Die Feddersen Group auf der Fakuma 2026

Zukunftssichere Kunststoffe, KI-gestützte Entwicklung und globale Lieferketten

Unter dem Leitgedanken der Ressourceneffizienz, Systemsicherheit und globalen Lieferfähigkeit präsentieren die Unternehmen der Feddersen Group auf der Fakuma 2026 wegweisende Lösungen für die Kunststoffverarbeitung. Besucherinnen und Besucher finden die Gruppe am zentralen Gemeinschaftsstand in Halle B2 (Stand 2213) sowie die FEDDEM GmbH & Co. KG mit eigener Präsenz in Halle A6 (Stand 6217).

Synergien entlang der Wertschöpfungskette – die Anforderungen an die Kunststoffbranche steigen kontinuierlich: Nachhaltigkeit, Kostendruck und volatile Lieferketten erfordern ganzheitliche Antworten. Die Feddersen Group begegnet diesen Herausforderungen auf der Fakuma 2026 mit einem geschlossenen Kompetenzportfolio, das von der KI-optimierten Bauteilentwicklung über innovative Rezyklate und Hochleistungskunststoffe bis hin zur maßgeschneiderten Lohncompoundierung reicht.

Gemeinschaftsstand in Halle B2, Stand 2213

Auf dem Hauptstand der Unternehmensgruppe präsentieren fünf Spezialisten ihre neuesten Entwicklungen für den Markterfolg von morgen:

AKRO-PLASTIC GmbH: „Sicherheit beginnt im Compound“

Mit jahrzehntelanger Erfahrung fokussiert sich der Spezialist für innovative Kunststoffcompounds auf zukunftssichere Technologien. Neben maßgeschneiderten Compounds erhalten die Kunden auch anwendungssichere Lösungen und regulatorische Konformität.

Benchmark für thermische Beständigkeit: AKROLOY® PARA GF 35 1 FR orange (8039) ist eine wirtschaftliche Lösung für den Schutz vor Thermal Runaway in Batteriesystemen. Der Werkstoff vereint hohe Festigkeit mit hochwertiger Optik und außergewöhnlicher thermischer Isolation: Wird ein 2 mm dickes Bauteil zehn Minuten lang mit über 1.000 °C beaufschlagt, bleibt seine Rückseite unter 100 °C. Die geringe Wandstärke spart Gewicht und Bauraum, kurze Zykluszeiten im Spritzguss senken die Stückkosten.

Substitution fossiler Rohstoffe: Neuerdings ergänzen Compounds die AKROMID® ECO-Produktfamilie, die auf einem Polyamid 6 Post-Consumer-Rezyklat (PCR; DIN EN ISO 14021:2021) basieren. Mit einem Rezyklat-Anteil von über 30 % sind die Compounds technisch mit Virgin-Compounds vergleichbar. Abgesehen von einer möglichen Quotenerfüllung (z. B. End-of-Life Vehicles Directive (ELV)), überzeugt beispielsweise das AKROMID® B3 GF 30 ECO schwarz (9172) im Vergleich zum AKROMID® B3 GF 30 1 schwarz (2485) mit einem 38% niedrigerem partial Product Carbon Footprint (pPCF; gem. DIN EN ISO 14067:2018). „Wir freuen uns auf Gespräche über Projekte, in denen nachhaltige Werkstoffe gefragt sind“, sagt Thilo Stier, Director Sales and Innovation bei AKRO-PLASTIC.

Großformatig gedruckt: Blickfang am Stand ist ein über fünf Meter langes Kajak von Zeisberg Carbon, im 3D-Druck gefertigt aus AKROLEN® PP ICF 30 AM schwarz (8344), einem kohlenstofffaserverstärkten Polypropylen für die additive Fertigung. Die Kohlenstofffasern sorgen für hohe Steifigkeit und geringen Verzug – Voraussetzung, um derart große Bauteile überhaupt drucken zu können. Das Polypropylen bringt eine niedrige Dichte mit und nimmt gemäß den Angaben des Compoundeurs kaum Wasser auf – ideal für den Einsatz auf dem Wasser. Ohne Formwerkzeuge lassen sich nach Unternehmensangaben zudem Einzelstücke und Kleinserien wirtschaftlich realisieren.

Innovationen zum Anfassen: Neben dem Kajak präsentiert AKRO-PLASTIC zahlreiche weitere Bauteile aus innovativen Kundenprojekten.

K.D. Feddersen Distribution: Neue Partnerschaften und digitale Services

Produkte für jede Herausforderung: Unter diesem Motto steht der Messeauftritt des Distributors, der damit den Fokus auf passende Lösungen für die aktuellen Anforderungen der Kunststoffverarbeitet legt. Kostendruck, steigende Anforderungen an Effizienz und Performance sowie das Thema Nachhaltigkeit beschäftigen unsere Kunden weiterhin. Mit unserem breiten Portfolio und unserer Materialkompetenz unterstützen wir Kunststoffverarbeiter dabei, für ihre Anwendungen die passende Materiallösung zu finden“, so Karen Kaufmann, Bereichsleiterin Vertrieb Deutschland bei der K.D. Feddersen GmbH & Co. KG.

Der Distributor erweitert zudem sein Portfolio und stellt seinen Kundenservice auf ein neues Level:

Neue Partnerschaft mit Styrenix: Mit der neuen Vertriebspartnerschaft erweitert K.D. Feddersen Distribution sein Portfolio um die Marken ASALAC® (ASA) und STYROLOY® Blends. Die Materialien umfassen PC+ABS-, ASA+PMMA- und PA-ABS-Blends und eignen sich für unterschiedliche anspruchsvolle Anwendungen.

Hochleistungswerkstoffe: Mit ZYPEEK™ der Jilin Joinature Polymer Co., Ltd. präsentiert das Unternehmen ein erweitertes Portfolio an PEEK-basierten Werkstoffen.

Neues Kundenportal: Mit dem Start des neuen digitalen Service-Portals erweitert das Unternehmen sein digitales Angebot. Kunden können Produktinformationen und weitere Services künftig zentral und noch einfacher abrufen.

K.D. Feddersen Ueberseegesellschaft mbH: Resiliente Lieferketten

Der globale Distributor fokussiert sich auf die Absicherung internationaler Lieferströme.

„Die K.D. Feddersen Ueberseegesellschaft mbH vertreibt seit vielen Jahren technische Polymere für Compounding- und Extrusionsanwendungen. Unser zentraler Fokus liegt dabei seit jeher – und heute mehr denn je – auf dem Ausbau globaler Lieferketten. Daher unterstützen wir unsere Kunden mit Multi-Sourcing-Strategien sowie individuellen Lager- und Logistikkonzepten dabei, Supply-Chain-Risiken auch in internationalen Krisenzeiten zu reduzieren“, so Silke Hamm, Bereichsleitung Polymers & Compounding Technology der K.D. Feddersen Ueberseegesellschaft mbH. Neben dem Bestandssortiment mit Produkten wie PBT, PA6, PC und PLA stellt das Unternehmen in diesem Jahr zudem langkettige Spezialpolyamid-Lösungen und verschiedene Copolyester vor, die sich sowohl für die Compoundierung als auch für Folien-, Platten- und Filamentanwendungen eignen.

M.TEC ENGINEERING GmbH: Komplexität beherrschen

Der Entwicklungsdienstleister zeigt Wege auf, wie Unternehmen wachsende Systemkomplexität in der Produktentwicklung sicher beherrschen können. Im Fokus stehen Engineering-Lösungen, die Entwicklungszeiten verkürzen, Kosten senken und die Projektsicherheit erhöhen. Mit einem systematischen Entwicklungsansatz verbindet M.TEC kunststofftechnische Expertise mit Methodenkompetenz.

M.OPT®: Das hauseigene, KI-gestützte Optimierungstool reduziert Entwicklungsrisiken und optimiert Bauteile signifikant.

Kreislaufkonzepte: Im Fokus stehen Strategien für recyclinggerechtes Design zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit.

AF-COLOR: Farbe. Funktion. Fortschritt!

Für den Masterbatch-Spezialisten ist dieser Dreiklang mehr als ein wiederkehrendes Messemotto. Er steht für den Anspruch, das Portfolio kontinuierlich weiterzuentwickeln und Lösungen für die Anforderungen der Kunststoffindustrie von heute und morgen zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen passgenaue Farb-, Schwarz- und Additivlösungen für technisch anspruchsvolle Kunststoffe wie PA, PBT, PK und TPU – abgestimmt auf Material, Verarbeitung und Anwendung. Dabei gewinnen insbesondere funktionale Masterbatches aus dem Additivportfolio zunehmend an Bedeutung.

Kapazitätserweiterung: AF-COLOR reagiert mit jüngsten Produktionsinvestitionen noch flexibler auf Kundenwünsche im Bereich der Masterbatches.

Kreislaufwirtschaft: Unter den Marken AF-CirColor®, AF-CirCarbon® und AF-CirComplex® werden zirkuläre Produktlinien präsentiert.

PolyComp GmbH: Der Partner für individuelle Compoundierung – Von der Idee bis zur Serienfertigung.

Bei PolyComp stehen die Anforderungen der Kunden im Mittelpunkt. Neben großen Produktionsmengen gewinnen auch kleinere Chargen, Entwicklungsmuster und individuelle Lösungen zunehmend an Bedeutung. Um diesen Bedarf noch gezielter bedienen zu können, hat das Unternehmen in einen neuen Laborextruder des Typs FED 26 MTS investiert.

Mit der neuen Anlage erweitert das Unternehmen seine Möglichkeiten insbesondere für Start-ups, Entwicklungsabteilungen und Kunden mit Bedarf an Mustern, Versuchschargen oder speziellen Rezepturen. Compounds lassen sich damit präzise, wirtschaftlich und mit hoher Praxisnähe entwickeln.

Mehr Flexibilität: Kleine Mengen, Muster und Entwicklungschargen können schnell und bedarfsgerecht realisiert werden.

Sichere Übertragung: Im Labormaßstab entwickelte Rezepturen lassen sich effizient auf den Produktionsmaßstab übertragen.

Individuelle Lösungen: Ob Standard-Compound oder spezielle Formulierung mit Additiven und Füllstoffen. PolyComp begleitet Projekte anwendungsorientiert und kundennah.

FEDDEM in Halle A6, Stand 6217

Der Maschinenbauer der Gruppe präsentiert auf einem eigenen Stand ein Highlight für die Rezepturentwicklung:

Der Laborextruder FED 18 MTS ist speziell auf die Anforderungen der Rezeptur- und Produktentwicklung ausgelegt und ermöglicht präzise sowie reproduzierbare Ergebnisse auf kleinem Raum.

Die modulare Bauweise erlaubt eine flexible Anpassung der Prozesslänge von 32 L/D auf bis zu 52 L/D – ohne Änderungen an Rahmen, Kühlsystem oder Steuerung.

Alle Versorgungsleitungen sind steckbar, dadurch lässt sich der Extruder schnell umrüsten und vielseitig einsetzen. Neben dem robusten Aufbau sorgen optionale Zusatzaggregate wie die FSB-Seitenbeschickung oder die FSV-Seitenvakuumentgasung für praxisnahe Scale-up-Möglichkeiten.