Wirtschaftspolitische Positionen des Maschinen- und Anlagenbaus 2026
“Wachstumsimpulse schaffen, Reformen umsetzen, Krise überwinden”
Für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind neue Wachstumsimpulse und eine Modernisierung von Staat und Gesellschaft so dringend wie selten zuvor. “2026 muss die wirtschaftliche Krise überwunden und eine neue Dynamik entfacht werden. Im Fokus steht die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland und Europa auf allen Ebenen. Echte wirtschaftspolitische Reformen statt kleinteiligem Krisenmanagement muss die Devise der Bundesregierung nun lauten”, fordert VDMA-Präsident Bertram Kawlath angesichts der Veröffentlichung der Wirtschaftspolitischen Positionen des Maschinen- und Anlagenbaus 2026.
“Nur mit wirtschaftlicher Stärke können wir die vielfältigen ökonomischen, gesellschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen selbstbewusst und selbstbestimmt meistern”, betont Kawlath. Das heißt: Der Standort braucht neuen Schwung durch eine grundlegende Überarbeitung der Regulierung. “Wir wollen innovationsfähig bleiben, deshalb muss Bürokratie sinnvoll und handhabbar sein, gerade für den industriellen Mittelstand.” Die demografische Entwicklung erfordert zudem tragfähige Staatsfinanzen, nachhaltige Reformen in den Sozialversicherungen und einen flexibleren Arbeitsmarkt. Automatisierung und Digitalisierung leisten einen wichtigen Beitrag zur Linderung des Arbeitskräftemangels. Hier steht der Maschinen- und Anlagenbau ebenso als Lösungsanbieter bereit wie für die klimaneutrale Transformation und viele weitere Zukunftstechnologien.
“Wir brauchen verlässliche und gute Rahmenbedingungen für alle Unternehmen. Wir brauchen Technologieoffenheit sowie grundsätzlich mehr Vertrauen in Marktkräfte und Unternehmertum. Jetzt gilt es, gemeinsam Strukturreformen anzupacken, um unsere wirtschaftliche Stärke zurückgewinnen und unsere Freiheit, unsere soziale Marktwirtschaft, unseren Wohlstand und unsere demokratische Grundordnung zu sichern”, resümiert der VDMA-Präsident.
In seinen Wirtschaftspolitischen Positionen fordert der Verband:
- Bürokratieabbau zügig und konkret umsetzen, Planungsverfahren beschleunigen und Entlastung bei Berichts- und Dokumentationspflichten
- Sozialsystem reformieren, Begrenzung der Sozialversicherungsbeiträge auf 40 Prozent und Reform der Rentenversicherung
- Arbeitsmarkt flexibilisieren, wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit und keine Eingriffe in die Tarifautonomie
- Freihandel stärken, verhandelte Freihandelsabkommen zügig ratifizieren und neue abschließen
- Stärkung digitaler Souveränität durch Innovationsanreize sowie einheitliche Rahmenbedingungen im EU-Binnenmarkt
- EU-Binnenmarkt vertiefen, Entsendung von Mitarbeitern in Europa erleichtern und Kapitalmarktunion vorantreiben
- Fachkräftepotential sichern und qualifizieren, mehr Menschen aus dem In- und Ausland für technische Berufe, Studiengänge und Weiterbildung begeistern und gewinnen
- Industrieorientierung in der Forschungsförderung forcieren, Produktionstechnologien, Forschungszulage und Industrielle Gemeinschaftsforschung stärken
- Wettbewerbsfähigkeit des Maschinenbaus ausbauen durch Vorreiterrolle der EU beim Klimaschutz, globale CO2-Bepreisung anstreben
- Steuersystem reformieren, Körperschaftsteuersenkung vorziehen und die Verlustverrechnung ausweiten
- Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch europäische Normen, die internationale Anerkennung genießen
- EU-Nachhaltigkeitsregulierung grundlegend vereinfachen, Wettbewerbsfähigkeit der nachgelagerten Wertschöpfungskette unter CBAM sichern und Scope-Erweiterung stoppen
- Ordnungspolitischen Rahmen setzen statt vertikaler Industriepolitik, marktwirtschaftliche Wettbewerbsordnung stärken, zukunftsorientierte Umschichtung der Staatsausgaben von konsumtiven zu investiven Ausgaben
Die Wirtschaftspolitischen Positionen können Sie hier herunterladen.











