Maschinenbau weitet Forschungsanstrengungen aus

  • Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erreichen neuen Höchststand
  • Steter Zuwachs bei FuE-Beschäftigten
  • Forschungsförderung muss auch größere Mittelständler adressieren

Die Maschinenbauer haben im Jahr 2017 rund 7,1 Milliarden Euro für interne Forschung und Entwicklung (FuE) aufgewendet. „Wir sind die deutsche Innovationsmaschine“, betonte Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, anlässlich der heute veröffentlichten Zahlen des Stifterverbands zu den FuE-Aufwendungen im Wirtschaftssektor. „Die Antworten auf die globalen Zukunftsfragen führen über den innovativen Maschinenbau“. Auch für das Jahr 2018 ist aufgrund der Planzahlen ein weiteres Plus der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung zu erwarten.

Steigerung beim FuE-Personal und bei Forschungsaufträgen
„Seit 2009 hat der Maschinenbau stetig in sein FuE-Personal investiert“, unterstrich Rauen weiter. „Dabei stehen wir auf zwei Beinen – unseren Facharbeitern und Ingenieuren“. Die Zahl der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung lag im Jahr 2017 bei mehr als 49.000 (Vollzeitäquivalente). Die Planzahlen der Unternehmen deuten darauf hin, dass die Marke von 50.000 FuE-Mitarbeitern im Jahr 2018 übertroffen wurde. Bei der Vergabe von Forschungsaufträgen, den sogenannten externen FuE-Aufwendungen, war im Jahr 2017 ein Plus von 3,8 Prozent auf nun 680 Millionen Euro zu verzeichnen.

Breitenwirksame Forschungsförderung stärken
„Gutes kann immer noch besser werden“, hob Rauen hervor. „Auch die Politik muss zu einem innovativen Maschinenbau noch mehr beitragen.“ So benachteilige die bestehende Forschungsförderung in Deutschland und der EU größere Mittelständler, sogenannte Midrange Companies (mehr als 1000 Beschäftigte), klar. „Die vielen faszinierenden Innovationswelten im Maschinenbau werden mit einem Dreiklang aus gestärkter Industrieller Gemeinschaftsforschung, einer Verbundforschung mit verbindlichem Ergebnistransfer sowie einer steuerlichen Forschungsförderung, die Midrange Companies adäquat adressiert, bestmöglich erreicht.“

Sondereffekt im Maschinenbau
Im Jahr 2017 hat der Maschinenbau in Deutschland 25,9 Prozent mehr für interne Forschung und Entwicklung ausgegeben, als im Vorjahr. Allerdings ist hier ein Sondereffekt zu berücksichtigen. Durch den Branchenwechsel einiger Unternehmen ist diese Veränderungsrate verzerrt. Aber auch ohne diese Branchenwechsler kam der Maschinenbau im Jahr 2017 immer noch auf ein Plus von 3,1 Prozent. Aus methodischen Gründen ist bei den FuE-Beschäftigten eine solche Bereinigung um Branchenwechsler nicht möglich.

Quelle: VDMA

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