{"id":9417,"date":"2018-10-18T11:04:38","date_gmt":"2018-10-18T09:04:38","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=9417"},"modified":"2018-10-18T11:04:38","modified_gmt":"2018-10-18T09:04:38","slug":"oekologische-verantwortung-und-oekonomische-chancen-von-der-trendwende-zur-alltagstauglichkeit-der-circular-economy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=9417","title":{"rendered":"\u00d6kologische Verantwortung und \u00f6konomische Chancen &#8211; von der Trendwende zur Alltagstauglichkeit der Circular Economy"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Vernetzung und Kooperation in der Wertsch\u00f6pfungskette verst\u00e4rken<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gesicherte Rezyklatqualit\u00e4ten und -mengen erh\u00f6hen Akzeptanz im Markt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Maschinenbau als Enabler: Digitalisierung wichtiger Faktor<\/strong><\/li>\n<li><strong>Ruf nach Circular Economy auch auf asiatischen M\u00e4rkten sp\u00fcrbar<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Begriff der Kreislaufwirtschaft oder Circular Economy hat in der Kunststoffindustrie l\u00e4ngst Fu\u00df gefasst. L\u00e4ngst geht es nicht mehr um das \u201eOb\u201c, sondern um das \u201eWie\u201c. Wie k\u00f6nnen wir den Anteil der Kunststoffe, der im Kreis gef\u00fchrt wird, immer weiter erh\u00f6hen, damit er nicht mehr als wertvolle Ressource verloren geht?<\/p>\n<p>Beim heutigen VDMA-Presserundgang auf der Internationalen Fachmesse f\u00fcr Kunststoffverarbeitung Fakuma sprechen Unternehmensvertreter von KraussMaffei, ARBURG, ALIPLAST\/Plastics Recyclers Europe PRE, Motan, Sumitomo (SHI) Demag und ENGEL \u00fcber ihre Erfahrungen, aber auch die Herausforderungen, die sie bei der Umsetzung der Circular Economy sehen.<\/p>\n<p><strong>Vernetzung und Kooperation in der Wertsch\u00f6pfungskette verst\u00e4rken<\/strong><br \/>\nThorsten K\u00fchmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VDMA-Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen, ist \u00fcberzeugt: \u201eKreislaufwirtschaft ist im Maschinenbau angekommen. Wir \u00fcbernehmen Verantwortung, und wir k\u00f6nnen als Maschinenbauer einen wichtigen Beitrag leisten. Wir halten es f\u00fcr sehr wichtig, dass sich die Partner des Kreislaufs besser kennenlernen und ein tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Interessen und Bed\u00fcrfnisse, aber auch f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten und Grenzen der anderen entwickeln. Daf\u00fcr eine Plattform zu bieten und die Mitwirkenden zusammenzubringen sehen wir als wichtige Verbandsaufgabe.\u201c<\/p>\n<p>\u00c4hnlich sieht das auch Dr. Frank Stieler, CEO der KraussMaffei Gruppe: \u201eUm eine Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoff aufzubauen ist eine gute Kooperation und eine enge Abstimmung mit Partnern ausschlaggebend. KraussMaffei arbeitet bereits heute mit anderen Maschinenherstellern zusammen, zum Beispiel mit dem \u00f6sterreichischen Maschinenhersteller und Recycling-Spezialisten Erema.\u201c<\/p>\n<p>Dass Verantwortung f\u00fcr nachhaltiges Denken und Handeln zu \u00fcbernehmen und lohnende Gesch\u00e4ftsmodelle sich nicht ausschlie\u00dfen, sehen die VDMA-Mitgliedsunternehmen ebenfalls. Stieler bekennt: \u201eDie KraussMaffei Group setzt sich f\u00fcr einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoff ein. Dabei spielt der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoff eine wichtige Rolle. Wir sehen hier neben einer \u00f6kologischen Verpflichtung ganz klar auch \u00f6konomische Chancen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gesicherte Rezyklatqualit\u00e4ten und -mengen erh\u00f6hen Akzeptanz im Markt<\/strong><br \/>\nDie \u00f6konomischen Chancen kommen jedoch nicht von ungef\u00e4hr. Zentral f\u00fcr das Funktionieren einer Kreislaufwirtschaft ist die Akzeptanz von Rezyklaten und Produkten aus Rezyklat bei Verarbeitern, den gro\u00dfen Brands und Endkunden \u2013 und das im internationalen Kontext.<\/p>\n<p>Dr. Christoph Schumacher, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation ARBURG GmbH + CO KG, formuliert dazu einen umfassenden Ansatz: \u201eEs ist dringend an der Zeit, sich mit aller Kraft mit der Frage auseinanderzusetzen, wie Kunststoffprodukte \u2013 \u00f6konomisch, technologisch und \u00f6kologisch sinnvoll \u2013 bestm\u00f6glich in eine m\u00f6glichst global strukturierte Kreislaufwirtschaft einzubringen sind\u201c.