Arburg Technologie-Tage 2026

Top-Informationsplattform für alle Kunststoffverarbeiter

  • Erfolgreich: Weltweit größtes Inhouse-Event der Branche mit rund 3.750 Besuchern
  • arburgSOLUTIONworld: Praxisnahe Lösungen, hohe Performance und 40 Maschinen-Exponate
  • Highlight: Neue elektrische Allrounder Trend stoßen auf enorme Resonanz

Rund 3.750 Besucher aus 44 Nationen kamen zu den Arburg Technologie-Tagen vom 11. bis 13. März 2026, die ganz im Zeichen der arburgSOLUTIONworld standen. Das Branchen-Highlight überzeugte einmal mehr durch sein bewährtes Konzept, die Tore der Arburg-Zentrale in Loßburg für seine deutschen und internationalen Kunden zu öffnen. Mit mehr als 40 Maschinen-Exponaten und einer Vielzahl praxisnaher Anwendungen, innovativer Verfahren, smarten Automationen sowie digitaler Services, Software und After-Sales-Angeboten zeigte Arburg in jeder Hinsicht Performance – von Standard bis High-End. Das Unternehmen präsentierte sich über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg als innovativer Lösungsanbieter sowie kompetenter und zuverlässiger Partner.

Die Gäste waren rundum begeistert, mehr über die Gegenwart und Zukunft des Spritzgießens zu erfahren – angefangen von den neuen elektrischen Allroundern Trend über Sonderausstellungs­flächen zu Medizintechnik, Nachhaltigkeit sowie Automation und Turnkey bis hin zu Fachvorträgen, einen umfassenden Service-Bereich und Einblicken in die topmoderne Montagelinie für die Trend-Maschinen. Genügend Raum gab es zudem für Netzwerken und persönliche Gespräche mit den Experten von Arburg und seinen Partnern.

Einmal mehr einzigartig für die gesamte Branche

„Das große Lösungsangebot, die einzigartige Mischung aus Technik, Verfahren und Dienstleistungen an einem Ort vorzu­üstellen, macht die Arburg Technologie-Tage zur ‚Heimat des Spritzgießens‘, zum Schaufenster der Kunststoffverarbeitung und Anziehungspunkt für Kunden aus aller Welt“, so die Bilanz von Juliane Hehl, geschäftsführende Gesellschafterin Global Marketing und Business Development bei Arburg. „Nirgendwo sonst gibt es diese Informationsfülle so geballt und kundennah. Wir sehen uns als höchst zuverlässigen Partner, der beste Geschäftsbeziehungen über lange Zeiträume pflegt. Bei uns findet jeder genau die richtigen Antworten auf seine individuellen Spritzgießfragen von heute und morgen. Wir verzeichneten viele gute Gespräche und konkrete Anfragen nach unseren Maschinen, Services und Lösungen.“ Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global Marketing, ergänzt: „Die Technologie-Tage sind ein fester Bestandteil im Messekalender unserer Kunden und Interessenten. Das hohe Engagement und die Kundennähe jedes Einzelnen von uns hinterlassen einen überaus positiven Gesamteindruck und machen den Besuch der Technologie-Tage zu einem Erlebnis in und mit der Arburg-Familie.“

Praxisnah erleben: Highlight Allrounder Trend

Fünf Exponate der elektrischen Allrounder Trend demonstrierten, wie sich durch schnelles Einrichten und einfache Bedienung eine effiziente Herstellung von Kunststoffteilen realisieren lässt. Die neuen Standardmaschinen sind weltweit erhältlich. Zum Marktstart im Frühjahr 2026 gibt es vier Baugrößen mit 500 bis 2.000 kN Schließkraft. Live zu erleben waren:

  • Eine typische Anwendung für den technischen Spritzguss mit der Herstellung freifallender Winkelisolierteile für das automobile Bordnetz auf einem elektrischen Allrounder 1000 e Trend.
  • Hohe Aufmerksamkeit erhielt ein automatisierter Allrounder 1000 e Trend, der aus PA-Rezyklat auf Basis ausgedienter Fischernetze das Produkt „Donut-ella“ fertigte – einen praktischen Aufroller für USB-Kabel. Das Gadget war der Gewinner des italienischen Design-Wettbewerbs „Pleiades“ der IUAV-Universität Venedig. Arburg unterstützt diesen Wettbewerb durch Maschinentechnik, weitere Partner sind Uniform (Werkzeug) und Ewikon (Heißkanal).
  • Ein elektrischer Allrounder 500 e Trend produzierte Mehrweg-Kaffeebecher auf Basis von Kaffeesatz. Das biobasierte Compound und Werkzeug dazu stammten vom dänischen Start-Up Grounded.
  • Die effiziente Herstellung von 9.200 LSR-Verschlüssen pro Stunde wurde auf einer Fertigungszelle rund um einen Allrounder 1800 e Trend mit einem 64-fach-Werkzeug von ACH Solution und linearem Multilift Select 16 demonstriert.
  • Auch die neue Steuerungsvariante Gestica lite der Allrounder Trend stieß auf enormes Besucherinteresse. Diese ist einfach intuitiv zu bedienen und verfügt über ein übersichtliches zentrales und leicht zu erfassendes Dashboard, das auch Nicht-Fachleuten die Arbeit an der Maschine deutlich erleichtert.

Automation und Turnkey nehmen breitem Raum ein

Fachkräftemangel und Lohnkosten rücken individualisierte Automations- und Turnkey-Projekte immer stärker in den Fokus. Arburg sieht sich in jeder Hinsicht als „Problem Solver“, der schlüsselfertige Lösungen findet, mit denen sich minimale Stückkosten bei maximaler Qualität realisieren lassen. Die Turnkey-Experten bieten auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnittenes Know-how und begleiten die Kunden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg von der Idee bis zum fertigen Produkt. An mehreren Kundenprojekten und Arburg-Exponaten wurde deutlich, wie sich clevere Ideen und effiziente Automation in die Praxis übertragen lassen.

