Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) diskutierte im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin mit Bundestagsabgeordneten über Wirtschaftsreformen.
„Kunststoffland Deutschland: Mit Reformen aus der Dauerkrise?“, lautete das Thema eines Podiumsgesprächs aus Anlass des Parlamentarischen Abends des GKV am Dienstag, 23. Juni 2026 in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin. Nach ihren Begrüßungsworten diskutierte GKV-Präsidentin Dr. Helen Fürst mit Julian Joswig, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Dunja Kreiser, MdB (SPD), Tilman Kuban, MdB (CDU/CSU) und Dr. Rita Weber, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), welche Reformen die Kunststoffindustrie wieder auf Wachstumskurs bringen. Moderiert wurde das Podiumsgespräch von Anke Plättner. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die für die Kunststoffverarbeiter vordringlichen Themen Rohstoff- und Energiekosten, Bürokratie sowie die von der Regierungskoalition ins Gespräch gebrachte Plastikabgabe.
„Viele Unternehmen stehen mit dem Rücken zur Wand. Krisen und ökonomische Schocks – zuletzt durch den Krieg im Iran – fordern die deutsche Kunststoffindustrie enorm. Bürokratie und Regulierung sind für viele Unternehmen nicht mehr zu bewältigen. Die Politik muss jetzt handeln und die Industrie konsequent entlasten.“, fasste GKV-Präsidentin Fürst die in Teilen kontrovers geführte Diskussion und politische Standortbestimmung zusammen. Die mehr als 100 anwesenden Gäste nutzten den anschließenden Ausklang zahlreich zum Gedankenaustausch und Networking.
Zuvor fand die jährliche Delegiertenversammlung des GKV im Hotel The Westin Grand Berlin statt. Die Mitglieder verabschiedeten Dr. Helen Fürst mit großer Herzlichkeit nach turnusgemäßen vier Jahren aus dem Amt der Präsidentin des Verbandes. Ebenfalls mit Dankesworten verabschiedet wurde der langjährige Hauptgeschäftsführer des GKV, Dr. Oliver Möllenstädt, der den GKV im Juli auf eigenen Wunsch verlässt, um sich neuen Aufgaben im Verbandswesen zu stellen.











