HELLA steigert Umsatz und Ergebnis in herausforderndem Marktumfeld

 

  • Umsatz steigt im ersten Geschäftshalbjahr währungs- und portfoliobereinigt um 7,3 Prozent; berichteter Umsatz erhöht sich unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten sowie der Veräußerung des Großhandelsgeschäfts um 2,8 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro
  • Bereinigtes EBIT verbessert sich um 5,5 Prozent auf 302 Millionen Euro; bereinigte EBIT-Marge liegt bei 8,6 Prozent
  • Automotive-Segment treibt konzernweites Umsatzwachstum; Geschäft mit Werkstattausrüstung unterstützt Wachstum im Aftermarket; Special Applications mit guter Entwicklung im Geschäft für Land- und Baumaschinen
  • Weiterhin positive Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2018/2019 erwartet


Der global aufgestellte Automobilzulieferer HELLA hat innerhalb eines herausfordernden Marktumfeldes die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2018/2019 (1. Juni bis 30. November 2018) mit einem Umsatz- und Ergebnisplus abgeschlossen. So erhöhte sich der währungs- und portfoliobereinigte Konzernumsatz um 7,3 Prozent. Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten sowie der Veräußerung des Großhandelsgeschäftes stieg der berichtete Umsatz um 2,8 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,5 Milliarden Euro).

Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) erhöhte sich im Halbjahreszeitraum um 5,5 Prozent auf 302 Millionen Euro (Vorjahr: 286 Millionen Euro). Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 8,6 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Insbesondere vor dem Hintergrund der Veräußerung des Großhandelsgeschäftes erhöhte sich das berichtete operative Ergebnis (EBIT) deutlich auf 537 Millionen Euro (Vorjahr: 290 Millionen Euro). Die berichtete EBIT-Marge liegt demnach bei 15,1 Prozent (Vorjahr: 8,4 Prozent).

„Hinter uns liegt ein anspruchsvolles erstes Halbjahr, das durch weiter zunehmende Marktunsicherheiten und hohe Absatzschwankungen gekennzeichnet war. Unser Umsatz- und Ergebnisplus zeigt, dass wir diese Herausforderungen bislang kompensieren konnten“, sagt Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der HELLA Geschäftsführung. „Das spricht für die Widerstandsfähigkeit und die gute strategische Ausrichtung unseres Geschäftsmodells entlang der großen automobilen Markttrends wie Autonomes Fahren, Elektromobilität und Digitalisierung. Dennoch ist zu erwarten, dass auch für uns der Gegenwind in den kommenden Monaten weiter zunehmen wird.“

Automotive-Segment treibt konzernweites Umsatzwachstum

Das konzernweite Umsatzplus wurde im ersten Halbjahr insbesondere durch das Automotive-Segment getragen, das um 8,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,7 Milliarden) gewachsen ist. Dieser Umsatzanstieg resultiert vor allem aus einer weiterhin hohen Nachfrage nach Lichtsystemen und Elektroniklösungen, insbesondere im Bereich der Fahrerassistenzsysteme sowie des Energiemanagements. Das bereinigte operative EBIT des Segments hat sich auf 244 Millionen Euro erhöht (Vorjahr: 238 Millionen Euro). Die bereinigte EBIT-Marge reduziert sich damit unter anderem infolge überproportional gestiegener Investitionen in Forschung und Entwicklung auf 8,5 Prozent (Vorjahr: 9,0 Prozent).

Geschäft mit Werkstattausrüstung unterstützt Wachstum im Aftermarket

Im Aftermarket-Segment ist der Umsatz ohne Berücksichtigung des veräußerten Großhandelsgeschäftes im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent auf 336 Millionen Euro gestiegen (Vorjahr: 321 Millionen Euro). Insbesondere das Geschäft mit anspruchsvoller Werkstattausrüstung wie Abgastestgeräten und Scheinwerfereinstellgeräten hat das Umsatzwachstum unterstützt. Das bereinigte EBIT des Segments liegt im ersten Geschäftshalbjahr mit 25 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Marge beläuft sich somit auf 7,6 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent).

Special Applications mit guter Entwicklung im Geschäft für Land- und Baumaschinen

Im Segment Special Applications hat sich im ersten Halbjahr vor allem das Geschäft für Land- und Baumaschinen sowie Trailer erfolgreich entwickelt. Der berichtete Umsatz des Segments ist aufgrund der Schließung des Produktionsstandortes Australien allerdings insgesamt um 3,7 Prozent auf 204 Millionen Euro zurückgegangen (Vorjahr: 211 Millionen Euro). Die Profitabilität des Segments hat sich dagegen weiter verbessert. So stieg das berichtete EBIT des Segments um 14,3 Prozent auf 27 Millionen Euro (Vorjahr: 24 Millionen Euro), die berichtete EBIT-Marge erhöht sich damit auf 13,3 Prozent (Vorjahr: 11,2 Prozent).

Weiterhin positive Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2018/2019 erwartet

Für das derzeit laufende Geschäftsjahr 2018/2019 (1. Juni 2018 bis 31. Mai 2019) erwartet der HELLA Konzern aus heutiger Sicht weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung und bestätigt die bisherige Prognose. „Allerdings gehen wir davon aus, dass sich das Marktumfeld in den kommenden Monaten weiter abschwächen wird“, ergänzt Dr. Rolf Breidenbach. „Zurückzuführen ist das vor allem auf den deutlichen Nachfragerückgang im chinesischen Automobilmarkt, Volatilitäten im Zusammenhang mit dem neuen Abgastestverfahren WLTP sowie auf weitere Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld.“ Unter der Annahme, dass es in der zweiten Geschäftsjahreshälfte zu keinen zusätzlichen, darüber hinausgehenden Abschwächungen des Automobilmarktes kommen wird, geht HELLA derzeit davon aus, dass das währungs- und portfoliobereinigte Umsatzwachstum am unteren Ende sowie der Anstieg des um Restrukturierungsmaßnahmen und Portfolioeffekte bereinigten operativen Ergebnisses (bereinigtes EBIT) in der unteren Hälfte der Prognosebandbreite von 5 bis 10 Prozent liegen wird. Im Hinblick auf die um Restrukturierungsmaßnahmen und Portfolioeffekte bereinigte EBIT-Marge wird weiterhin ein Wert in etwa auf Vorjahresniveau prognostiziert.

Quelle: HELLA

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