e4sentierte die BIA Versuchsergebnisse von 27 Materialien. Mit Hilfe eines speziellen Testwerkzeugs, das schwierige Bauteilgeometrien und Oberfl\u00e4chen abbildet, wurden verschiedene galvanisierbare ABS\/PC-Blends getestet. \u201eEs gibt Kunststoffe, die bei den Tests im Vergleich mit Standard-ABS keine Ausf\u00e4lle haben und einen geringeren Verzug aufweisen. Materialien mit hoher W\u00e4rmeformbest\u00e4ndigkeit in Kombination mit niedriger Viskosit\u00e4t er\u00f6ffnen uns ein gro\u00dfes Prozessfenster und zeigen positiven Einfluss auf die Testbest\u00e4ndigkeit\u201c, zog Dr. Heinzler sein positives Fazit der Forschungsanstrengungen. Auch die erweiterten Materialanforderungen bei Ambiente-Beleuchtung wie Tagkontrast, Transmission und Lichtstreuung hat die BIA Entwicklung intensiv untersucht. \u201eBIA kann seinen Kunden mit der Auswahl des richtigen Materials auch bei schwierigen Bauteilen passgenaue L\u00f6sungen bieten, die den hohen Anforderungen gen\u00fcgen. Binden Sie uns fr\u00fchzeitig ein, so k\u00f6nnen wir das richtige Material f\u00fcr Ihre speziellen Anforderungen ausw\u00e4hlen\u201c, appellierte Dr. Heinzler abschlie\u00dfend an die Kunden.<br \/>\n<\/span><span class=\"\"><br \/>\n<\/span><span class=\"\"><b>Designwunsch Authentische Materialien<\/b><\/span><\/p>\n<p><span class=\"\">Welche Trends im Automotive-Bereich die Designer aktuell bewegt, zeigten Aurelie Nangniot, Projektmanagerin Design, und Dominique Manceau, Leiter Innovation bei der Groupe Plastivaloire. Authentische Materialien spielten aktuell im Design eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle und gelangten auch zunehmend in den Fokus f\u00fcr Fahrzeuge. Holz, Stein, Leder und Chrom st\u00e4nden dabei im Mittelpunkt. Sie finden nicht mehr nur im Premiumbereich Anwendung, sondern setzen mehr und mehr Akzente in allen Fahrzeugen. Dabei seien Kombinationen mit Lichteffekten und Strukturierungen gefragt. \u201eDa Naturprodukte wie Stein oder Holz eine unregelm\u00e4\u00dfige Struktur haben, wird jedes Fahrzeug zum Unikat\u201c, erl\u00e4uterte Nangniot. Mit der Integration vieler Funktionen in Touch Screens setzen die Designer bei den verbleibenden Elementen besondere Akzente. Strukturierte Metalloberfl\u00e4chen wie das BIA Texture Chrome liegen mit der Integration von Funktion und Design im Trend.<br \/>\n<\/span><span class=\"\"><br \/>\n<\/span><span class=\"\"><b>Neues vom Nachtdesign<\/b><\/span><\/p>\n<p><span class=\"\">Genau da setzte der Vortrag \u201eNeue Gestaltungsm\u00f6glichkeiten durch den Einsatz von BIA Nachtdesign und BIA Texture Chrome\u201c von Ullrich Gutgar an, stellvertretender Leiter Entwicklung und Prozesstechnik bei BIA. Er gab einen \u00dcberblick \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, die das Unternehmen zu strukturierten Oberfl\u00e4chen bietet. Je nach Kundenwunsch und Bauteil kann BIA als neue Prozesstechnik im Werkzeug strukturierte Oberfl\u00e4chen oder auch im 3-D-Gro\u00dfformat laserstrukturierte Oberfl\u00e4chen realisieren. Beim Nachtdesignverfahren stehen Umspritzverfahren, Lasern oder Druckverfahren zur Auswahl. Chrom und Licht wachsen bei der Ambientebeleuchtung zusammen. Mit dem BIA Nachdesign Multicolor pr\u00e4sentierte Gutgar die neueste BIA Entwicklung. Mit farbig hinterspritzten Folien k\u00f6nnen hinterleuchtete Symbole in allen Farben erzeugt werden. \u201eMit den BIA Multicolor Folien verbessert sich der Kontrast bei Tag, es werden verschiedene Farben trotz einfarbiger LED m\u00f6glich und es lassen sich beliebig viele Farben mit maximal 2-K-Spritzguss realisieren\u201c, freut sich Gutgar \u00fcber die neuen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Designer.<br \/>\n<\/span><span class=\"\"><br \/>\n<\/span><span class=\"\"><b>Galvanik 4.0<\/b><\/span><\/p>\n<p><span class=\"\">F\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Chromoberfl\u00e4che ist eine st\u00e4ndige Verbesserung der Abl\u00e4ufe im Unternehmen entscheidend. Unter dem Schlagwort \u201eGalvanik 4.0\u201c durchleuchtete BIA Betriebsleiter Florian Koch gemeinsam mit Boris Gebauer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gebauer GmbH (System TimeLine) alle Produktionsbereiche bei BIA zum Thema Digitalisierung und gab einen Ausblick auf zuk\u00fcnftige Optimierungsszenarien. Angefangen bei der Anbindung zum Kunden, die zuk\u00fcnftig vernetzt mit dem Austausch von Echtzeiten arbeiten soll, wird auch im Bereich Logistik eine integrative Produktionsplanung mit Echtzeitsimulation und automatisierten Transportsystemen stehen. Im Spritzguss werden automatisierte Werkzeugbereitstellung und -wechsel manuelles R\u00fcsten abl\u00f6sen und werkzeuggebundene Prototypenfertigung k\u00f6nnte dann einem 3D Rapid Prototyping weichen. Die bei BIA bereits heute vollautomatischen Gestellspeicher mit artikelspezifischen RFID Tags k\u00f6nnten weiter automatisch bis zur Aufsteckstation bereitgestellt werden. Auf- und Abstecken erfolgen heute bei BIA zum Teil schon durch Roboter, w\u00e4hrend die Endpr\u00fcfung aktuell ein rein manueller Prozess ist. Automatisierte Pr\u00fcfmethoden sowie robotergest\u00fctzes Finishing und Verpacken sind hier noch Zukunftsmusik. Im Versand bietet BIA mit dem neuen vollautomatischen Hochregallager, automatischer Generierung aller Frachtunterlagen und einer Onlineanbindung an Logistikdienstleiter die Industrie 4.0 bereits ab.<br \/>\n<\/span><span class=\"\"><br \/>\n<\/span><span class=\"\">\u201eOptimierungen der Abl\u00e4ufe und gleichzeitig Kreativit\u00e4t bei neuen Prozessen und Entwicklungen werden zusammen mit einer globalen Ausrichtung der Schl\u00fcssel f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Erfolg von deutschen Unternehmen sein\u201c, zeigte sich BIA Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00f6rg P\u00fcttbach zum Abschluss der Fachtagung \u00fcberzeugt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BIA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die dritte Fachtagung der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik in Solingen bot Ende Juni 2018 Neuigkeiten und Innovationen rund&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7998,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-7997","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7997","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7997"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7997\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8000,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7997\/revisions\/8000"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7998"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7997"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7997"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7997"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=7997"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}