- Ausbildungsumfrage 2026 zeigt: Hohe Zufriedenheit, großes Engagement und klare Perspektiven
- 77 Prozent der Befragten bewerten ihre Rahmenbedingungen als gut oder sehr gut
- 69 Prozent wünschen sich mehr Zeit für ihre Aufgaben
Die duale Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau steht auf einem stabilen Fundament: hochmotivierte und zufriedene Ausbilderinnen und Ausbilder. Das zeigen die Ergebnisse der VDMA-Ausbildungsumfrage 2026, an der sich mehr als 500 Ausbildende aus Mitgliedsunternehmen beteiligt haben. Trotz steigender Anforderungen und eines spürbar höheren Betreuungsaufwands bewerten 77 Prozent der Befragten ihre Rahmenbedingungen als gut oder sehr gut.
Großes Engagement für Ausbildung und Nachwuchs
Die Umfrage macht deutlich: Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau wird mit hoher persönlicher Überzeugung getragen. 91 Prozent der Ausbildenden möchten ihre Rolle auch künftig weiter ausüben.
„Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie zufrieden und engagiert unsere Ausbilderinnen und Ausbilder sind. Dieses Verantwortungsbewusstsein ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die duale Ausbildung und für die Zukunftsfähigkeit unserer Branche“, sagt Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung im VDMA. „Gleichzeitig ist klar: gute Ausbildung braucht Zeit, verlässliche Rahmenbedingungen und gezielte Unterstützung.“
Zufriedenheit trotz wachsender Anforderungen
Neben der insgesamt positiven Bewertung benennt die Umfrage auch Herausforderungen. Zeit ist für viele Ausbildende der entscheidende Engpass: 69 Prozent nennen sie als größte Herausforderung im Ausbildungsalltag. Viele übernehmen heute zusätzliche Rollen – etwa in der individuellen Begleitung, im Coaching oder bei Konfliktlösungen. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung der Ausbilderinnen und Ausbilder als zentrale Bezugspersonen für junge Menschen.
Hoher Weiterbildungswille und klare Entwicklungsbedarfe
Die Befragten zeigen sich zugleich stark weiterbildungsaffin. Mehr als die Hälfte von ihnen hat in den vergangenen zwei Jahren an relevanten Weiterbildungen teilgenommen. Besonders gefragt sind Qualifizierungen in den Bereichen Pädagogik, Kommunikation, Konfliktmanagement und Führung. Damit machen die Ergebnisse deutlich: Ausbildende sind bereit, sich weiterzuentwickeln – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Lernortkooperation weiter stärken
Verbesserungspotenzial sehen viele Ausbildende in der Zusammenarbeit mit externen Partnern, insbesondere mit den Berufsschulen. Unterrichtsausfälle, personelle Engpässe und eine fehlende inhaltliche Abstimmung erschweren häufig den Ausbildungsalltag. Eine verlässlichere und besser verzahnte Lernortkooperation bleibt daher ein wichtiger Hebel zur Entlastung des Ausbildungspersonals.
Ausbildung als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit
Die Ergebnisse der Ausbildungsumfrage 2026 zeigen insgesamt ein klares Bild: Die duale Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau ist leistungsfähig, engagiert und zukunftsorientiert. Um dieses Niveau zu halten und weiter auszubauen, braucht es gezielte Investitionen in Zeit, Personal und Anerkennung der Ausbildungsleistung. „Unsere Ausbildenden leisten Tag für Tag einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräfte-sicherung im Maschinen- und Anlagenbau. Ihre hohe Zufriedenheit ist ein starkes Signal – und zugleich ein Auftrag, Ausbildung weiterhin klar zu priorisieren“, resümiert Friedrich.
Der VDMA und seine Nachwuchsstiftung setzen sich für ein leistungsfähiges und chancengerechtes Bildungssystem ein – als Fundament für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit im Maschinenbau.











