{"id":9596,"date":"2018-10-24T09:36:53","date_gmt":"2018-10-24T07:36:53","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=9596"},"modified":"2018-10-24T09:36:53","modified_gmt":"2018-10-24T07:36:53","slug":"3-d-gedruckte-design-sessel-aus-plastikflaschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=9596","title":{"rendered":"3-D gedruckte Design-Sessel \u2013 aus Plastikflaschen"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"font-size: 12.5pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Moritz Wesseler von der FH M\u00fcnster pr\u00e4pariert einen Roboterarm und will mit ihm nachhaltige M\u00f6bel bauen<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">Nachhaltige M\u00f6belst\u00fccke aus dem 3-D-Drucker? Klingt gut \u2013 aber irgendwie noch nach Zukunftsmusik. Ein Konzept dazu steht jedoch bereits. Entwickelt hat es Moritz Wesseler, Bachelorabsolvent am Fachbereich Architektur der FH M\u00fcnster, der M\u00fcnster School of Architecture (MSA). Er hat nicht nur einen Roboterarm so pr\u00e4pariert, dass dieser gro\u00dfe Gegenst\u00e4nde in 3-D drucken kann; er hatte auch noch die Idee, das Ganze mit eingeschmolzenen PET-Flaschen zu machen \u2013 stylische M\u00f6bel aus M\u00fcll, so das Credo.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u201eArchitekten bauen h\u00e4ufig mit endlichen Materialien\u201c, sagt Wesseler. \u201ePlastikflaschen und Plastikm\u00fcll haben wir weltweit aber zu Gen\u00fcge. Ich habe mich gefragt, ob man aus denen nicht etwas bauen k\u00f6nnte.\u201c Und er hat berechnet: Ja, das geht, wenn man die passende Technik dazu hat. Aus 350 Eineinhalb-Liter-Flaschen k\u00f6nnte man einen Sessel 3-D drucken. Daf\u00fcr braucht es nat\u00fcrlich einen speziellen 3-D-Drucker. \u201eWir haben hier im Digitalen Labor von Professor Blum einen Roboterarm mit einem Radius von 85 Zentimetern\u201c, erz\u00e4hlt der 23-J\u00e4hrige. \u201eDen habe ich mit einem Extruder ausgestattet und danach untersucht, welche Parameter f\u00fcr ein gutes Druckergebnis n\u00f6tig sind.\u201c Extruder stammen eigentlich aus der Chemie; mit ihnen lassen sich dickfl\u00fcssige Massen auftragen, die dann aush\u00e4rten \u2013 \u00e4hnlich wie bei einer Hei\u00dfklebepistole. Schicht f\u00fcr Schicht baut sich so wie aus dem Nichts ein M\u00f6belst\u00fcck auf.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">Momentan besteht dieses noch aus Polylactide, einem Plastik aus Maisst\u00e4rke. \u201eLeider ist das noch nicht so nachhaltig wie zerschreddertes PET, aber es verh\u00e4lt sich von den Eigenschaften her sehr \u00e4hnlich.\u201c Damit hat Wesseler experimentiert: Wie hoch der Roboterarm das Material auftragen muss, damit das Ergebnis sauber ist; wie schnell er das machen darf, wie die maximalen und die minimalen L\u00e4ngen aussehen, bei welchen Temperaturen er am besten arbeitet und wie der Druckpfad ausk\u00fchlt. \u201eDrei Stuhltypen habe ich daf\u00fcr entworfen mit \u00e4hnlichen Grundformen. In einem Online-Konfigurator kann man den jeweiligen Stuhl dann individualisieren \u2013 zum Beispiel entscheiden, wie hoch oder tief die R\u00fccken- oder Armlehne sein soll oder wie ergonomisch er aussieht.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">Aber woher die ganzen Plastikflaschen daf\u00fcr nehmen? Auch dazu hat sich Wesseler etwas einfallen lassen, zusammen mit seinem Kommilitonen Jonas Wentzien. \u201eWir f\u00e4nden es cool, wenn man den vorprogrammierten 3-D-Drucker in einem mobilen Container transportieren k\u00f6nnte\u201c, berichtet Wesseler. \u201eMan k\u00f6nnte zum Beispiel Superm\u00e4rkte abfahren und da Flaschen einsammeln. Oder den Container als Sammelstelle in einem Park abstellen. Haben die B\u00fcrger dort gen\u00fcgend Plastikflaschen eingeworfen, k\u00f6nnen sie selbst direkt vor Ort St\u00fchle und Sessel mit dem Roboterarm 3-D drucken lassen und entscheiden, wie diese aussehen sollen \u2013 das w\u00e4ren dann M\u00f6bel f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum. Denn die Flaschen w\u00fcrden sonst ja wom\u00f6glich nur auf der M\u00fcllhalde liegen. Aber das ist eher was f\u00fcrs Ausland, wir haben hier ja das Pfandsystem.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial','sans-serif';\">Einen selbstdesignten Tisch, passend zu den PET-St\u00fchlen, hat Wesseler schon gedruckt; um wirklich einen Sessel an einem St\u00fcck zu drucken, br\u00e4uchte er einen noch gr\u00f6\u00dferen Roboterarm. Wesseler studiert jetzt im Master an der MSA und m\u00f6chte seine Idee und die ersten Druckergebnisse w\u00e4hrend des Studiums noch weiterentwickeln. Das unterst\u00fctzt sein betreuender Professor Ulrich Blum: \u201eWir m\u00fcssen noch viel mehr in Wiederverwertungsketten denken und mit den uns heute zur Verf\u00fcgung stehenden Technologien, wie 3-D-Druck und Robotik, den dr\u00e4ngenden Problemen unserer Zeit widmen.\u201c<\/span><\/p>\n<p>Quelle: FH M\u00fcnster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltige M\u00f6belst\u00fccke aus dem 3-D-Drucker? Klingt gut \u2013 aber irgendwie noch nach Zukunftsmusik. 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