MALO-CLINIC-Studie: erste Hinweise auf positive Resultate mit JUVORA-Zahnprothetik auf PEEK-Basis

Auf dem EAO-Kongress (European Association of Osseointegration) in Wien haben Dentalkliniker der MALO CLINIC Lissabon über ihre positiven Resultate mit JUVORA™ berichtet, einer auf PEEK-Polymer basierenden Lösung, die als Ersatz für herkömmliche Metall- und Keramikmaterialien verwendet wurde. Die Zwischenauswertung fand zwei Jahre, nachdem bei zahnlosen Patienten Zahnrestaurationen nach der All-on-4®-Methode* mit implantatgetragenen JUVORA-Vollkieferprothesen durchgeführt worden waren, statt.

Insgesamt 37 Patienten (29 Frauen, 8 Männer) mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren (Spanne: 38 bis 78 Jahre) wurden zwischen Mai 2015 und Oktober 2016 behandelt. Das Follow-up nach zwei Jahren zeigt erste Hinweise auf positive Resultate. Die Verwendung der JUVORA-Prothetik führte zu:

  • geringen mechanischen und biologischen Komplikationen im Vergleich zu Metall
  • einer hohen Überlebensrate bei Prothetik und Implantat
  • geringem marginalem Knochenverlust
  • weniger Entzündungen als bei Metallimplantaten

Auch die Bewertungen der Patienten selbst waren sehr positiv: 88 % der Patienten berichteten, dass die Prothese ihre Erwartungen an „Komfort im Mund“ erfüllt habe, 84 % der Patienten waren der Ansicht, dass ihr „allgemeines Kaugefühl“ beim Kauen der täglichen Mahlzeiten ihren Erwartungen entsprach. Demgegenüber wiesen vergleichbare Bewertungen von fest sitzenden Vollprothesen im Unterkiefer aus Metall-Acryl eine Patientenzufriedenheit von 79 % auf – sowohl hinsichtlich der Verbesserung der Kaufähigkeit als auch der Erfüllung der Erwartungen.

Die MALO-CLINIC-Studie kommt zu dem Schluss, dass implantatgetragene Hybrid-PEEK-Acryl-Vollkieferprothesen eine valide Behandlungsoption darstellen können. Die Validität der Daten für die Implantologie wird sich erst nach einer längeren Nachuntersuchung vollständig bestätigen lassen.

PEEK-basierte JUVORA Dental Disc ermöglicht Präzision und Effizienz

Laut Protokoll der MALO CLINIC wurde aus einer JUVORA Dental Disc ein verschraubtes Gerüst mittels CAD/CAM-Verarbeitung gefertigt, das an Multi-unit-Abutments angepasst wurde.

„JUVORA-Prothetik bietet Zahnklinikern zahlreiche Vorteile“, erklärt John Devine, Medical Business Director bei Invibio Biomaterial Solutions. „So lässt sich zum Beispiel das Potenzial des CAD/CAM-Fräsens jetzt für exakt gefräste PEEK-basierte Lösungen nutzen, das Verfahren bietet damit eine neue Stufe an Präzision und Effizienz sowohl beim Design als auch beim Einsatz. Es ist das Ziel von Invibio, mit PEEK dazu beizutragen, die klinischen Ergebnisse zu verbessern, wir freuen uns daher sehr über die von der MALO Klinik präsentierten vorläufigen Ergebnisse. Die Verwendung von PEEK mit der All-on-4®-Methode bedeutete eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität von zahnlosen Patienten. Die Daten bestätigen das direkte Feedback, das wir von Zahnärzten erhalten, und fördern zudem das wachsende Interesse an JUVORA-Prothetik und ihrer Anwendung.“

Nichtmetallische Alternative für Vollkieferversorgung in der Zukunft?

Das Studienteam berichtet, dass PEEK in den letzten zehn Jahren in der Zahnheilkunde bei Verschlusskappen und provisorischen Abutments eingesetzt wurde. Damit sei die Biokompatibilität von PEEK erwiesen, das Material könne als nichtmetallische Alternative für die Verwendung in Vollkieferrestaurationen von Interesse sein.

Die JUVORA Dental Disc besteht vollständig aus implantierbarem PEEK-OPTIMA™-Polymer von Invibio Biomaterial Solutions. Dieses implantierbare PEEK-Polymer verfügt nach Einschätzung der Autoren über eine Reihe herausragender Eigenschaften. Dazu zählten Biokompatibilität, Biostabilität und Kompatibilität mit diagnostischen Bildgebungsverfahren in der Medizin, die zusammengenommen ein vorteilhaftes Potenzial für den Ersatz von Metall in der Zahnprothetik ergeben. Darüber hinaus biete PEEK überlegene chemische Stabilität, mechanisches Verhalten, Schockabsorption und Verschleißfestigkeit und sei daher für die anspruchsvolle Umgebung von medizinischen Implantaten gut geeignet. Des Weiteren seien seine stoßdämpfenden Eigenschaften denen von Metall überlegen, während gleichzeitig die Möglichkeit der CAD/CAM-Fertigung besteht.

Weitere Informationen sind unter https://www.invibio.com/dental erhältlich.

Quelle: Victrex

 

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