{"id":9130,"date":"2018-10-04T13:35:07","date_gmt":"2018-10-04T11:35:07","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=9130"},"modified":"2018-10-04T13:35:44","modified_gmt":"2018-10-04T11:35:44","slug":"die-besten-unternehmen-gewinnen-im-abschwung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=9130","title":{"rendered":"Die besten Unternehmen gewinnen im Abschwung"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.bain.de\/publikationen\/articles\/gipfelstuermer.aspx\">Bain-Studie zu Konjunkturzyklen in Industrieg\u00fcterm\u00e4rkten<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Viele Industrieunternehmen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz sind nicht ausreichend auf eine Rezession vorbereitet<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Wer mutig und antizyklisch plant, setzt sich dauerhaft vom Wettbewerb ab<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Vorreiter haben seit der letzten Krise 2008\/2009 eine rund 45 Prozent h\u00f6here Aktienrendite erzielt als die z\u00f6gerlichen Unternehmen <\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>In vier entscheidenden Bereichen k\u00f6nnen sich Unternehmen auf Konjunkturschwankungen vorbereiten<\/strong><\/p>\n<p>Nach fast neun Jahren wirtschaftlichen Aufschwungs erwarten viele Industriemanager in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz, dass sich die Konjunktur abk\u00fchlt. Einige dieser Unternehmen haben das vergangene Konjunkturtal 2008\/2009 optimal genutzt, um ihre Konkurrenz zu deklassieren. Diese Gipfelst\u00fcrmer hatten sich rechtzeitig auf die damalige Rezession vorbereitet, die ersten Alarmsignale fr\u00fch erkannt und ihre Krisenpl\u00e4ne dann auch konsequent umgesetzt. So steigerten sie im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern langfristig ihren Wert. Wer aus seinen Erfahrungen in Krisenzeiten die richtigen Schl\u00fcsse zieht, kann somit auch aus dem n\u00e4chsten Abschwung als Gewinner hervorgehen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie \u201e<a href=\"http:\/\/www.bain.de\/publikationen\/articles\/gipfelstuermer.aspx\">Gipfelst\u00fcrmer: In Konjunkturzyklen zu Gewinnern werden<\/a>\u201c der internationalen Managementberatung Bain &amp; Company.<\/p>\n<p>\u201eKonjunktureinbr\u00fcche kommen nicht pl\u00f6tzlich, sondern k\u00fcndigen sich an\u201c, stellt Bain-Partner und Autor der Studie <a href=\"http:\/\/www.bain.de\/uber-uns\/menschen-und-werte\/unser-team\/von-dewitz.aspx\">Christian von Dewitz<\/a> fest. \u201eDennoch warten viele Unternehmen im Krisenfall zu lange ab. Das Management ger\u00e4t oft erst angesichts einbrechender Ums\u00e4tze und Gewinne regelrecht in Panik und versucht dann, das Unternehmen aus der Gefahrenzone zu navigieren. Oft bleibt in dieser Situation keine Zeit mehr, die Folgen aller Entscheidungen gr\u00fcndlich abzuw\u00e4gen.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Die Erfolgsformel der Gipfelst\u00fcrmer<\/strong><\/p>\n<p>Ganz anders agieren die Gewinner von Krisen. Diese Gipfelst\u00fcrmer erkennen einen Abschwung rechtzeitig und nutzen diese kritische Phase, um sich langfristig vom Wettbewerb abzusetzen. So geschehen auch in der Krise 2008\/2009. Die Bain-Analyse b\u00f6rsennotierter Industrieunternehmen aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz zeigt: Die Gipfelst\u00fcrmer unter ihnen erzielten in den vergangenen zehn Jahren eine rund 45 Prozent h\u00f6here Aktienrendite als die Konkurrenz, die zu Beginn der letzten Rezession z\u00f6gerlich oder falsch handelte.<\/p>\n<p>Die Gipfelst\u00fcrmer machten damals keine strategischen Fehler. Sie managten ihre Kosten sehr agil und hatten einen Ma\u00dfnahmenplan in der Schublade, den sie sofort umsetzten. Sobald sich die Erholung der Konjunktur andeutete, stoppten sie ihren Sparkurs und schalteten um auf Aufschwung. \u201eIntelligente Kostenprogramme machen den Unterschied\u201c, erkl\u00e4rt <a href=\"http:\/\/www.bain.de\/uber-uns\/menschen-und-werte\/unser-team\/Neuhaus.aspx\">Dr. Klaus Neuhaus<\/a>, Bain-Partner und Co-Autor der Studie. \u201eNur wer sein Kerngesch\u00e4ft klar definiert hat, wei\u00df, in welchen Bereichen Einschnitte den geringsten Schaden anrichten und in welche Zukunftsprojekte trotz Krise weiter investiert werden muss.\u201c<\/p>\n<p>Unter den von Bain analysierten Unternehmen geh\u00f6ren lediglich 18 Prozent zur Gruppe der Gipfelst\u00fcrmer. Ebenso viele, die Durchhalter, senkten ihre Kosten kaum und mussten in der Folge einen Einbruch ihrer EBIT-Marge hinnehmen. Die Falschhandler (20 Prozent) k\u00fcrzten zwar ihre Ausgaben und stabilisierten ihre EBIT-Marge, sparten aber an den falschen Stellen und verloren in puncto Wertschaffung den Anschluss an die Konkurrenz. Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe, die z\u00f6gernden Verlierer (44 Prozent), untersch\u00e4tzte die Krise und kappte die Kosten zu sp\u00e4t, zu hektisch und strategisch v\u00f6llig undifferenziert. Diese Unternehmen b\u00fc\u00dften im Aufschwung massiv an Wettbewerbsf\u00e4higkeit ein.