{"id":9311,"date":"2018-10-15T16:10:19","date_gmt":"2018-10-15T14:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=9311"},"modified":"2018-10-15T16:10:19","modified_gmt":"2018-10-15T14:10:19","slug":"kombiniertes-tiefzieh-und-pressverfahren-zur-herstellung-von-metall-kunststoff-hybridbauteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=9311","title":{"rendered":"Kombiniertes Tiefzieh- und Pressverfahren zur Herstellung von Metall-Kunststoff-Hybridbauteilen"},"content":{"rendered":"<p>Das Ziel war klar vorgegeben: Gewichtsreduktion von metallischen Fahrwerkskomponenten durch Hochleistungsfertigungsverfahren. Das Ergebnis: Ca. 20 Prozent Gewichtseinsparung bei jeweils zwei unterschiedlichen Pkw-Fahrwerkslenkern. Erreicht wird dies \u00fcber die stoffschl\u00fcssige Verbindung zwischen Metall und einem langfaserverst\u00e4rkten Thermoplast (LFT) durch den Haftvermittler VESTAMELT\u00ae Hylink. Hierf\u00fcr wird das \u201eMultiForm-Verfahren\u201c zur simultanen Um- und Urformung von faserverst\u00e4rkten Kunststoffen mit Metallblechen verwendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verbundpressverfahren<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcblicherweise werden Metall- und Kunststoffkomponente von Hybridbauteilen mit Hilfe von kraft- oder formschl\u00fcssigen Verbindungselementen, wie Schrauben, Nieten oder Um- und Durchspritzungen miteinander verbunden. Nun sollte ein neuartiges Fertigungsverfahren entwickelt werden, bei dem sowohl die Umformung des Metallblechs als auch die Formgebung des langfaserverst\u00e4rkten Thermoplasten unter Ber\u00fccksichtigung von Verst\u00e4rkungsrippen und einer variablen Wanddickenverteilung des Faserverbundkunststoffs angestrebt wurde (BMBF: Multiform 02PN2081). F\u00fcr dieses Verfahren ist eine stoffschl\u00fcssige Verbindungstechnik, wie sie VESTAMELT\u00ae Hylink bietet, zwingend erforderlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Demonstrationsbauteil wurden die bisher in Vollmetall ausgef\u00fchrten L\u00e4ngs- und Querlenker einer Pkw-Hinterachse eines namhaften deutschen Automobilherstellers nun im MultiForm-Verfahren realisiert. Die in dem unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. X. Fang der Universit\u00e4t Siegen durchgef\u00fchrten Teilprojekte Auslegung, Berechnung und Pr\u00fcfung von Bauteilen aus einem neuartigen FVK-Metall-Werkstoffverbund sowie die Prozessentwicklung erarbeitete neue L\u00f6sung besteht aus einem hochfesten Stahlblech und einem langglasfaserverst\u00e4rkten Kunststoff, die mit dem Haftvermittler VESTAMELT\u00ae Hylink verbunden sind. Zu Demonstrationszwecken wurden beispielsweise in einem L\u00e4ngslenker ein Polyamid 6, Polyamid 610 und ein Polyamid 12 mit 40 % Langglasfasern eingesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dem MultiForm-Verfahren wird ein bei der Firma Weber Fibertech GmbH hergestelltes langglasfaserverst\u00e4rktes Compound zu einem formbaren Halbzeug extrudiert. Dieses wird im schmelzef\u00f6rmigen Zustand zusammen mit einem vorgew\u00e4rmten mit VESTAMELT\u00ae Hylink beschichteten Metallblech in ein Werkzeug transferiert und in einem Fertigungsschritt in Form gepresst und gleichzeitig gef\u00fcgt. Das Werkzeug enth\u00e4lt dabei die gew\u00fcnschte Negativform f\u00fcr die Verrippung und Blechumformung. Durch die prozessintegrierte Verbindung von Stahl und LFT mittels VESTAMELT\u00ae Hylink kann direkt ein zusammengef\u00fcgtes Hybridbauteil aus dem Werkzeug entnommen werden, wodurch ein mehrstufiger konventioneller Herstellungsprozess technisch und wirtschaftlich substituiert werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch die Kombination der artfremden Materialien Stahl und LFT konnte die Stahlblechdicke gegen\u00fcber den Originalbauteilen um mehr als einen Millimeter reduziert werden. Das Gesamtgewicht der Demonstrator-Bauteile L\u00e4ngs- und Querlenker sinkt dadurch jeweils um ca. 20 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erfahren Sie mehr \u00fcber die Hochleistungskunststoffe von Evonik am Stand 4117 in Halle A4 bei der 26. FAKUMA vom 16. bis 20. Oktober in Friedrichshafen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Besuchen Sie den Vortrag \u201eMinimierung von Reibung und Verschlei\u00df mit Hochleistungskunststoffen\u201c, FAKUMA Forum, 18.10.2018, 9:40 h.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber Evonik<\/p>\n<p>Evonik ist eines der weltweit f\u00fchrenden Unternehmen der Spezialchemie. Der Fokus auf attraktive Gesch\u00e4fte der Spezialchemie, kundennahe Innovationskraft und eine vertrauensvolle und ergebnisorientierte Unternehmenskultur stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Sie sind die Hebel f\u00fcr profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Evonik ist mit mehr als 36.000 Mitarbeitern in \u00fcber 100 L\u00e4ndern der Welt aktiv und profitiert besonders von seiner Kundenn\u00e4he und seinen f\u00fchrenden Marktpositionen. Im Gesch\u00e4ftsjahr 2017 erwirtschaftete das Unternehmen bei einem Umsatz von 14,4 Mrd. Euro einen Gewinn (bereinigtes EBITDA) von 2,36 Mrd. Euro.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber Resource Efficiency<\/p>\n<p>Das Segment Resource Efficiency wird von der Evonik Resource Efficiency GmbH gef\u00fchrt und produziert Hochleistungsmaterialien und Spezialadditive f\u00fcr umweltfreundliche und energieeffiziente Systeml\u00f6sungen f\u00fcr den Automobilsektor, die Farben-, Lack-, Klebstoff- und Bauindustrie sowie zahlreiche weitere Branchen. Das Segment erwirtschaftete im Gesch\u00e4ftsjahr 2017 mit rund 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 5,4 Milliarden \u20ac.<\/p>\n<p>Quelle: Evonik<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ziel war klar vorgegeben: Gewichtsreduktion von metallischen Fahrwerkskomponenten durch Hochleistungsfertigungsverfahren&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7007,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-9311","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9311"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9311\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9312,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9311\/revisions\/9312"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7007"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9311"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=9311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}