Arburg auf der Fakuma 2026

  • Fakuma: Arburg überzeugt mit Komplettlösungen, Innovationen und Know-how
  • Großes Interesse: Neue elektrische Trend-Maschinen, effiziente Turnkey-Anlagen und Standalone-Roboter
  • Digitalisierung und Automation: Prozessoptimierungen für reduzierte Stückkosten

Arburg blickt auf eine sehr erfolgreiche Fakuma zurück, die vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen, Deutschland, stattfand. Zur 30. Messeausgabe wurde Arburg als Aussteller der ersten Stunde ausgezeichnet und erhielt zudem als erstes Unternehmen die neu ins Leben gerufene Paul-Eberhard-Schall-Medaille. Der größte Stand der Messe war ein wahrer Publikumsmagnet: Mit dem Schwerpunkt „Smartest Factory“ hat Arburg bei Kunden und Interessenten den Nerv der Zeit getroffen. Und auch die insgesamt 14 innovativen Maschinen-Exponate auf dem Arburg-Stand und auf Partnerständen kamen beim Fachpublikum hervorragend an.

„Wir sind stolz, Mitbegründer und größter Aussteller der bedeutenden europäischen Kunststofffachmesse zu sein. Bei der 30. Auflage haben wir in diesem Jahr unsere Innovationskraft und führende Rolle in der Branche hinsichtlich Maschinentechnik, Automation, Steuerung und Digitalisierung eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, betont die geschäftsführende Arburg-Gesellschafterin Juliane Hehl. „Die Stimmung auf unserem Stand war ausgezeichnet und von Kunden und Fachbesuchern haben wir ein überaus positives Feedback zu unserem Top-Thema ‚Smartest Factory‘, zu unserem kompletten Lösungsportfolio und dem engagierten, kompetentem Messeteam erhalten. Wir spüren wieder Investitionsbereitschaft.“ Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global Marketing bei Arburg, ist überzeugt: „Der enorme Vorteil der Fakuma ist der Dreiklang aus Event, Erlebnis und Emotion. Auf dieser Messe treffen Anbieter, Partner und Kunden zusammen, um gemeinsam Ideen zu diskutieren, zukunftsfähige Lösungen aufzuzeigen und Projekte und Technologien in die Realität umzusetzen.“

Smartest Factory: Digitalisierung und Automation im Fokus

Im zentralen Ausstellungsbereich „Smartest Factory“ erfuhren die Fachbesucher, wie Arburg seine Kunden auf dem Weg zur Digitalisierung und Vernetzung begleitet. Mit Hilfe von digitalen Services und Software-Lösungen sowie von Automation können Maschinen, Fertigungszellen, die komplette Spritzgießproduktion und auch die gesamte Fabrik auf maximale Effizienz und minimale Stückkosten ausgerichtet werden. So holt Arburg jeden Kunden genau dort ab, wo er aktuell steht.

Gefragt waren das Kundenportal arburgXworld sowie das Arburg-eigene MES, das auf der Fakuma 2026 sein 40-jähriges Bestehen feierte. Neu war die von Arburg gehostete MES-Cloudlösung, mit der sich der Kunde einen Einmal-Invest sowie Kosten für eine eigene MES-Infrastruktur samt IT-Personal sparen kann.

Apps, Assistenten und Piloten

Die Premium-Connect-App „MachineDashboard“ des Kundenportals enthält jetzt den „aXw Control StabilityAssist“, der kontinuierlich wichtige Parameter überwacht. Damit kann sich der Nutzer für alle eingebundenen Maschinen die Parameterverläufe vom KI-basierten Steuerungsassistenten vorausschauend darstellen lassen.

Einen besonders schnellen Produktionsanlauf, ohne dass dazu komplexes Fachwissen erforderlich ist, ermöglicht der neue „aXw Control FirstShotAssist“ in der Steuerung Gestica lite. Der ebenfalls neue „aXw Control DoEAssist“ für die Prozessoptimierung bringt eine strukturierte Validierung in Form von „Design of Experiments“ (DoE) direkt auf die Spritzgießmaschine. Der „aXw Control MouldSafetyAssist“ wiederum erkennt über eine Referenzkurve Veränderungen im Kraftverlauf präzise, stoppt gegebenenfalls die Schließbewegung und schützt damit das Werkzeug zuverlässig vor Beschädigung.

Besonders interessant war zudem die Software des Partners Plus 10 für die Daten- und KI-gestützte Prozessanalyse und -optimierung. Arburg ist der einzige Anbieter, bei dem dieses KI-Tool komplett in die Maschinensteuerung integriert ist, sodass hochauflösende Maschinendaten genutzt werden können und keine zusätzliche Hardware erforderlich ist.

Neu und begehrt: eigenständige Roboter von Arburg

Ein echter Publikumsmagnet war die Domino-Anwendung. Zum einen fertigte eine Zwei-Komponenten-Maschine Allrounder More 2000 mit einem 32-Werkzeug, das am ersten Messetag beim Innovation Award der Fakuma 2026 den 2. Platz gewonnen hatte, spritzgießtechnisch anspruchsvoll je 32 verschiedene zweifarbige Dominosteine.

