- Einzigartig in der Branche: Portfolio aus Reaktionstechnik, Additive Manufacturing und Spritzgießen sowie Kombinationen
- Exponate für LFI + Nasspressen, RTM, ColorForm, FiberForm, NFPP, Pultrusion, 3D-Druck von Hochleistungskunststoffen PEEK, PESU, PEI
Auf der Leitmesse JEC WORLD in Paris (10.- 12.03.2026, Halle 6, Stand D51) stellt KraussMaffei seine umfassende Kompetenz im Bereich Composites vor. Gezeigt werden vielfältige Exponate, etwa ein Sandwich-Unterbodenschutz, ein LED-beleuchtetes Fahrzeugfrontpanel als auch 3D-gedruckte Hochtemperaturbauteile und Rohlinge aus PEEK, PESU oder PEI. Auch der eigens entwickelte Hochleistungsextruder printCore, das Herzstück der Systeme der Additiven Fertigung, wird am Stand ausgestellt. Für Leichtbau und Oberfläche kombiniert KraussMaffei die Verfahren Reaktionstechnik, Additive Manufacturing und Spritzgießen und entwickelt als einziges Unternehmen der Branche – dafür Fertigungslinien im eigenen Haus. Auf diese Weise entstehen für jede Anwendung optimale Projektlösungen – von der Entwicklung bis zum Serienprozess.
Individuelle Technologielösung für jede Anwendung
Im Baubereich, wo immer mehr Stahl durch korrosionsbeständige und somit langlebigere Materialien ersetzt wird, spielt die Pultrusion (das faserverstärkte Strangziehen) ihre Stärken aus – etwa bei Betonarmierungen, die am Stand zu sehen sein werden. Pultrudierte Profile aus Anlagen des KraussMaffei Tochterunternehmens Pultrex bieten zudem innovative Lösungen für erneuerbare Energien in Form von Solar- und Windkraftanlagen. Diese Bauteile sind leicht, langlebig und halten hohen Belastungen stand.
Beim Exponat eines komplexen Verkleidungsbauteils für Nutzfahrzeuge kommt das Langfaserinjektionsverfahren (LFI) zum Einsatz, das sich für großflächige Strukturteile eignet. Dafür werden geschnittene Glasfasern mit Polyurethan (PUR) benetzt und in der Kavität zum Formteil verpresst. Diese Technologie vereint Kosteneffizienz bei kleinen Produktionsmengen mit vielfältigen Oberflächengestaltungsmöglichkeiten wie tiefgezogenen Folien oder Kunstleder.
Bei einem ebenfalls am Messestand gezeigten Unterbodenschutz bildet eine LFI-Platte den Kern, der dann mit Glasfasergelegen umhüllt, mit der Matrix benetzt und ebenfalls in Form gepresst wird. Das Ergebnis ist ein extrem leichtes und verwindungssteifes Sandwich-Bauteil im Großformat. Es ergänzt die im vergangenen Jahr auf der JEC gezeigte Batterieeinhausung für E-Fahrzeuge (hergestellt im Hochdruck-RTM-Verfahren).
Für die Entwicklung solcher Strukturen nutzt das Team von KraussMaffei additive Fertigungsverfahren, denn mithilfe des 3D-Drucks lassen sich großformatige, dünnwandige Bauteile effizient herstellen. So entstandene Prototypen und Funktionsmuster machen die frühzeitige Design- und Prozessvalidierung möglich. Auf diese Weise können Geometrien schnell variiert, Bauteile vordimensioniert und Entwicklungszeiten deutlich verkürzt werden.
Da E-Autos keinen großen Lufteinlass am Kühler benötigen, kann man Fahrzeugfront komplett neu denken – wie beim ausgestellten „Kühlergrill 2.0“ mit verbauter Radar- und Videotechnik. Entscheidend ist dafür die Oberfläche, die äußerst robust sein muss, um Steinschlag und tägliche Beanspruchung auszuhalten. Das ColorForm-Verfahren, mit dem das Bauteil nach dem Spritzgießen mit einer selbstheilenden PUR-Schicht überzogen wurde, bietet dafür beste Voraussetzungen. Die Fertigungszelle dafür liefert KraussMaffei aus einer Hand.
Additive Fertigung mit Hochleistungskunststoffen
Der KraussMaffei-Geschäftsbereich Additive Manufacturing entwickelt großformatige 3D-Drucklösungen, die auch Hochleistungskunststoffe wie PEI, PESU oder PPS verarbeiten können.
Die mit den Systemen powerPrint Flex und powerPrint Plus hergestellten Bauteile eignen sich für technische Anwendungen unter anderem in der Luft[1]und Raumfahrt, im Automobilbau, Modell- und Formenbau oder in der Energietechnik. Am Messestand werden der Extruder sowie eine Auswahl additiv gefertigter, großformatiger Bauteile präsentiert, die die technologische Leistungsfähigkeit, Materialkompetenz und Anwendungsbandbreite der additiven Fertigungslösungen aufzeigen.
Mit powerPrint Plus und powerPrint Flex adressiert KraussMaffei die Anforderungen einer effizienten, industriellen additiven Fertigung. Herzstück beider Systeme ist der eigenentwickelte printCore-Extruder, der Verarbeitungstemperaturen von bis zu 400 °C ermöglicht und einen sehr großen Austragsbereich abdeckt – von wenigen hundert Gramm pro Stunde bis zu 70 kg/h. Damit lassen sich sowohl filigrane, dünnwandige Strukturen als auch Großbauteile in stabilen Serien- und Vorserienprozessen fertigen.
powerPrint Plus bietet mit seinem festen, thermisch isolierten Bauraum beste Voraussetzungen für den generellen 3D-Druck. Die präzise Austragsregelung sorgt für reproduzierbare Bauteilqualität, hohe Materialeffizienz und eine prozesssichere Verarbeitung technischer und hochgefüllter Thermoplaste.
powerPrint Flex steht für maximale Modularität. Das System lässt sich projektspezifisch anpassen und kann neben dem additiven Prozess auch Fräsbearbeitungen, zusätzliche Achsen oder Rundtische integrieren. Dadurch eignet es sich besonders für komplexe Anwendungen, hybride Fertigungsstrategien und individuelle Bauteilgeometrien, bei denen additive Fertigung und mechanische Nachbearbeitung in einer Zelle kombiniert werden.
Die additive Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen verlangt ein umfassendes Verständnis der Materialeigenschaften wie etwa des thermischen Verhaltens. Dieses Wissen bringt KraussMaffei bei allen Projekten ein und unterstützt seine Kunden als Servicepartner wie auch bei der Materialqualifizierung.
Systemlösungen von der Idee bis zur Serienfertigung
KraussMaffei bietet für alle Technologien und Anwendungen komplette Systemlösungen, von der Bauteiloptimierung über die Anlagen- und Prozessentwicklung bis hin zur laufenden Serienfertigung. Auf der JEC stehen die Experten von KraussMaffei zur Verfügung, um Besucher zu beraten und die optimale Lösung für individuelle Anforderungen zu finden.











