Covestro eröffnet neuen TPU-Produktionsstandort in Südchina

  • Phase I des Standorts Zhuhai startet Produktion
  • Wird Produktionskapazität von 30.000 Tonnen pro Jahr erreichen
  • Standort wird nach Abschluss aller drei Bauphasen in den 2030er Jahren der größte TPU-Standort für Covestro sein
  • Starke regionale Präsenz in Forschung & Entwicklung (F&E) sowie Anwendungsentwicklung (AE) mit weiteren Einrichtungen in Changhua und Guangzhou

Covestro hat die Produktion an seinem neuen Standort für thermoplastische Polyurethane (TPU) in Zhuhai, einer Küstenstadt in Südchina, aufgenommen. Die erste Phase, in die das Unternehmen eine Investition im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich getätigt hat, wird jährlich etwa 30.000 Tonnen TPU produzieren und damit die wachsende Nachfrage nach diesem vielseitigen Material in verschiedenen Branchen wie IT-, Automobil- und der Schuhindustrie decken.

Die Investition in diesen völlig neuen Standort war 2023 angekündigt worden. Sie stellt einen bedeutenden Meilenstein in Covestros Strategie dar, in der jeweiligen Region für die Region zu produzieren sowie im Segment Solutions & Specialties zu wachsen. Der Standort Zhuhai wird in insgesamt drei Phasen auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern gebaut. Die maximale Produktionskapazität wird nach Abschluss der letzten Phase, die für die 2030er Jahre erwartet wird, voraussichtlich 120.000 Tonnen pro Jahr erreichen. Damit wird er dann weltweit der größte TPU-Produktionsstandort des Unternehmens sein.

„Die Einweihung unseres Standorts in Zhuhai stellt einen entscheidenden Moment in der Wachstumsstrategie von Covestro dar. Diese Investition zeigt unser Bestreben, die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden im asiatisch-pazifischen Raum zu erfüllen und gleichzeitig unsere Position in Wachstumsmärkten zu stärken”, sagte Monique Buch, Chief Commercial Officer von Covestro. „Der neue Standort wird es uns ermöglichen, mit innovativen TPU-Lösungen näher an unseren Kunden zu sein und unsere Servicefähigkeiten und Reaktionsschnelligkeit zu verbessern.”

Regionale Synergien durch nahegelegene Innovationskapazitäten

Der Standort Zhuhai wird strategisch durch ein regionales TPU F&E-Zentrum in Changhua und ein neues TPU-AE-Zentrum im nahegelegenen Guangzhou unterstützt, die technisches Know-how mit innovativen Lösungen und maßgeschneiderten Dienstleistungen verbinden. Zusammen werden diese Einrichtungen voraussichtlich starke regionale Synergien erzeugen und Covestro optimal positionieren, um Kundschaft in der gesamten Region zu bedienen.

„Der Standort sowie die nahegelegenen F&E- und AE-Kapazitäten sind auf dem neuesten Stand der Technik. Unser Standort in Zhuhai erweitert zudem erheblich unser globales TPU-Produktionsnetzwerk und verbessert unsere starke Marktposition für TPU in der Region”, sagte Dr. Andrea Maier-Richter, Leiterin des TPU-Geschäfts bei Covestro. „Wir sind regional mit Produktion, Grundlagenforschung und kundenorientierter Anwendungsentwicklung optimal positioniert. Das hilft uns, Innovationen voranzutreiben und maßgeschneiderte Lösungen zu liefern, die den spezifischen Anforderungen verschiedener Branchen in Südchina entsprechen – von der Automobilindustrie über Unterhaltungselektronik bis hin zur Schuhindustrie.”

„Der Standort Zhuhai unterstreicht das langfristige Engagement von Covestro in China und steht im Einklang mit der Agenda des Landes für qualitativ hochwertige Entwicklung und Nachhaltigkeit. Diese Investition etabliert Guangdong mit besonderem Fokus auf die Greater Bay Area neben Shanghai als strategischen Knotenpunkt von Covestro in China und ermöglicht es uns, innovative Lösungen vor Ort zu liefern und gleichzeitig Kundinnen und Kunden in ganz Asien zu unterstützen. Wir sind stolz darauf, als verlässlicher Partner zur Transformation und Entwicklung der Industrie in China beizutragen”, sagte Holly Lei, Präsidentin von Covestro China.

Der Standort Zhuhai ist in der Lage, TPU mit dem Label ‘CQ®’ zu produzieren. Diese Kennzeichnung zeigt an, dass Covestro diesen Produkten mindestens 25 Prozent alternative, nicht-fossile Rohstoffe mittels des zertifizierten Massenbilanzansatzes zuordnet. Damit können Kunden in ihren Bemühungen unterstützt werden, ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren, was besonders in Branchen wie der Elektronik relevant ist, in denen Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt.