Verbesserte tribologische Eigenschaften und nachhaltigere technische Kunststoffe

Auf der Fakuma 2026 präsentiert Dreyplas aktuelle Ergänzungen seines Portfolios zur Modifizierung von technischen und Hochleistungskunststoffen. Dazu gehören Para-Aramid-Pulver, hexagonales Bornitrid (h-BN) und Spezialgrafit sowie Kohlefasern auf Rezyklatbasis, mit denen sich der ökologische Fußabdruck verringern lässt. Je nach Polymermatrix und Anwendungsanforderungen können diese Additive die Reibung verringern, die Verschleißfestigkeit verbessern und die Leistung von Bauteilen in anspruchsvollen Anwendungen optimieren.

Weniger Reibung und Verschleiß

Para-Aramid-Pulver, das jetzt im Portfolio von Dreyplas ist, kann über die Anwendung als Compoundbestandteil in Thermoplasten zur Verbesserung der tribologischen Eigenschaften hinaus vielseitig eingesetzt werden. Dabei bieten Eigenschaften wie eine Dichte von rund 1,44 g/cm³, eine hohe Temperaturbeständigkeit, eine extrem geringe Wärmeleitfähigkeit und eine sehr hohe Chemikalienbeständigkeit anwendungsspezifische Vorteile.

Nippon Graphite Industries ist der Hersteller der von Dreyplas jetzt vertriebenen reibungsmindernden Graphittypen. Diese sind in einer Vielzahl von Varianten als flake-, kugel- oder laminatförmige Typen mit Partikelgrößen von 5 µm bis 350 µm bei Schüttdichten von 0,08 bis 0,53 g/cm³ verfügbar.

Ebenfalls neu im Additiv-Portfolio von Dreyplas ist die SHOBN-UHP-Serie aus Japan. Hierbei handelt es sich um ein hochreines, weißes, plättchenförmiges Kristallpulver aus hexagonalem Bor-Nitrid (h-BN). Je nach Anforderung ist es mit mittleren Abmessungen von 0,7 µm, 8 µm oder 11 µm verfügbar. Es verbessert die Gleiteigenschaften von Thermoplasten und steigert die Formtrennwirkung. Darüber hinaus kombiniert es eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit und eine hohe thermische Stabilität mit hoher Korrosionsbeständigkeit und guten dielektrischen Eigenschaften.

Nachhaltigere Kohlefasern

Ein weiteres Highlight, das Dreyplas auf der Fakuma 2026 präsentiert, ist ein neues Sortiment an geschnittenen Kohlefasern von Nippon Polymer Sangyo. Diese basieren auf Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) aus Rotorblättern von Windkraftanlagen oder Druckbehältern. Wie herkömmliche Varianten reduzieren sie die Kriechneigung und steigern die Dimensionsstabilität sowie die mechanische Belastbarkeit von Bauteilen. Als leistungsstarke Alternative unterstützen sie zudem ressourceneffiziente Materialkonzepte, ohne das für technische Kunststoffe erforderliche Leistungspotenzial zu beeinträchtigen.