Großes Novum und Hingucker war zum anderen die eigenständige Automationszelle nebenan. Dort zeigten zwei Yaskawa-Sechs-Achs-Roboter und ein Multilift Select in den Versionen „Standalone“, wie sie vor- oder nachgelagerte Aufgaben ganz ohne Spritzgießmaschine erledigen lassen. Zudem können Kunden damit jetzt bei Automatisierungsbedarf flexibel skalieren, Bestandsanlagen nachrüsten und länger nutzen und ihre Produktionseffizienz deutlich steigern. Möglich wird dies durch einen separaten Schaltschrank für Standalone-Roboter und das ebenfalls neue mobile Bedienpanel rControl mit gleicher intuitiv bedienbarer Oberfläche wie die Gestica-Maschinensteuerung. So lassen sich nun auch alle Standalone-Roboter einfach und schnell programmieren.

Auf der Messe wurden von den „Hand in Hand“ arbeitenden Robotern der Boden und Deckel der Schachteln gefaltet und auf ein Förderband gelegt sowie anschließend über einen transparenten Tunnel im Messeboden der Spritzgießzelle zugeführt. Dort verpackte ein mobiler Cobot – ebenfalls über rControl gesteuert – je 32 Steine zum gebrauchsfertigen Dominospiel, das als Give-Away an die Messebesucher ausgegeben wurde.

Großes Interesse an Standardmaschinen Trend

Insgesamt waren auf der Fakuma 2026 sechs automatisierte Allrounder auf dem Arburg-Messestand zu sehen. Besonders gut kamen bei Kunden und Interessenten die zwei elektrischen Allrounder Trend an, die Isolatoren für Automotive-Stecker bzw. LSR-Verschlüsse für die Medizintechnik fertigten. Diese neuen Standardmaschinen mit neuer Steuerung Gestica lite sind besonders energie- und kosteneffizient, schlank und einfach zu bedienen. Der Allrounder 1000 e Trend war erstmals mit maximaler Einspritzgeschwindigkeit von 500 Millimetern pro Sekunde zu sehen.

Wegweisende Turnkey-Lösungen

Ein Benchmark hinsichtlich digitaler Vernetzung war die „NextGen Medical Solution“ – eine Turnkey-Anlage rund um einen elektrischen Allrounder 570 A, die Arburg mit kompetenten Partnern sowie einem renommierten OEM für die Medizintechnik realisiert hat. Am Beispiel eines Injektor-Pens wurde gezeigt, welche großen Benefits die Zusammenführung aller Daten in die zentrale Gestica-Steuerung sowie deren zahlreichen smarten Pilot- und Assistenzfunktionen bieten.

Wie sich aus Rezyklat anspruchsvolle Oberflächen für Produkte für das Thema Mobilität fertigen lassen, zeigte Arburg mit einer kompakten, flexiblen Turnkey-Anlage rund um einen vertikalen Allrounder 475 V. Die Fertigungszelle umfasste zudem einen Sechs-Achs-Roboter sowie eine Laser-, eine Fräs- und eine Reinigungsstation. Verarbeitet wurde das Rezyklat in Kombination mit IMD-Folientechnik und strukturiertem Werkzeug. Gefertigt wurden hochwertige Funkschlüssel-Cover, wobei sich über einen aufgebrachten Code Recycling-relevante Daten abfragen ließen.

Präzision von klein bis groß

Besonders präzise arbeitete ein elektrischer Allrounder 270 A mit Mikrospritzmodul, der 0,002 Gramm wiegende filigrane Mikrofilter für Hörgeräte fertigte. Rund fünfzehn dieser Winzlinge wiegen so viel wie ein einzelnes Granulatkorn.

Last but not least präsentierte Stork IMM, das neue Mitglied der Arburg-Familie, auf seinem Stand die leistungsstarke vollelektrische Packaging-Maschine All-Electric 5500, die mit einem 2-fach-Werkzeug von Brink rund 3,9 Liter fassende dünnwandige IML-Behälter in nur 4,8 Sekunden Zykluszeit fertigte.

Arburg-Azubis rocken den Karriere-Freitag

Der attraktive Arburg-Stand war Bestandteil zahlreicher Rundgänge. Zum Karriere-Freitag „Mold your dreams, mold your future“ verstärkten Auszubildende und Ausbilder das Arburg-Messeteam. Sie erklärten den vorwiegend jungen Gästen das Top-Thema „Smartest Factory“ und zeigten die vielfältigen Karrierechancen im innovativen Familienunternehmen auf. Zudem war der bundesweit bekannte „schwimmende Professor“ und Arburg-Markenbotschafter Prof. Andreas Fath vor Ort, um das Thema Nachhaltigkeit zu beleuchten.