Ein Turnkey-Anlage rund um einen vertikalen Allrounder 475 V fertigte beispielhaft Cover für Funkschlüssel. Dabei wird durch Umspritzen mit PC/ABS-Rezyklat kombiniert mit In-Mould-Decoration (IMD) eine hochwertige Oberfläche erzeugt. Teilehandling und Nachbearbeitung übernimmt ein in die Gestica-Steuerung integrierter Kuka Sechs-Achs-Roboter.

Schwerpunkt Medical: Vielfältige Reinraum-Lösungen

Für die Wachstumsbranche Medical hatte Arburg eigens den „Medical Corner“ eingerichtet, in dem wegweisende Exponate aus der Medizintechnik zu sehen waren – realisiert von Arburg und renommierten Partnern: Stand-alone-Lösungen, eine an den Reinraum angedockte Fertigungszelle sowie die Produktion direkt im Reinraum – für jede Anforderung ein passendes Konzept.

  • Ein Benchmark-Projekt ist die digital vernetzte Turnkey-Anlage für Injektoren-Pens „NextGen Medical Solution“ rund um einen elektrischen Allrounder 570 A in Reinraum­ausführung. Diese Produktionszelle wurde durch die Zusammenarbeit von Arburg (Maschinentechnik), Hack Formenbau (Werkzeugtechnik), Hack Digital Solutions (Werkzeugüberwachung), HB-Therm (Temperiergeräte) und einem renommierten OEM realisiert. Sie überzeugt durch eine ganzheitlich optimierte, kosten- und energie­effiziente, kompakte Auslegung, die sich durch hohe Verfügbarkeit, Produktivität und Teilequalität auszeichnet.
  • Wie sich medizintechnische Produkte im Reinraum der Klasse ISO 7 unter höchsten Hygieneansprüchen fertigen lassen, demonstrierte ein elektrischer Allrounder 370 A. Das 2-fach-Pilotwerkzeug des Partners Fostag kann nach Finalisieren des Teiledesigns auf eine hohe Kavitäten-Anzahl skaliert werden.
  • Eine kostensparende Investition ist, eine Maschine in Reinraum­ausführung über ein verlängertes Tunnel­förderband an den Reinraum anzudocken. So zu sehen an einem elektrische Allrounder 520 A. Mit einem 96-fach-Werkzeug des Partners Kebo wurden pro Stunde rund 60.000 Nadelkappen für Insulin-Pens aus PP (Borealis) produziert und über ein gekapseltes Förderband in den Reinraum eingeschleust.
  • Ein hydraulischer Allrounder 520 S zeigte mit einem Demobauteil für Mikrofluidik, wie sich das „schwierige” Material PVC einfach, sicher und wirtschaftlich zur Fertigung medizinischer Produkte einsetzen lässt.
  • Schussgewichte von nur 0,016 Gramm prozesssicher realisieren? Genau dies demonstrierte einer Fertigungszelle rund um einen elektrischen Allrounder 270 A, der mit einem Mikrospritzmodul der Größe 5 sowie einer 8-Millimeter-Einspritzschnecke ausgestattet war. Angusslos produzierte das Exponat vier je 0,004 Gramm wiegende Mikrofilter mit komplexer Geometrie.

Hohes Publikumsinteresse in allen Bereichen

Auch weitere wichtige Bereiche des Arburg-Programms fanden regen Zuspruch bei den Besuchern. Hoch war das Interesse an digitalen Services und Software über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Mit vielen dieser Lösungen können die Kunden ihre Betriebskosten minimieren und damit bares Geld sparen. Hier unterstützt Arburg mit gebündeltem Know-how in Sachen Digitalisierung, smarter Fertigung und künstlicher Intelligenz. Vorgestellt wurden die Steuerung Gestica lite, das Arburg-eigene MES (ALS) und das Kundenportal arburgXworld. Zudem wurden an Allrounder-Exponaten d die Mehrwerte innovativer digitaler Piloten und Assistenten gezeigt.

Im Ausstellungsbereich arburgGREENworld war zu sehen, was das Unternehmen zur Verarbeitung von Rezyklaten und alternativen Kunststoffen anzubieten hat und welche Aktivitäten zur Ressourcenschonung und Implementierung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft beitragen.

Präsentiert wurden weiterhin das breite Dienstleistungsangebot der Anwendungstechnik, z. B. zu Beratung, Fehleranalyse oder Prozessoptimierungen direkt vor Ort. Im Servicebereich waren die Angebote über die gesamte Maschinenlebenszeit zu sehen. Auch hier galt der Anspruch an „Ease of use“. Die Maschinen lassen sich einfach bedienen und warten, sodass auch geringer ausgebildetes Personal Produkte höchster Qualität herstellen kann. Gezeigt wurde die Wartung der neuen Allrounder Trend, Predictive Maintenance, umfassender After Sales und Gebrauchtmaschinen „Ready2Go“ sowie modernen Schulungsformen.

Flankiert wurden die Technik-Präsentationen an allen drei Technologie-Tagen durch interessante Expertenvorträge. Diese boten praxisnahe Einblicke – von zuverlässigem Spritzgießen über den Weg zur Smart Factory bis hin zu den aktuellen Allrounder Trend-Maschinen. Und nicht zuletzt wurden die Betriebs­rundgänge sehr gut angenommen. Unter anderem konnten sich die Interessenten ausführlich zum neuen Fertigungskonzept der Allrounder Trend informieren und interessante Einblicke in die hochautomatisierte Fertigung bei Arburg gewinnen.