<\/p>\n<p>\u201eGipfelst\u00fcrmer verf\u00fcgen \u00fcber ein differenziertes Fr\u00fchwarnsystem und planen ihr Gesch\u00e4ft antizyklisch\u201c, betont Neuhaus. \u201eF\u00fcr die Umsetzung der Ma\u00dfnahmenpakete im Krisenfall schaffen sie eine schlagkr\u00e4ftige und durchsetzungsstarke Projektorganisation, die uneingeschr\u00e4nkt vom Top-Management unterst\u00fctzt wird.\u201c Werden \u00fcberdies alle Mitarbeiter im Unternehmen fr\u00fchzeitig in den Ver\u00e4nderungsprozess eingebunden, verst\u00e4rkt das die Identifikation aller mit den erforderlichen Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Schon heute auf die Krise von morgen vorbereiten<\/strong><\/p>\n<p>Die besten Unternehmen verstehen Wirtschaftskrisen nicht als Bedrohung. Sie haben erkannt, dass Konjunkturzyklen Chancen sind, um den Wettbewerb zu \u00fcbertreffen. Das allerdings muss sorgf\u00e4ltig vorbereitet werden. Entscheidend sind vier Handlungsfelder:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Strategische Perspektive.<\/strong> Wer sein Kerngesch\u00e4ft kennt, wei\u00df genau, wo Einschnitte am wenigsten Schaden anrichten und wo antizyklisch unbedingt weiter investiert werden muss. Strategisch relevant sind insbesondere ein robuster Finanzplan sowie Verschuldungsgrad, denn gerade in der Krise brauchen Unternehmen reichlich Liquidit\u00e4tsreserven.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Konjunkturfr\u00fchwarnsystems.<\/strong> Dabei \u00fcberpr\u00fcfen Unternehmen unter anderem, ob Lagerbest\u00e4nde wachsen, das Gesch\u00e4ftsklima kippt, der Preisdruck steigt, ob Auftragsbest\u00e4nde zur\u00fcckgehen oder Margen unter Druck geraten. Bespricht das Top-Management diese Entwicklungen regelm\u00e4\u00dfig, kann es auf Warnsignale schneller reagieren und unverz\u00fcglich das Abschwung-Szenario starten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Skalierbare Ma\u00dfnahmenpakete. <\/strong>Der vorbereitete Aktionsplan wird stufenweise umgesetzt und startet beispielsweise mit dem Abbau der Best\u00e4nde oder einem Einstellungsstopp. Der Plan schlie\u00dft auch ein, im Notfall Unternehmensteile zu verkaufen, die nicht zum Kerngesch\u00e4ft geh\u00f6ren. Das \u00fcbergeordnete Ziel in dieser Krisensituation ist es, die Margen zu stabilisieren und gleichzeitig kostenagil zu bleiben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Interne Umsetzungskompetenz. <\/strong>Um schnell und effektiv handeln zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen m\u00f6glichst viele Mitarbeiter die Notwendigkeit des Krisenplans verstehen und dem \u00fcbergeordneten Ziel stabiler Margen folgen. Zudem muss klar sein, wer welche Ma\u00dfnahmen verantwortet, damit einzelne F\u00fchrungskr\u00e4fte die Umsetzung nicht blockieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gipfelst\u00fcrmer nutzen einen wirtschaftlichen Abschwung, um nachhaltig zu expandieren. So sind in der Krise Zuk\u00e4ufe m\u00f6glich, die in Aufschwungsphasen nur schwer zu finanzieren w\u00e4ren. \u201eUnsere Studie zeigt eine eindeutige Korrelation von kurzfristiger Krisenagilit\u00e4t und langfristiger Wertsteigerung\u201c, konstatiert Bain-Partner von Dewitz. \u201eEs gibt deshalb keine bessere Zeit als eine Rezession, um die Spielregeln in der eigenen Branche nachhaltig zu ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Studie<\/strong><\/p>\n<p>Die Bain-Studie \u201eGipfelst\u00fcrmer: In Konjunkturzyklen zu Gewinnern werden\u201c basiert auf der Analyse von Industrieunternehmen in den Krisenjahren 2008\/2009. Die Methode der Erfolgsmessung ist so gew\u00e4hlt, dass die Ergebnisse unabh\u00e4ngig von der absoluten Marktst\u00e4rke nur die relative Entwicklung der Unternehmen seit 2007 zeigen. Basis der Analyse waren alle zwischen 2007 und 2017 ununterbrochen b\u00f6rsennotierten Industrieunternehmen in Deutschland (DAX, MDAX, SDAX, TecDAX), \u00d6sterreich (ATX) und der Schweiz (SMI, SMIM, SPI). Nicht in die Analyse einbezogen wurden Versorger, Finanzinvestoren und Unternehmen der Halbleiterindustrie.<\/p>\n<p>Quelle: Bain<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach fast neun Jahren wirtschaftlichen Aufschwungs erwarten viele Industriemanager in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz, dass sich die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7985,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-9130","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9130"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9132,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130\/revisions\/9132"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7985"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9130"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=9130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}