<\/p>\n<p>Damit Verarbeiter zunehmend Rezyklate bei der Herstellung von Kunststoffprodukten verwenden, brauchen sie sichere Materialqualit\u00e4ten in ausreichender Menge. Diese erh\u00e4lt man nur, wenn wiederum ausreichend recycelbare Kunststoffabf\u00e4lle gesammelt werden. Schl\u00fcssel, um die Recyclingraten zu erh\u00f6hen sind hier einmal das Produktdesign im Sinne des Design for Recycling, aber auch ein besseres Abfallmanagement auf EU-Ebene. Paulo Glerean, Business Development &amp; Institutional Affairs bei ALIPLAST, Italien, und Vorstandsmitglied der Plastics Recyclers Europe PRE, unterst\u00fctzt die Anstrengungen zur Verbesserung des Kunststoffrecyclings in Europa: \u201cWenn wir eines Tages geschlossene Kreisl\u00e4ufe haben wollen, m\u00fcssen wir die Kr\u00e4fte aller Partner in der Wertsch\u00f6pfungskette b\u00fcndeln, und das schlie\u00dft auch die Endverbraucher mit ein. Wir m\u00fcssen gemeinsam entschlossen an allen entscheidenden Schritten des Kreislaufs wie der Herstellung der Produkte, der Gebrauchsphase und der Entsorgung arbeiten. Nur so k\u00f6nnen wir ein effizientes Abfallmanagement f\u00fcr Kunststoffe etablieren mit dem Ziel, eines Tages komplett geschlossene Kreisl\u00e4ufe zu haben. PRE unterst\u00fctzt mit seiner Plattform RecyClass zahlreiche Abnehmerindustrien in Europa in dem Bestreben, die Recyclingf\u00e4higkeit ihrer Produkte zu steigern und sie damit tauglich f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft zu machen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Maschinenbau als Enabler \u2013 Digitalisierung wichtiger Faktor zur F\u00f6rderung der Kreislaufwirtschaft<\/strong><br \/>\nWas kann der Maschinenbau hier tun kann? \u201eWir sind die M\u00f6glichmacher, das ist unser eigentliches Gesch\u00e4ftsmodell\u201c, bringt Schumacher es auf den Punkt. Herausforderungen aus den M\u00e4rkten in innovative Technologiel\u00f6sungen zu \u00fcbersetzen, hier sehen die Kunststoff- und Gummimaschinenbauer seit Jahrzehnten ihre Kompetenz \u2013 so auch der Spritzgie\u00dfmaschinenbauer Arburg.<\/p>\n<p>Der Materials Handling Spezialist Motan nutzt die Digitalisierung seiner Anlagen, um den besonderen Anforderungen, die die aus dem Kunststoffrecycling hervorgehenden F\u00f6rderg\u00fcter stellen, zu begegnen:<\/p>\n<p>&#8220;Die physikalischen Eigenschaften von Rezyklaten sind niemals so gut wie die von Neuware. Das bedeutet, dass auch die Handling-Prozesse dieser Materialien immer komplexer sind, wenn die Qualit\u00e4t des Endproduktes beibehalten werden soll. Hier kann Industrie 4.0 die Kreislaufwirtschaft perfekt unterst\u00fctzten. Die unterschiedlichen Technologien unter dem Mantel von Industrie 4.0 sind ein Hauptwerkzeug f\u00fcr die Umsetzung der Kreislauf-Strategie. Gleichzeitig gibt ein solcher Beitrag zum Kreislaufwirtschaftsmodell der Entwicklung von Industrie 4.0 eine Bestimmung und einen Richtungsimpuls&#8221;, ist Sandra F\u00fcllsack, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin der motan holding gmbh, \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>\u201eIndustrie 4.0 bereitet Circular Economy in der Kunststoffindustrie den Weg. Die zunehmende Intelligenz der Spritzgie\u00dfmaschinen erm\u00f6glicht stabile Prozesse, selbst wenn die Qualit\u00e4t des Rohmaterials schwankt. Damit lassen sich Rezyklate deutlich breiter einsetzen\u201c, schlie\u00dft sich Dr. Christoph Steger, CSO, ENGEL Holding, an.<\/p>\n<p>Engel sieht sich als Mitglied der internationalen Kunststoffindustrie ebenfalls in der Verantwortung, die Circular Economy zu f\u00f6rdern und seine Expertise in die Entwicklung nachhaltiger, ressourcenschonender Technologien einzubringen.<\/p>\n<p><strong>Ruf nach Circular Economy auch auf asiatischen M\u00e4rkten sp\u00fcrbar<\/strong><br \/>\nSteigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Kreislaufmodelle sind auch auf den Absatzm\u00e4rkten weltweit sp\u00fcrbar, zum Beispiel in Asien. Gerd Liebig, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, Sumitomo (SHI) Demag GmbH, best\u00e4tigt das: \u201eUnsere Kunden in Asien legen vermehrt Wert auf die Verwendung von recyclingf\u00e4higem Material. Es kommen ebenfalls in gr\u00f6\u00dferem Umfang neue Materialien, wie zum Beispiel Biopolymere, zum Einsatz. Auch wird versucht, L\u00f6sungen zu finden, um die Menge von geschredderten Kunststoffen und verwendetem Material zu verringern sowie den Energieverbrauch zu reduzieren.\u201c<\/p>\n<p>Liebig berichtet weiter: \u201eAber auch die Meeresverschmutzung durch Mikroplastik ist im asiatischen Raum ein Grund, dort strengere Regeln f\u00fcr das Kunststoffrecycling einzuf\u00fchren. Die Verschmutzung der Gew\u00e4sser reduziert die Fischbest\u00e4nde drastisch und hat damit direkten Einfluss auf die Nahrungsindustrie, sprich die Versorgung durch Fisch, der gerade in Japan zu den Hauptnahrungsbestandteilen geh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n<p>Quelle: VDMA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff der Kreislaufwirtschaft oder Circular Economy hat in der Kunststoffindustrie l\u00e4ngst Fu\u00df gefasst. 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