{"id":8669,"date":"2018-08-30T11:20:20","date_gmt":"2018-08-30T09:20:20","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=8669"},"modified":"2018-08-30T11:20:20","modified_gmt":"2018-08-30T09:20:20","slug":"granulatfeuchte-genaue-bestimmung-des-wassergehaltes-fuer-hohe-produktqualitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=8669","title":{"rendered":"Granulatfeuchte: genaue Bestimmung des Wassergehaltes f\u00fcr hohe Produktqualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<div class=\"text teaser\">\n<p>Die Formteilqualit\u00e4t beim Spritzgie\u00dfen und die Qualit\u00e4t von Halbzeugen beim Extrudieren werden wesentlich durch die Granulatfeuchte bestimmt. Die sogenannte Verarbeitungsfeuchte ist der maximal m\u00f6gliche Feuchteanteil im Granulat, bei dem die Qualit\u00e4t der Formteile bzw. Halbzeuge noch gesichert ist. Ansonsten entstehen Silberschlieren und Blasen. Der Restwasseranteil im Kunststoff beeinflusst ebenso die Viskosit\u00e4t und wirkt sich somit auf die Verarbeitungsparameter aus.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"news-text-wrap\">\n<p>Die meisten Kunststoffe sind hygroskopisch und nehmen Wasser innerhalb ihres Granulatkornes auf. Bei nicht-hygroskopischen Kunststoffen (z.B. PE, PP) lagert sich Feuchtigkeit nur an der Oberfl\u00e4che an. Doch auch hier an F\u00fcllstoffe denken, die Feuchte aufnehmen k\u00f6nnen. Bei einigen Kunststoffen findet beim Aufschmelzen eine chemische Reaktion mit Wasser (Hydrolyse) statt, was zur Reduzierung des Molekulargewichtes f\u00fchrt (z.B. PA, PET).<\/p>\n<p>Der zul\u00e4ssige Wassergehalt zur Verarbeitung der Kunststoffe ist mit 0,02 bis 0,1\u00a0% sehr niedrig. Zur Sicherung der Einhaltung der Grenzwerte sind genaue Feuchtemessungen nach DIN\u00a0EN\u00a0ISO\u00a015512 von 2017-3, Verfahren B\u00a02, notwendig. Die Messungen der Feuchte erfolgen im KUZ nach dem Verfahren der Karl-Fischer-Titration (KFT) mit einem Aqua\u00a040.00 der Firma <a title=\"ECH Halle\" href=\"https:\/\/www.ech.de\/index.php\/de\/\" target=\"_top\">Elektrochemie Halle GmbH (ECH)<\/a>. Um die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Messung zu gew\u00e4hrleisten, ist das Messger\u00e4t in einer Messkammer mit definierter Atmosph\u00e4re installiert. Mit diesem Verfahren sind Restfeuchteanteile bis 0,01\u00a0% messbar. Das Verfahren KFT ist somit gut einsetzbar f\u00fcr die Feuchtemessung an Typen f\u00fcr die Extrusion und f\u00fcr hydrophobe Kunststoffe. Die KFT ist eine Absolutmethode, das hei\u00dft es wird nur das Wasser, was sich in der Probe befindet, bestimmt.<\/p>\n<p>Relativmethoden, wie z.B. die dielektrische Feuchtemessung m\u00fcssen zur Sicherung der Genauigkeit in relativ kurzen Zeitabst\u00e4nden mittels KFT kalibriert werden. Bei der gravimetrischen Feuchtemessung werden andere fl\u00fcchtige Bestandteile ber\u00fccksichtigt, die Wasser vort\u00e4uschen. Auch bei barometrischen Feuchtemessungen erfolgt eine Kalibrierung mittels KFT.<\/p>\n<p>Die Messung der Feuchte nach DIN EN ISO 15512 von 2017-3, Verfahren B 2, ist Bestandteil des akkreditierten Pr\u00fcfleistungsangebotes des KUZ. F\u00fcr die Messung der Restfeuchte m\u00fcssen zu pr\u00fcfende Granulatproben (mindestens 100\u00a0g) in eine eng mit Aluminium beschichtete Folie einschwei\u00dft oder in eine &#8220;ausgeheizte&#8221; 100\u00a0ml Chemieflasche randvoll gef\u00fcllt und fest verschraubt werden. Dann k\u00f6nnen die Proben dem KUZ zur Pr\u00fcfung \u00fcbergeben werden.<\/p>\n<p>Quelle: KUZ<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Formteilqualit\u00e4t beim Spritzgie\u00dfen und die Qualit\u00e4t von Halbzeugen beim Extrudieren werden wesentlich durch die Granulatfeuchte bestimmt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8670,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-8669","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8669","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8669"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8669\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8671,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8669\/revisions\/8671"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8670"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8669"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8669"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8669"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=8669"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}